Juni 23, 2021
Von Chiapas.ch
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CHIAPAS

Gira Zapatista: VIAJE POR LA VIDA

Am 3. Mai ist die maritime Delegation der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) mit dem Segelschiff „Montaña“ (Berg) vom Hafen der Isla Mujeres im Golf von Mexiko nach Europa aufgebrochen („Ein Berg auf hoher See“). Die sieben Delegierten Lupita, Carilina, Ximena, Yuli, Bernal, Dario und Marijose werden von fĂŒnf Segler:innen aus Deutschland und Kolumbien begleitet. Nach rund 6 Wochen, also Mitte Juni, kommt die Crew in der galizischen Stadt Vigo in Spanien an. Von dort aus beginnt die transkontinentale Weltreise.

Der zapatistische Pass

Hindernisse fĂŒr Zapatisten (18. Juni)EZLN-Mitgliedern werden PĂ€sse fĂŒr Reise nach Europa verweigert. Erste Delegation in Spanien erwartet.
Weiterlesen: https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/artikel/404713.praktischer-internationalismus-hindernisse-f%C3%BCr-zapatisten.html

EZLN geht auf grosse Überfahrt
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/ezln-geht-auf-grosse-ueberfahrt/

Zapatistas starten historische Europareise
Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/05/250305/ezln-startet-europareise-2021

HINWEIS

Sa, 26. Juni 2021: Kollektive Kunstausstellung (Art Latin Flohmi – Kleider, Konzerte, BĂŒcher, Kunsthandwerk, Food) ab 12 Uhr und GesprĂ€chsrunde um 18 Uhr: Weshalb kommen die Zapatistas nach Europa?
Auf Spanisch, mit deutscher Übersetzung. RAF im Kochareal, FlĂŒelastrasse 54, 8047 ZĂŒrich


Schweizweite Aktionen in Basel, Genf und Lugano: 27. August – 4. September

Kontakt Koordination Schweiz: www.facebook.com/caravanaporlavida.suiza

Feministischer Prozess gegen das Patriarchat und den Kapitalismus in Basel – ab Ende August – organisiert vom encuentro feminista zapatista (femprozap@protonmail.com)
FĂŒr einen feministischen, zapatistischen und antirassistischen Sommer!
Zum Flyer: Bienvenidxs compas

Mehr Infos zur Gira gibt es auf verschiedenen Webseiten
http://europazapatista.org/
https://viajezapatista.eu/es/, auf Deutsch: https://viajezapatista.eu/de/
#ZAPATISTASAEUROPA, #LAGIRAZAPATISTAVA


Hier die Communiqués, die inzwischen erschienen sind (auf Deutsch):

CommuniquĂ© von SupGaleano: Der zapatistische UnglĂŒcksrabe (16. Juni)
Weiterlesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11206

Text von SupGaleano (geschrieben von SupMarcos): Ese otro mundo (14. Juni)
Zurzeit erst auf Spanisch: https://www.caminoalandar.org/post/ese-otro-mundo

Communiqué von SupGaleano: Inseln der Azoren, Portugal (11. Juni)
Weiterlesen: https://amerika21.de/dokument/251466/ezln-inseln-der-azoren-portugal

Communiqué von SupGaleano: Delphine! (13. Mai)
Weiterlesen: https://enlacezapatista.ezln.org.mx/2021/05/13/delphine/

Communiqué von SupGaleano: Auf dem Meer (6. Mai)
Weiterlesen: https://amerika21.de/dokument/250372/ezln-auf-dem-meer-boarding

Communiqué von SupGaleano: Boarding (1. Mai)
Weiterlesen: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11146

Communiqué von SupGaleano: Die Route von Ixchel (26. April)
Weiterlesen: http://enlacezapatista.ezln.org.mx/2021/04/26/die-route-von-ixchel/

Eilaktion des Menschenrechtszentrums FrayBa: Weitere Angriffe auf Gemeinden in Aldama, Chiapas und Ermordung von Pedro Lunes PĂ©rez (Mitte Mai)
Bitte unterschreiben: https://www.chiapas.eu/news.php?id=11163

GUERRERO

Wieder Mord an einem UmweltschĂŒtzer in Guerrero
Marco Antonio Arcos Fuentes, PrÀsident des Dorflandrats von Jaleaca de Catalån im mexikanischen Bundesstaat Guerrero, ist am 21. Mai von einer bewaffneten Gruppe ermordet worden. Er hielt sich gerade in der Hauptstadt Chilpancingo auf. Nur Minuten nach der Gewalttat trafen Polizisten sowie Nationalgardisten am Ort des Geschehens ein, suchten jedoch erfolglos nach den Angreifern. Familienangehörige des Opfers und die Einwohner:innen von Jaleaca beschuldigen die Behörden, mitschuldig an dem Verbrechen zu sein. Sie hÀtten Hinweise auf die Bedrohungslage durch kriminelle Gruppierungen ignoriert, die Raubbau am Wald der Gemeinde betreiben.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/repression-widerstand/wieder-mord-an-einem-umweltschuetzer-in-guerrero/

