Mai 31, 2021
Von Antifra
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Am vier¬≠ten Pro¬≠zess¬≠tag spie¬≠len ins¬≠be¬≠son¬≠de¬≠re zwei Zeug:innen eine zen¬≠tra¬≠le Rol¬≠le: Zuerst wird der Cou¬≠sin des Ange¬≠klag¬≠ten J. befragt, die zwei¬≠te Zeu¬≠gin ist Julia N. vom Vio¬≠lence Pre¬≠ven¬≠ti¬≠on Net¬≠work, die den Beschul¬≠dig¬≠ten im letz¬≠ten Jahr betreut hat¬≠te. Die bei¬≠den Zeug:innen-Befragungen neh¬≠men mit Abstand den gr√∂√ü¬≠ten Raum ein. Danach fol¬≠gen Oli¬≠ver R., eben¬≠falls Mit¬≠ar¬≠bei¬≠ter beim VPN und in ers¬≠ter Linie als Pro¬≠to¬≠kol¬≠lant bei den Tref¬≠fen w√§h¬≠rend der Betreu¬≠ung anwe¬≠send, sowie der bei den Sit¬≠zun¬≠gen des VPN wie des psy¬≠cho¬≠lo¬≠gi¬≠schen Diens¬≠tes anwe¬≠sen¬≠de Dol¬≠met¬≠scher M. Schlie√ü¬≠lich wer¬≠den die poli¬≠zei¬≠li¬≠chen Ver¬≠neh¬≠mungs¬≠pro¬≠to¬≠kol¬≠le der Zeu¬≠gen¬≠aus¬≠sa¬≠gen von R. Al‚ÄĎH., Omar A. und Moham¬≠mad A‚ÄĎH., drei ehe¬≠ma¬≠li¬≠gen Mit¬≠h√§ft¬≠lin¬≠gen des Ange¬≠klag¬≠ten, ver¬≠le¬≠sen und damit ins Ver¬≠fah¬≠ren eingef√ľhrt.

Der Weg von Syrien nach Deutschland

Die Aus¬≠sa¬≠ge des Cou¬≠sins, J., ist inso¬≠fern ergie¬≠big, als er noch ein¬≠mal auf die fami¬≠li√§¬≠ren Hin¬≠ter¬≠gr√ľn¬≠de, die Kind¬≠heit, Jugend und die Flucht des Beschul¬≠dig¬≠ten ein¬≠geht. Er ist zwei Jah¬≠re √§lter als Al‚ÄĎH. und war zwi¬≠schen¬≠zeit¬≠lich die ein¬≠zi¬≠ge enge¬≠re Bezugs¬≠per¬≠son f√ľr den Ange¬≠klag¬≠ten. Bei¬≠de leb¬≠ten in Syri¬≠en, jedoch in unter¬≠schied¬≠li¬≠chen St√§d¬≠ten. J. best√§¬≠tigt, dass Al‚ÄĎH. im Alter von zw√∂lf Jah¬≠ren nahe Alep¬≠po f√ľr den Vater Die¬≠sel ver¬≠kauft habe bis der IS kam. Auch unter¬≠streicht er, dass die Mut¬≠ter f√ľr das finan¬≠zi¬≠el¬≠le Aus¬≠kom¬≠men der Fami¬≠lie zust√§n¬≠dig gewe¬≠sen sei, weil der Vater auf¬≠grund eines Arbeits¬≠un¬≠falls dazu nicht in der Lage war. Bevor sie gemein¬≠sam mit einem drit¬≠ten Cou¬≠sin im Jahr 2015 nach Deutsch¬≠land fl√ľch¬≠te¬≠ten, soll Al‚ÄĎH. bereits mehr¬≠fach in der T√ľr¬≠kei, unter ande¬≠rem in Istan¬≠bul, gewe¬≠sen sein, um dort Gele¬≠gen¬≠heits¬≠jobs nach¬≠zu¬≠ge¬≠hen. Auch sei er klein¬≠kri¬≠mi¬≠nell gewe¬≠sen und habe etwa in der T√ľr¬≠kei auch mit Dieb¬≠stahl sein √úber¬≠le¬≠ben finanziert.

