August 31, 2020
Von Chiapas.ch
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CHIAPAS

Lagerhallen der EZLN in Chiapas geplĂŒndert und in Brand gesteckt
In der Ortschaft CuxuljĂĄ sind am 22. August zwei der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) gehörende GebĂ€ude ausgeraubt und anschließend niedergebrannt worden. Nach Augenzeugenberichten waren die Angreifer Mitglieder der Regionalen Organisation der Kaffeebauern von Ocosingo (Orcao), die die aus Holz gebauten Lagerhallen fĂŒr Mais und Kaffee in der Gemeinde Ocosingo anzĂŒndeten.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2020/08/242964/mexiko-chiapas-zapatisten-kaffee-brand

SolidaritÀtsaufruf auf Spanisch: https://alto-a-la-guerra-contra-lxs-zapatistas.webnode.mx/

Anklage des Caracols „Resistencia Hacia un Nuevo Amenecer“ (auf Deutsch): http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2014/09/30/offentliche-anklage-des-caracol-de-resistencia-hacia-un-nuevo-amanecer-wegen-der-aggressionen-durch-die-orcao-in-diversen-comunidades-der-zapatistischen-basisunterstutzungsgruppen-von-la-garrucha/

Bitte unterschreibt die Urgent Action des Frayba (Menschenrechtszentrum): https://frayba.org.mx/agresiones-armadas-en-aldama/

Aldama: Das Leben der vertriebenen Tzotzil-Gemeinschaften in Chiapas – Fotos
In der Region Los Altos in Chiapas kommt es immer wieder zu bewaffneten Angriffen durch paramilitÀrische Gruppen. Hunderte Tzotzil-Familien aus Aldama sind deshalb aus ihren HÀusern und von ihrem Land vertrieben worden. Nun sind sie von einer Hungersnot bedroht. Seit dem 13. August haben die Angriffe durch paramilitÀrische Gruppen mit schwerer Waffengewalt zugenommen, ohne dass die Behörden eingreifen, um bei dem Konflikt zu vermitteln.
Anschauen: https://www.npla.de/thema/flucht-migration/fotostrecke-das-leben-der-vertriebenen-tzotzil-gemeinschaften-in-chiapas/

Aktuelle zapatistische Filme – jetzt ĂŒbersetzt und untertitelt in Deutsch

Alle Filme: https://tresgatas.blackblogs.org/

OAXACA

Ayutla – Seit ĂŒber drei Jahren ohne Zugang zu Wasser!
In der indigenen Mixe-Gemeinde Ayutla in Oaxaca, Mexiko, kĂ€mpft ein Frauenkollektiv und mit ihm die ganze Gemeinde darum, dass sie wieder Zugang zu ihrer einzigen Quelle bekommen. Die Wasserleitung wurde von der Nachbarsgemeinde zerstört, als diese sich mehrere Hektaren Land von Ayutla einverleibte. Zusammen mit weiteren Schweizer Organisationen unterstĂŒtzt die Direkte SolidaritĂ€t Ayutla im Kampf um ihr Recht des Zugangs zu Wasser. Wir haben der mexikanischen Botschaft in der Schweiz, dem EDA und der Schweizer Botschaft in Mexiko einen offenen Brief zukommen lassen, sich zu bemĂŒhen den Konflikt in der Gemeinde Ayutla zu lösen und ihnen den Zugang zu Wasser zu gewĂ€hren.
Weiterlesen: https://medicointernational.ch/projekte/mexiko/hintergruende/745-ayutla-eine-indigene-gemeinde-ohne-wasser-und-ohne-spital-inmitten-der-pandemie.html

Offener Brief an die mexikanische Botschaft in der Schweiz: https://medicointernational.ch/images/CARTA_Ayutla.pdf

Diabetes-Epidemie: Junk Food darf in Oaxaca nicht mehr an MinderjÀhrige verkauft werden
Im mexikanischen Bundestaat Oaxaca wird der Verkauf von SĂŒĂŸgetrĂ€nken und Junk-Food an MinderjĂ€hrige untersagt. Die Bewerbung und der Verkauf von Junk-Food in kleinen und großen LĂ€den sowie vor und in den Schulen wird somit strafbar. Der Gesetzesvorschlag ist eine Initiative der Partei Morena. Mexikos Bevölkerung ist seit Inkrafttreten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) im Jahre 1994 von zunehmender FehlernĂ€hrung betroffen. Die Junk-Food-Unternehmen, darunter Coca Cola und NestlĂ©, wehren sich in Mexiko gegen alles, was ihren Gewinn auf Kosten der Gesundheit einschrĂ€nken könnte, auch gegen neue, klare Warnhinweise auf ihren krankmachenden Produkten. UnterstĂŒtzt werden sie dabei von der EU und den Regierungen der USA, Kanada und der Schweiz.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2020/08/242367/mexiko-diabetes-corona-junk-food-verbot
Infos auf Spanisch: https://regeneracion.mx/eu-canada-suiza-y-la-union-europea-se-oponen-a-nuevo-etiquetado-de-comida-chatarra-en-mexico/