OAXACA

Staudammprojekt mit tödlichen Folgen
Die Verteidiger:innen des Rio Verde im mexikanischen werden in der Covid19-Pandemie zunehmend bedroht. FĂŒnf von ihnen wurden seit Beginn des Jahres ermordet.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Situation von Menschenrechtsverteidiger:innen und UmweltschĂŒtzer:innen weltweit zum Teil drastisch verschlechtert. Vor allem in Lateinamerika sind sie mit zunehmenden Bedrohungen und immer brutaleren Angriffen konfrontiert. In dem fĂŒr seinen erfolgreichen Kampf gegen einen Mega-Staudamm ĂŒber die Grenzen Mexikos hinaus bekannten Paso de la Reyna sind seit Anfang des Jahres fĂŒnf Menschen ermordet worden. Daraufhin wurden nicht nur in Mexiko, sondern auch im Ausland Kampagnen zum Schutz der UmweltschĂŒtzer:innen gestartet.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/staudammprojekt-mit-toedlichen-folgen/Audio: https://www.npla.de/thema/umwelt-wirtschaft/paso-de-la-reyna-kampf-fuer-den-fluss-in-zeiten-von-covid/

MEXIKO

„Marsch zum Haus des Massenmörders“ am Jahrestag von Massaker in Mexiko
Am 10. Juni jĂ€hrte sich die als „Halconazo“ bekannte Repression gegen mexikanische Studenten vom 10. Juni 1971 zum 50. Mal. Erstmals wird dieses Jahr eine Demonstration zum Haus des damaligen PrĂ€sidenten Luis EcheverrĂ­a Álvarez (1970‒1976) in Mexiko-Stadt durchgefĂŒhrt.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/06/251314/jahrestag-massaker-mexiko

„Wir sind es leid, nach Toten zu suchen“
Vor dem GefĂ€ngnis der mexikanischen Stadt TonalĂĄ sammeln sich 22 Frauen in einer Schlange und warten darauf, dass sie hereingelassen werden. Sie sind keine Angehörigen von HĂ€ftlingen, sondern MĂŒtter, die ihre verschwundenen Söhne und Töchter suchen. Frauen, die sich im Kollektiv BĂșsqueda Nacional en Vida organisiert haben, um ihre Liebsten lebend wiederzufinden. Sie ziehen durch Straßen in Rotlichtvierteln, besuchen KrankenhĂ€user, Notaufnahmen, Heime fĂŒr Jugendliche, psychiatrische Kliniken – und eben die GefĂ€ngnisse im Bundesstaat Jalisco.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/wir-sind-es-leid-nach-toten-zu-suchen/

AUDIO – Memoria y justicia: Auf der Suche nach den Lebenden
Fast 90’000 Menschen sind in Mexiko verschwunden. Viele von ihnen wurden von Kriminellen verschleppt, damit sie Drogen schmuggeln, als Prostituierte arbeiten oder wĂ€hrend sie sich in den HĂ€nden von Polizisten oder Soldaten befanden. Die Suche nach ihnen konzentriert sich meistens auf sterbliche Reste. Das Angehörigenkollektiv „BĂșsqueda Nacional en Vida“ will sich damit nicht zufrieden geben.
Zum Anhören: https://www.npla.de/thema/memoria-justicia/auf-der-suche-nach-den-lebenden/

10. Mai: „Marsch fĂŒr die nationale WĂŒrde“ jĂ€hrt sich zum 10. Mal
Zehn Jahre nach dem ersten „Marsch fĂŒr die nationale WĂŒrde. MĂŒtter auf der Suche nach ihren verschwundenen Töchtern und Söhnen“ ist die Zahl der Vermissten in Mexiko um das Siebenfache auf 85’000 FĂ€lle gestiegen. Jedes Jahr kommen neue MĂŒtter hinzu, die ihr Kind suchen, viele andere wiederum sterben, ohne ihre Kinder gefunden zu haben. Hunderte MĂŒtter nahmen am Protestmarsch am 10. Mai in Mexiko-Stadt teil und forderten, dass ihre Töchter und Söhne, von denen viele vor mehr als einem Jahrzehnt verschwunden sind, lebendig auftauchen.
Weiterlesen: https://www.npla.de/thema/tagespolitik/marsch-fuer-die-nationale-wuerde-jaehrt-sich-zum-10-mal/

Ein Sieg fĂŒr die Maya-Gemeinden in Mexiko gegen Massentierhaltung
Mitglieder von 21 Maya-Gemeinden in Yucatan haben mit ihrer Klage die Schließung von vier Schweinefarmen erreicht. Der Oberste Gerichtshof von Mexiko (SCJN) bestĂ€tigte die Suspendierung der Betriebe, die zur Industriegruppe KekĂ©n gehören.
Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/06/251013/maya-gemeinden-mexiko-massentierhaltung

Rap in Maya-Sprache fĂŒr die indigene Autonomie in Mexiko
„Autonomie fĂŒr das Maya-Volk“ singen mexikanische indigene Rapper in Maya-Sprache im Rahmen der Kampagne „U Jeets’el le Ki’ki kuxtal“ (FĂŒr ein wĂŒrdiges Leben. Wir kĂ€mpfen fĂŒr die Autonomie).
Weiterlesen: https://amerika21.de/2021/05/250513/maya-volk-autonomie-kampagne-rap

HINWEIS

FILMTIPP „Silence Radio“ – eine Journalistin gegen das Schweigen in Mexiko
In keinem Land der Welt leben unbequeme Journalist:innen so gefĂ€hrlich wie in Mexiko. Der Dokumentarfilm „Silence Radio“ zeigt, wie Carmen Aristeguis Kampf gegen korrupte Eliten ein ganzes Land bewegt. Er ist eine WĂŒrdigung weit ĂŒber Mexiko hinaus.
Weiterlesen: https://www.vorwaerts.de/artikel/silence-radio-journalistin-gegen-schweigen-mexiko




Quelle: Chiapas.ch