2015 sei¬≠en die jun¬≠gen M√§n¬≠ner √ľber die Bal¬≠kan¬≠rou¬≠te nach Deutsch¬≠land gekom¬≠men, wo sie im August in M√ľn¬≠chen anka¬≠men. Von dort aus woll¬≠ten sie zun√§chst nach Dort¬≠mund, wo eine Tan¬≠te lebt. Im Zuge des Asyl¬≠ver¬≠fah¬≠rens sei¬≠en sie jedoch nach Chem¬≠nitz in eine Erst¬≠auf¬≠nah¬≠me¬≠ein¬≠rich¬≠tung gelangt, erz√§hlt J.. Ein drit¬≠ter Cou¬≠sin sei rela¬≠tiv schnell abge¬≠rutscht, sodass sich ihre Wege bald trenn¬≠ten. Die Rede war von Dro¬≠gen, Dieb¬≠stahl und ande¬≠rem. Mit¬≠hil¬≠fe von Mat¬≠thi¬≠as L. habe J., der inzwi¬≠schen voll¬≠j√§h¬≠rig gewor¬≠den sei, eine Woh¬≠nung gefun¬≠den, sei¬≠ne Aus¬≠bil¬≠dung abge¬≠schlos¬≠sen und ange¬≠fan¬≠gen zu arbei¬≠ten. Dabei sei es immer wie¬≠der zu Kon¬≠flik¬≠ten mit dem drit¬≠ten Cou¬≠sin gekom¬≠men. Auch Al‚ÄĎH.s und sei¬≠ne Wege h√§t¬≠ten sich auf¬≠grund der Min¬≠der¬≠j√§h¬≠rig¬≠keit Al‚ÄĎH.s getrennt. Bei¬≠de h√§t¬≠ten sich schlie√ü¬≠lich aber immer wie¬≠der gefun¬≠den, da sie wie bes¬≠te Freun¬≠de seien.

Auf Linie des IS

Als Al‚ÄĎH. das ers¬≠te Mal aus der Haft frei kam, habe J. ihm gehol¬≠fen. Gemein¬≠sam mit Mat¬≠thi¬≠as L. sei er auch nach sei¬≠ner Haft¬≠ent¬≠las¬≠sung im Sep¬≠tem¬≠ber 2020 mit ihm Kla¬≠mot¬≠ten kau¬≠fen gegan¬≠gen. Am 2. Okto¬≠ber ‚Äď dem Tag an dem Al‚ÄĎH. die Mes¬≠s¬≠er¬≠sets gekauft habe ‚Äď sei¬≠en sie eben¬≠falls zusam¬≠men unter¬≠wegs gewe¬≠sen. Dies habe J. mit¬≠be¬≠kom¬≠men, weil der Alarm an der Kas¬≠se eines Super¬≠markts durch die Kopf¬≠h√∂¬≠rer von Al‚ÄĎH. aus¬≠ge¬≠l√∂st wor¬≠den sei. Als die¬≠ser sei¬≠nen Ruck¬≠sack aus¬≠pa¬≠cken muss¬≠te, kamen auch die sp√§¬≠te¬≠ren Tat¬≠waf¬≠fen zum Vor¬≠schein. Er sei zwar irri¬≠tiert gewe¬≠sen und h√§t¬≠te nach¬≠ge¬≠fragt, was er mit so vie¬≠len Mes¬≠sern wol¬≠le, sich dann aber damit zufrie¬≠den gege¬≠ben, dass Al‚ÄĎH. sag¬≠te, sie sei¬≠en f√ľr die K√ľche in der Gefl√ľch¬≠te¬≠ten¬≠un¬≠ter¬≠kunft, da er dort ja nichts habe.