GUERRERO

Verschwinden der Studenten von Ayotzinapa jÀhrt sich zum sechsten Mal
Wie jedes Jahr fĂŒhren verschiedene Menschenrechtsorganisationen wieder die Kampagne „43 Tage fĂŒr die 43“ (43 dias por los 43) durch, die am vergangenen Freitag begann. Sie erstreckt sich ĂŒber mehrere Wochen hinweg, bis zum 26. September, dem eigentlichen Jahrestag des Verschwindens der Lehramtsstudenten. Auf diese Art und Weise soll die große Bedeutung von Wahrheit und Gerechtigkeit in dem Fall erneut hervorgehoben werden.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2020/08/242688/verschwindenlassen-ayotzinapa-jahrestag

YUCATAN

Audio zu Tren Maya: Bacalar im Wandel – der Maya Zug wirft seine Schatten voraus
Eines der Großprojekte mit denen Mexikos PrĂ€sident LĂłpez Obrador die von ihm ausgerufene Vierte Transformation umsetzen möchte, ist der Tren Maya. Mit der Schnellzugstrecke soll die wirtschaftliche Entwicklung auf der Halbinsel YucatĂĄn vorangetrieben werden. Vor allem der Tourismus soll einen deutlichen Schub bekommen, was schon vor dem ersten Spatenstich zu Bodenspekulationen in der Region fĂŒhrte.

Hören: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/bacalar-im-wandel-der-maya-zug-wirft-seine-schatten-voraus/

VERACRUZ

Die Enteignung des Waldes in Coatepec (siehe Newsletter Juni/Juli) schreitet voran.
Bitte unterzeichnet die neue Urgent Action: https://secure.avaaz.org/community_petitions/en/senor_presidente_andres_manuel_lopez_obrador_stop_the_illegal_land_invasion_in_coatepec_veracruz/

VOM VERSCHWINDENLASSEN

Aufstehen gegen eine ausgrenzende Migrations- und FlĂŒchtlingspolitik!
Der 30. August ist der Internationale Tag fĂŒr die Opfer des gewaltsamen Verschwindenlassens. Ein Verbrechen mit gewaltigen Ausmaßen: 70.000 Menschen sind allein in Mexiko seit 2013 verschwunden. Und immer öfter werden auch Migrierende zu Opfern des gewaltsamen Verschwindenlassens. Menschen, die durch die Abschottungspolitik Europas oder der USA ohnehin auf immer gefĂ€hrlichere Routen gezwungen werden. Routen, auf denen Zehntausende ums Leben kommen.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/flucht-migration/aufstehen-gegen-eine-ausgrenzende-migrations-und-fluechtlingspolitik/

Was passiert mit den Verschwundenen?
Im September 2014 wurden 43 Student*innen in Ayotzinapa im Bundesstaat Guerrero entfĂŒhrt. Seitdem wird nach ihrem Verbleib gesucht. Der Fund einer Leiche hat nun die offizielle Version der Ereignisse in Frage gestellt und eine Debatte ĂŒber die Praktiken von Polizei und MilitĂ€r angestoßen.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/was-passiert-mit-den-verschwundenen/

„Fundamental, die Wahrheit zu erfahren“
Interview mit Dolores GonzĂĄles ĂŒber das Schicksal unzĂ€hliger Verschwundener in Mexiko
Lesen: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1140997.menschenrechte-in-mexiko-fundamental-die-wahrheit-zu-erfahren.html

Covid-19: Eine erste Welle von ĂŒber sechs Monaten Dauer
Vor einem halben Jahr, am 28. Februar, meldete Mexiko den ersten #COVID19 Fall. Inzwischen sind fast 600‘000 FĂ€lle bekannt und 64‘158 Menschen verstorben. Wenn man die bisher einzige offizielle Übersterblichkeitsstatistik von 22 der 32 Bundesstaaten auf ganz Mexiko hochrechnet, dann sind möglicherweise in diesem halben Jahr sogar dreimal mehr MexikanerInnen verstorben, als in einem normalen Jahr. Besonders tragisch ist das tiefe Medianalter der Verstorbenen: 63 Jahre. Von zehn Opfern der Pandemie war jeder Vierte fĂŒr den Familienunterhalt zustĂ€ndig und konnte aufgrund der Armut keine monatelange QuarantĂ€ne einhalten. Hinzu kommen eine seit Jahrzehnten andauernde medizinische Unterversorgung und die von transnationalen Unternehmen und FreihandelsvertrĂ€gen geförderte FehlernĂ€hrung, welche Apositas, Diabetes und Bluthochdruck zur Folge haben und zu schweren Covid-VerlĂ€ufen beitragen. Viele Gemeinden fordern vom Staat endlich eine bessere Gesundheitsversorgung und die ersten indigenen Gemeinden verbieten den Junk-Food-Lieferanten den Zutritt.
Infos auf Spanisch: https://www.afmedios.com/blog/2020/08/29/591-mil-712-casos-positivos-y-63-mil-819-muertes-por-covid-19-en-mexico/

HINWEISE

So, 20. September: 19. Lauf gegen Rassismus, BĂ€ckeranlage ZĂŒrich,
Anmelden und mehr Infos: https://www.laufgegenrassismus.ch/




Quelle: Chiapas.ch