Dezember 3, 2021
Von FAU Leipzig
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Du musst bloß eine Probezeit arbeiten, wenn diese auch im Arbeitsvertrag festgelegt ist. Sie darf nach § 622 Abs. 3 BGB höchstens 6 Monate gehen, bei einer Berufsausbildung sogar nur 1-4 Monate.

In einem ArbeitsverhĂ€ltnis gilt der KĂŒndigungsschutz generell erst ab 6 Monaten. Davor kann das ArbeitsverhĂ€ltnis ohne einen KĂŒndigungsgrund beendet werden. Nur diskriminiert werden (wegen Geschlecht, EthnizitĂ€t etc.) darf nicht (Artikel 3 Grundgesetz). MĂŒtter haben wĂ€hrend der Probezeit besonderen KĂŒndigungsschutz. Wenn es nicht anders im Arbeitsvertrag oder in einem Tarifvertrag geregelt ist, betrĂ€gt die KĂŒndigungsfrist wĂ€hrend der Probezeit 2 Wochen. Eine fristlose/außerordentliche KĂŒndigung wegen z.B. Diebstahls am Arbeitsplatz kann natĂŒrlich trotzdem stattfinden. Auch wĂ€hrend der Probezeit ist eine BetriebsrĂ€tin im Fall einer KĂŒndigung durch die:den Arbeitgeber:in anzuhören.

Du hast fĂŒr jeden vergangenen Monat deiner Probezeit einen Anspruch auf 1/12 deines Urlaubs. Weder durch Krankheit noch durch Urlaub wird die Probezeit verlĂ€ngert. Allerdings hast du in den ersten 4 Wochen der Probezeit/deines ArbeitsverhĂ€ltnisses keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber, sondern bloß auf Krankengeld von der Krankenkasse.

Die Probezeit darf nur einmal stattfinden, außer die neue Probezeit ist fĂŒr eine komplett unterschiedliche TĂ€tigkeit. Also wenn du wĂ€hrend der ersten Probezeit nur an der Kasse arbeitest, und in der zweiten nur im Lager.

Quellen:

https://www.ahs-kanzlei.de/de/2016-03-rechte-arbeitnehmer-probezeit
https://www.jurapartner.de/kennen-sie-ihre-rechte-in-der-probezeit/





Quelle: Leipzig.fau.org