In der Befra¬≠gung geht es wei¬≠ter¬≠hin um eine m√∂g¬≠li¬≠che Ner¬≠ven¬≠krank¬≠heit des Ange¬≠klag¬≠ten, die der Cou¬≠sin aller¬≠dings nicht ein¬≠deu¬≠tig best√§¬≠ti¬≠gen kann. In Stress- und Angst¬≠si¬≠tua¬≠tio¬≠nen ver¬≠kramp¬≠fe der Beschul¬≠dig¬≠te sei¬≠ne H√§n¬≠de und sein Gesicht. Das habe J. ein¬≠mal beob¬≠ach¬≠tet, die Situa¬≠ti¬≠on sei aber schnell vor¬≠bei gewe¬≠sen. Auch geht es dar¬≠um, dass Al‚ÄĎH. immer reli¬≠gi√∂¬≠ser gewor¬≠den sei, regel¬≠m√§¬≠√üig in die Moschee gegan¬≠gen sei, stets die Gebets¬≠zei¬≠ten ein¬≠ge¬≠hal¬≠ten habe und sich zuletzt bei sei¬≠nem Cou¬≠sin √ľber Musik beschwert habe, da es eine S√ľn¬≠de sei, die¬≠se zu h√∂ren. Hier war Al‚ÄĎH. schon auf Linie des IS, was J. aller¬≠dings nicht beson¬≠ders auf¬≠ge¬≠fal¬≠len sein soll. Die Aus¬≠sa¬≠ge ist stark von J.s Ver¬≠su¬≠chen gepr√§gt, durch Aus¬≠las¬≠sun¬≠gen sowie Erin¬≠ne¬≠rungs¬≠l√ľ¬≠cken und teil¬≠wei¬≠se wider¬≠spr√ľch¬≠li¬≠che Aus¬≠sa¬≠gen den Beschul¬≠dig¬≠ten zu entlasten.

Betreut von einem Projekt zur Gewaltprävention

Als zwei¬≠te Zeu¬≠gin sagt Julia N., Mit¬≠ar¬≠bei¬≠te¬≠rin von VPN, aus. Sie wird noch ein¬≠mal grund¬≠le¬≠gend zum Ansatz der Orga¬≠ni¬≠sa¬≠ti¬≠on befragt. N. war von Mai 2019 an mit der Bera¬≠tung von Al‚ÄĎH. betraut, aller¬≠dings auch mit den durch die Abson¬≠de¬≠rung des Ange¬≠klag¬≠ten beding¬≠ten Unter¬≠bre¬≠chun¬≠gen. Die gr√∂¬≠√üe¬≠re Pau¬≠se von acht Mona¬≠ten habe neben sei¬≠ner the¬≠ra¬≠peu¬≠ti¬≠schen Betreu¬≠ung auch den Kon¬≠takt zwi¬≠schen Al‚ÄĎH. und VPN erschwert, f√ľhr¬≠te sie aus. Erst nach¬≠dem sie sich f√∂rm¬≠lich auf¬≠ge¬≠dr√§ngt h√§t¬≠ten, sei ein erneu¬≠ter Kon¬≠takt ab Juni 2020 zustan¬≠de gekommen.

Vor Gericht steht dann mehr¬≠fach die Fra¬≠ge im Raum, ob der Beschul¬≠dig¬≠te sich m√∂g¬≠li¬≠cher¬≠wei¬≠se nur am Bera¬≠tungs¬≠an¬≠ge¬≠bot betei¬≠ligt hat¬≠te, weil die Wahr¬≠neh¬≠mung von Ange¬≠bo¬≠ten von VPN mit m√∂g¬≠li¬≠cher Haft¬≠mil¬≠de¬≠rung oder ‚ÄĎver¬≠k√ľr¬≠zung einen ent¬≠schei¬≠den¬≠den Vor¬≠teil bie¬≠ten k√∂n¬≠ne. Das ver¬≠nei¬≠nen die Mitarbeiter:innen aller¬≠dings. Sie spre¬≠chen alle¬≠samt davon, dass sich Al‚ÄĎH. bereit¬≠wil¬≠lig mit ihnen getrof¬≠fen habe, da er reden wollte.

