Juli 31, 2020
Von Chiapas.ch
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OAXACA

Erdbeben inmitten der Pandemie – erster Bericht zur solidarischen Nothilfe in Oaxaca

Am 23. Juni erschĂŒtterte ein Beben der StĂ€rke 7.5 den SĂŒden und das Zentrum Mexikos. Laut dem Nationalen Seismologischen Institut ist das Epizentrum des gewaltigen Erdstoßes in Oaxaca zu verorten. In Gemeinden der Sierra Sur ĂŒbergab OIDHO (Indigene Organisationen fĂŒr Menschenrechte in Oaxaca) die erste Lieferung von solidarischer Hilfe, an der sich u.a. auch die Direkte SolidaritĂ€t mit Chiapas beteiligte.

Weiterlesen auf unserer Homepage: https://chiapas.ch/

Zum Erdbeben: https://amerika21.de/2020/06/241153/erdbeben-mexiko

Morddrohungen gegen feministische Organisation in Mexiko

Mitarbeiterinnen der Frauenorganisation Consorcio in der sĂŒdmexikanischen Stadt Oaxaca de JuĂĄrez sind mit dem Tod bedroht worden. Consorcio zĂ€hlt zu den wichtigsten feministischen Organisationen des Landes. Sie setzt sich seit 17 Jahren fĂŒr Frauenrechte, gegen Gewalt gegen Frauen und fĂŒr das Recht auf Abtreibung in Mexiko und Zentralamerika ein.

Infos: https://amerika21.de/2020/06/240818/mexiko-drohungen-feministinnen-consorcio

Stellungnahme der deutschen Mexiko-Koordination zu den Todesdrohungen:

https://www.mexiko-koordination.de/2020/06/18/stellungnahme-zur-todesdrohung-gegen-die-mexikanische-menschenrechtsorganisation-consorcio/?l=de

Eskalation nach Angriff gegen Windparkgegner – 17 Tote

Am 21. Juni kam es zu einer schwerwiegenden Eskalation in einem andauernden Konflikt. Nachdem sechs Mitglieder der Gemeindeversammlung (Asamblea del pueblo) von San Mateo del Mar verletzt worden waren und auf der Durchreise zu einem Treffen beschossen wurden, eskalierte die Situation. Personen aus dem Umfeld des GemeindeprĂ€sidenten wurden angegriffen. Die Nationalgarde – die zum Schutz gerufen wurde, setzt TrĂ€nengas ein, trĂ€gt hiermit zur Eskalation bei und verschwindet. 17 Personen aus dem Umfeld des GemeindeprĂ€sidenten verstarben in Folge.

https://amerika21.de/2020/07/241149/anschlag-auf-windparkgegner-mexiko

VERACRUZ

Urgent Action: CIOAC mischt mit bei Landraub in Coatepec

Die ParamilitÀrische Organisation CIOAC, welche in Chiapas im Mai 2014 das Caracol La Realidad angegriffen hat und den Zapatist Galeano ermordet hat, treibt ihr Unwesen nun auch im Bundesstaat Veracruz, in der Gemeinde Coatepec, nÀhe der Hauptstadt Xalapa.

Das Gebiet ist ein Nebelwald, ein einzigartiges Oekosystem in Mexiko.

Es ist ein Kaffee Anbau Gebiet, der Wald bietet die idealen SachttenbÀume. Es handelt sich um schonenden Landbau der Kleinbauern, die im einklang der Natur leben.

Das Gebiet liefert auch den grössten Teil des Trinkwassers der Region: 40% der Hauptstadt Xalapa, 100% der Kleinstadt Coatepec.

Die ParamilitĂ€rs besetzen die LĂ€ndereien der Landbevölkerung. Sie stellen dort ihre Camps auf und schĂŒchtern die Leute ein. Es wurden bereits Menschen von ihren LĂ€ndereinen vertrieben.

2019 anerkennt das SEDATU (Secretaria de Desarrollo Agrario, Territorial y Urbano – das Bundesstaatliche Amt fĂŒr Landwirtschaft) die Besitzurkunde eines gewissen Sr. Francisco Ruiz ĂŒber 2000 ha GrundstĂŒck. Dieser Herr beabsichtigt, das GelĂ€nde der CIOAC zu schenken.

Im Februar 2020 folgt ein Aufruf des SEDATU mittels lokaler Zeitungen, die Landbesitzer welche Anspruch auf diese Gebiete erheben sollen sich innert 30 Tagen melden. Da dieser Aufruf nicht alle Menschen erreichte, verstrich die Frist fĂŒr viele ungenutzt.

Wegen der Pandemie Frist zwar noch offen, nichts desto trotz anerkannte die SEDATU in einem ersten Schritt den gefÀlschten Landtitel. Dieser wurde von einer Gemeinde Vertreterin offiziell als FÀlschung deklariert.

Deshalb ist die Bevölkerung, die nun dran ist sich zu organisieren sehr beunrhigt:

Solche VorfÀlle haben immer mit Korruption und illegalem Landverkauf zu tun-

Eine Autostunde entfernt von Coatepec, in Jalcomulco, wurde 2010 von der Firma Odebrecht ein Projekt fĂŒr ein Wasserkraftwerk gestartet. in der Folge wird die Bevölkerung nun seit ĂŒber 6 Jahren terrorisiert.

Der aktuelle Konflikt in Coatepec droht zu eskalieren.

