November 25, 2022
Von FAU Flensburg
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Während seiner Schicht ist ein Arbeiter bei Amazon Leipzig zusammengebrochen und verstorben. Amazon lies den Betrieb einfach weiterlaufen. Ob die Arbeitsbedingungen im Zusammenhang mit dem Todesfall standen, bleibt offen.

Während seiner Schicht im Amazon-Logistikzentrum Leipzig ist ein Arbeiter verstorben. Der Betrieb ist normal weitergelaufen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 15. August, ist aber erst jetzt nach einer Recherche von Correctiv.lokal und der Leipziger Volkszeitung öffentlich geworden.

Im Gespräch mit Correctiv.lokal haben Kolleg:innen des Verstorbenen angegeben, dass während des mehrstündigen Einsatzes von Rettungskräften keine Unterbrechung des Betriebes gab. Als einzige Reaktion auf den Tod des Kollegen wurden von Amazon Pappen als Sichtschutz rund um die Leiche aufgestellt.

Offiziell wird eine “natürliche Todesursache” als Grund für den Tod des Kollegen angegeben. Schaut man sich die Arbeitsbedingungen bei Amazon an, deren Zustand die Nicht-Reaktion auf das Versterben des Kollegen auf grausamste Art und Weise exemplarisch darstellt, so müssen Stress und Überlastung mindestens als Faktor für das Versterben in Betracht gezogen werden. Der Tod des Kollegen ist auch kein Einzelfall. So wurden 2021 Kolleg:innen in den USA von Amazon der Schichtbetrieb in Madison County trotz Tornadowarnung weitergeführt. Der in Folge wütende Tornado zerstörte das Amazon-Warenhaus und tötete sechs der dort Arbeitenden.

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Quelle: Fau-fl.org