Den¬≠noch zei¬≠gen sich erheb¬≠li¬≠che Dis¬≠kre¬≠pan¬≠zen zwi¬≠schen dem, was der Beschul¬≠dig¬≠te dem VPN mit¬≠teil¬≠te, und dem, was er der Gef√§ng¬≠nis¬≠psy¬≠cho¬≠lo¬≠gin berich¬≠te¬≠te. So kam gegen¬≠√ľber der Radi¬≠ka¬≠li¬≠sie¬≠rungs¬≠pr√§¬≠ven¬≠ti¬≠on nie zur Spra¬≠che, dass er Ungl√§u¬≠bi¬≠gen den Kopf abschnei¬≠den wol¬≠le, wie er es der Psy¬≠cho¬≠lo¬≠gin gegen¬≠√ľber ge√§u¬≠√üert hat¬≠te. Das mag jedoch auch im Ansatz von VPN begr√ľn¬≠det lie¬≠gen, der im Kern eine bewusst-nai¬≠ve Hal¬≠tung der Mitarbeiter:innen vor¬≠sieht. Sie sol¬≠len sich m√∂g¬≠lichst von Vor¬≠wis¬≠sen und Vor¬≠an¬≠nah¬≠men frei machen, um offen an die Klient:innen her¬≠an zu tre¬≠ten: Da es vor allem um Ver¬≠trau¬≠ens¬≠ar¬≠beit und Bezie¬≠hungs¬≠auf¬≠bau geht, wird kli¬≠en¬≠ten¬≠zen¬≠triert gear¬≠bei¬≠tet. Das bedeu¬≠tet auch, dass die zu Bera¬≠ten¬≠den selbst ent¬≠schei¬≠den, wor¬≠√ľber sie reden wol¬≠len. Durch Wider¬≠st√§n¬≠de gehen die Berater:innen nicht hin¬≠durch, auch wenn sie punk¬≠tu¬≠ell Gegen¬≠re¬≠de betrei¬≠ben. Auch als Al‚ÄĎH. sie noch am 19. Okto¬≠ber ‚Äď also mehr als zwei Wochen nach der Tat und einen Tag vor sei¬≠ner Fest¬≠nah¬≠me ‚Äď als ungl√§u¬≠bi¬≠ge Hun¬≠de beschimpf¬≠te, die er has¬≠se, deu¬≠te¬≠ten die Mitarbeiter:innen von VPN dies als ‚ÄěGren¬≠zen austesten‚Äú.

Der Teufel auf der Schulter

Ent¬≠schei¬≠dend ist, dass Julia N. Islam¬≠wis¬≠sen¬≠schaft¬≠le¬≠rin ist und inso¬≠fern in dem zu behan¬≠deln¬≠den Feld eine Exper¬≠ti¬≠se auf¬≠weist, die sie auch schnell zu einer Ein¬≠sch√§t¬≠zung des Beschul¬≠dig¬≠ten gef√ľhrt hat¬≠te. Sie wuss¬≠te durch die √úber¬≠ga¬≠be der Akten, dass es sich um einen isla¬≠mis¬≠ti¬≠schen Gef√§hr¬≠der han¬≠del¬≠te und konn¬≠te recht bald fest¬≠stel¬≠len, dass Al‚ÄĎH. einer sehr kon¬≠ser¬≠va¬≠ti¬≠ven und streng reli¬≠gi√∂¬≠sen sala¬≠fis¬≠ti¬≠schen Aus¬≠le¬≠gung des Islam folg¬≠te. Ihr gegen¬≠√ľber habe er eine aus¬≠ge¬≠spro¬≠che¬≠ne Zukunfts¬≠angst ge√§u¬≠√üert, die Angst in die H√∂l¬≠le zu kom¬≠men und sich nicht gut genug an die Regeln des von ihm so aus¬≠ge¬≠leg¬≠ten Islam zu hal¬≠ten. Dabei h√§t¬≠ten S√ľn¬≠den eine ent¬≠schei¬≠den¬≠de Rol¬≠le gespielt. Die¬≠se habe er ihr gegen¬≠√ľber so beschrie¬≠ben, dass ein Teu¬≠fel auf sei¬≠ner Schul¬≠ter sit¬≠ze, der ihm s√ľnd¬≠haf¬≠tes Leben befeh¬≠le. Auch ihr gegen¬≠√ľber habe er ge√§u¬≠√üert, dass er Angst habe, nicht stark genug zu sein. Hier¬≠bei habe er unter ande¬≠rem Alko¬≠hol- und Dro¬≠gen¬≠kon¬≠sum the¬≠ma¬≠ti¬≠siert, erz√§hlt, dass er fr√ľ¬≠her sei¬≠ne klei¬≠ne Schwes¬≠ter geschla¬≠gen habe und den Umstand, dass er Frau¬≠en nicht anschau¬≠en d√ľr¬≠fe, genannt. Es sei auch The¬≠ma gewe¬≠sen, ob es ein Pro¬≠blem ist, dass sie als Frau die Bera¬≠tungs¬≠ar¬≠beit mach¬≠te. Dies habe Al‚ÄĎH. ihr gegen¬≠√ľber verneint.