Am 20.Juni wollte die SEDATU die 2000ha vermessen und abstecken.

HierfĂŒr kam ein weisser, unbeschrifteter Kleinbus mit 4 Mitarbeitern. Diese wollten sich nicht auszuweisen. Daraufhin verweigerten die Landbesitzerinen diesen Menschenden Zutritt.

Derweilen fuhr ein weiterer Kleinbus mit bewaffneten Leuten an der Auseinandersetzung vorbei. der in der Gegend herumfuhr. Laut Augenzeugen waren Mitglieder der CIOAC die Ganze zeit in de BĂŒschen rundherum und schĂŒchterten die BĂ€uerinnen verbal ein.

Die Bewohner und Bauern der WĂ€lder fĂŒrchten sich zu Recht vor EntfĂŒhrung, Folter und Mord.

Das Resource Wasser, welche in den Besagten 2000ha sehr reichlich ist, ist eine lukrative Investition fĂŒr Multis.

Unterzeichnet die Petition:

https://www.change.org/p/lic-andr%C3%A9s-manuel-l%C3%B3pez-obrador-presidente-constitucional-de-los-estados-unidos-mexicanos-defendamos-los-bosques-de-coatepec-veracruz

Weiterlesen auf spanisch

https://formato7.com/2020/07/19/hora-libre-sembrando-muerte-2-mil-hectareas-en-coatepec-a-invasores/

http://www.jornadaveracruz.com.mx/Post.aspx?id=200716_091035_756

CHIAPAS

Gefangene in Chiapas machen GefĂ€ngnisleitung fĂŒr Covid-19-Tod eines MithĂ€ftlings verantwortlich

Nachdem bei Javier Gonzalez Diaz trotz typischer Covid-19-Symptomen keinen Test gemacht hat, ist ein anderer HĂ€ftling mit den gleichen Symptomen verstorben. Immer noch werden Tests verweigert und keine Massnahmen ergriffen.

Infos unter: https://www.chiapas.eu/news.php?id=10746

GUERRERO

Ayotzinapa: Generalstaatsanwalt hat 46 neue Haftbefehle im Fall Ayotzinapa erwirkt

In Bezug auf die 43 verschwundenen Studenten wurden unter Alejandro Gertz Manero, Generalstaatsanwalt der Republik erste Massnahmen zur AufklÀrung des gewaltsamen Verschwindenlassens erwirkt.

Infos unter: https://amerika21.de/2020/07/241262/mexiko-neue-haftbefehle-ayotzinapa

Überreste eines der verschwundenen Studenten aus Ayotzinapa identifiziert

Die Identifizierung von Überresten des Körpers von einem der 43 verschwundenen mexikanischen Studenten aus Ayotzinapa nĂ€hrt die Hoffnung, dass der Fall doch noch aufgeklĂ€rt werden könnte. Wie aus einem Bericht der UniversitĂ€t in Innsbruck hervorging, konnte Christian Alfonso RodrĂ­guez Telumbre anhand eines Knochens des rechten Fußes identifiziert werden. Die Knochen waren zwischen dem 20. und 28. November 2019 bei Ermittlungen der mexikanischen Behörden in Barranca der La CarnicerĂ­a (Metzgereischlucht) in Cocula, Guerrero, gefunden worden.

https://amerika21.de/2020/07/241563/ayotzinapa-identifizierung-mexiko

MEXIKO

Brief der Frauengruppe des Nationalen Indígena Kongress – Indigener Regierungsrat an Black Lives Matter (12. Juni 2020)

https://www.chiapas.eu/news.php?id=10754

Protest gegen Lage in Manufakturbetrieben endet fĂŒr Aktivistin in Haft

Susanne Prieto Terrazas hat als AnwĂ€ltin und Gewerkschafterin Anfang Mai dem US-amerikanischen Unternehmen Lear Corporation vorgeworfen, die Gesundheit seiner Angestellten fahrlĂ€ssig zu gefĂ€hrden. Bis dahin waren zahlreiche Mitarbeitende der Firma an der Atemwegserkrankung Covid-19 erkrankt, ĂŒber 100 Menschen sollen in Folge gestorben sein.

Sie wurde ohne BegrĂŒndung inhaftiert. In Mexiko haben in mehreren Bundesstaaten hunderte Menschen gegen ihre Festnahme demonstriert und ihre Freilassung wird gefordert.

Weiterlesen: https://amerika21.de/2020/06/240958/mexiko-protest-maquliadoras-corona-covid

Indigene Frauen in Mexiko kandidieren fĂŒr Nationalrat gegen Diskriminierung

https://amerika21.de/2020/06/241133/indigenen-frauen-conapred

T-MEC, Landwirtschaft und Neoliberalismus (Luis HernĂĄndez Navarro)

Der Freihandelshurrikan verwĂŒstete den mexikanischen Landbau, ruinierte die kleinen und mittleren BĂ€uer*innen und zwang Millionen Campesinos, in die USA oder auf die riesigen Agrarplantagen im Nordosten Mexiko zu migrieren. Der freie, kaum von Regulierungen begleitete Verkehr landwirtschaftlicher GĂŒter ĂŒber die Grenzen hinweg fĂŒhrte zu einem Wettbewerb ungleicher Marktteilnehmer*innen unter denselben Bedingungen. Nicht nur das.

Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/tagespolitik/t-mec-landwirtschaft-und-neoliberalismus/




Quelle: Chiapas.ch