November 24, 2021
Von InfoRiot
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Die Polizei hat am 23. November die Ermittlungen im Fall eines verstorbenen Mannes aus dem Irak eingeleitet. Der 25-JĂ€hrige wurde in einem WaldstĂŒck zwischen Coschen und Breslack gefunden.

Notruf von Gruppe von FlĂŒchtlingen

Die Polizei erhielt gegen 10:20 Uhr einen Notruf eines Mannes auf Englisch und Arabisch, dass dessen Freund dringend Hilfe benötige.

Als die Polizisten am Ort des UnglĂŒcks eintrafen, konnten sie nur noch den Tod des Mannes feststellen. Außerdem fanden sie eine Gruppe von sieben Personen vor, welche aus sechs MĂ€nnern und einer Frau bestand.

Der tote Mann war illegal eingereist und konnte anhand seines Passes Identifiziert werden.

Als nĂ€chstes steht die Obduktion der Leiche an, um Erkenntnisse ĂŒber die Todesursache zu erlangen.

Ermittlungen wegen illegaler Einreise

Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der illegalen Einreise. Nach Angaben eines Sprechers wollte die Gruppe Asyl in Deutschland beantragen. Alle seien irakische StaatsbĂŒrger, die unerlaubt ĂŒber Belarus eingereist seien. Die Gruppe gab an, mit einem Auto nach Deutschland gekommen und von einem Schleuser ĂŒber die Grenze gebracht geworden zu sein. Die fĂŒnf MĂ€nner und die Frau wurden nach Frankfurt (Oder) gebracht, wo sie dem Bundesamt fĂŒr Migration und FlĂŒchtlinge ĂŒbergeben werden sollten.

Frankfurt (Oder)

Bezug zur Krise an der Grenze zu Belarus

Über Belarus und Polen kommen weiterhin viele Migranten unerlaubt nach Deutschland. Seit Monatsbeginn wurden in Brandenburg bis einschließlich 22. November 1314 unerlaubte Einreisen entlang der deutsch-polnischen Grenze registriert, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit. Seit Beginn des Jahres waren es 5609 unerlaubt Eingereiste mit Belarus-Bezug. Eine Entspannung der Lage zeichnet sich laut Bundespolizei derzeit nicht ab. Nach Angaben des Sprechers habe sich das Geschehen von Frankfurt (Oder) Richtung Guben verlagert.

Bad Freienwalde

Seit dem Sommer kommen ĂŒber Belarus vor allem Iraker, aber auch Syrer, Afghanen und andere Migranten. An der polnischen Grenze zu Belarus sind Tausende Menschen gestrandet und hoffen auf Einreise in die EuropĂ€ische Union. Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, die Menschen gezielt Richtung Polen, Litauen und Lettland zu schleusen.

Lukaschenko hatte im FrĂŒhjahr als Reaktion auf westliche Sanktionen erklĂ€rt, er werde Migranten auf dem Weg in die EU nicht mehr aufhalten. Die Zahl irregulĂ€rer GrenzĂŒbertritte an den EU-Außengrenzen zu Belarus sowie an der deutsch-polnischen Grenze nimmt seitdem zu.




Quelle: Inforiot.de