Deut¬≠lich wird aus ihren Aus¬≠sa¬≠gen, dass Al‚ÄĎH. ein gefes¬≠tig¬≠ter Isla¬≠mist ist, der teil¬≠wei¬≠se emo¬≠tio¬≠nal distan¬≠ziert ist. Selbst beim The¬≠ma Homo¬≠se¬≠xua¬≠li¬≠t√§t, die er als gr√∂√ü¬≠te S√ľn¬≠de neben der ‚Äěrecht¬≠lo¬≠sen T√∂tung‚Äú betrach¬≠tet, schien er wenig affi¬≠ziert. Mit¬≠h√§ft¬≠lin¬≠ge berich¬≠te¬≠ten dies durch¬≠aus anders. Die Refe¬≠renz zum IS mit Blick auf die Fra¬≠ge danach, wann T√∂ten denn nicht Unrecht sei, h√§t¬≠ten die VPN-Mitarbeiter:innen zur Kennt¬≠nis genom¬≠men, aber nicht als Bekennt¬≠nis zum IS auf¬≠ge¬≠fasst, son¬≠dern viel¬≠mehr als Bei¬≠spiel, dass er ange¬≠f√ľhrt habe, um sei¬≠nen Zwei¬≠fel in der Fra¬≠ge zu √§u√üern. In die Rich¬≠tung h√§t¬≠ten sie auch nicht wei¬≠ter nach¬≠ge¬≠fragt. Aus Sicht des VPN habe sich Al‚ÄĎH. gegen die Anwen¬≠dung von Gewalt ge√§u¬≠√üert. Dies habe Julia N. dar¬≠an fest¬≠ge¬≠macht, dass er gesagt habe, es sei S√ľn¬≠de, jeman¬≠den zu schla¬≠gen, ins¬≠be¬≠son¬≠de¬≠re Frauen.

Der drit­te Zeu­ge, Oli­ver R., eben­falls Mit­ar­bei­ter beim VPN, bestä­tigt die­se Wahr­neh­mung im Wesentlichen.

Der letz¬≠te Zeu¬≠ge des vier¬≠ten Ver¬≠hand¬≠lungs¬≠tag ist der Dol¬≠met¬≠scher, der sowohl f√ľr die Gef√§ng¬≠nis¬≠psy¬≠cho¬≠lo¬≠gin als auch f√ľr das VPN t√§tig war. Sei¬≠ne Aus¬≠sa¬≠gen erge¬≠ben wenig Neu¬≠es. Er ist dar¬≠um bem√ľht zu ver¬≠deut¬≠li¬≠chen, dass der Beschul¬≠dig¬≠te wenig √ľber den Islam wis¬≠se und des¬≠sen Inter¬≠pre¬≠ta¬≠ti¬≠on der Reli¬≠gi¬≠on nicht mit sei¬≠ner eige¬≠nen √ľbereinstimme.

Abschlie­ßend wer­den die poli­zei­li­chen Ver­neh­mungs­pro­to­kol­le der drei Mit­häft­lin­ge Rafad A.-H., Omar A. sowie Moham­mad A.-H. ver­le­sen. Die Ver­neh­mungs­pro­to­kol­le bestä­ti­gen sowohl die isla­mis­ti­sche Über­zeu­gung als auch die hom­ofeind­li­che Ein­stel­lung und das miso­gy­ne Welt­bild des Angeklagten.

Der vier­te Pro­zess­tag endet wie die vor­he­ri­gen nach einem lan­gen Ver­hand­lungs­tag um kurz vor sechs mit orga­ni­sa­to­ri­schen Fragen.




Quelle: Antifra.blog.rosalux.de