April 12, 2021
Von Anarchist Black Cross Wien
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TĂŒrkei. ErklĂ€rung zur GrĂŒndung der RevolutionĂ€ren Anarchistischen Föderation von AnarƟist Gençlik (Anarchistische Jugend), Karala, Devrimci AnarƟist Faaliyet DAF(RevolutionĂ€re Anarchistische Aktion), Lise AnarƟist Faaliyet LAF (Anarchistische Aktion der Oberstufe) und Meydan Zeitung.

UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Anarsist Federasyon. Übersetzt von Riot Turtle.

Wir rufen zur Föderation auf!

Der Anarchismus ist ein zweihundertjĂ€hriger Kampf fĂŒr Gerechtigkeit und Freiheit. Der Anarchismus wendet sich gegen die auf Macht basierenden VerhĂ€ltnisse im Individuum und in der Gesellschaft, gegen den Staat als Feind der Bevölkerungen, gegen den Kapitalismus, der die Bevölkerungen ausbeutet. Seine RealitĂ€t basiert auf einer hunderttausendjĂ€hrigen Welt ohne Staaten gegen die fĂŒnftausendjĂ€hrige Welt mit Staaten, die voller Löcher mit Unruhen ist. Der Anarchismus wird die Macht stĂŒrzen und mit der Kraft dieser RealitĂ€t ein Leben ohne Macht fĂŒr Gerechtigkeit und Freiheit schaffen.

Wir sind diejenigen, die seit 12 Jahren den revolutionĂ€ren anarchistischen Kampf fĂŒhren. Wir sind diejenigen, die sagen „Anarchismus heißt organisieren“. Wir haben das, was wir gesagt haben, in die Tat umgesetzt. Wir erleben Schritt fĂŒr Schritt eine anarchistische Organisation. Statt Egoismus und Konkurrenzdenken, die jedem Einzelnen in der Gesellschaft auferlegt werden, entwickeln wir SolidaritĂ€t und Miteinanderteilen. Anstelle von Gehorsam organisieren wir Rebellion. Wir retten die Hoffnung vor der Angst, wir gehen mit Mut auf die Angst zu.

Wir befinden uns in einem Kampf gegen den Staat. Staat bedeutet Ungerechtigkeit. Wir werden diese Ungerechtigkeit zerstören. Wir sind Armenier:innen, Kurd:innen, Laz
 Wir sind die Mehrheit, nicht die Minderheit; wir sind die massakrierten Bevölkerungen, die mit dem Staat konfrontiert sind. Wir sind Arbeiter:innen, im Kampf gegen die Bosse. Und der Kampf eines jeden Arbeiter:innes ist unser Kampf. Wir sind im Kampf gegen die mĂ€nnliche Vorherrschaft. Wir sind Frauen, gegen die MĂ€nnlichkeit. Wir sind die Farben des Regenbogens gegen das Grau der MĂ€nnerherrschaft. Wir sind die Harmonie des Baumes mit dem Bach, des Löwen mit der Gazelle. Wir sind der Kampf gegen den Kapitalismus, der das ökologische Leben hervorbringt. Wir sind die jungen Menschen, die sich gegen alle Gefangenschaft fĂŒr ihre Freiheit wehren. Wir sind diejenigen, die mit der Kraft der Jugend kĂ€mpfen. Wir RevolutionĂ€re Anarchist:innen sind diejenigen, die Straße fĂŒr Straße, Viertel fĂŒr Viertel solidarisch sind, wir sind die Organisatoren des Anarchismus von SiebenjĂ€hrigen bis SiebzigjĂ€hrigen. Wir haben den Kampf organisiert, indem wir sie von Subjekt zu Subjekt getrennt haben, ohne die Ungerechtigkeiten in den Vordergrund zu stellen. Und unser Kampf geht weiter. Tag fĂŒr Tag wird der Anarchismus in unserer Geographie organisiert. Die Beziehungen in verschiedenen Regionen erweitern sich und werden stĂ€rker. Jetzt sind wir mit einer RealitĂ€t konfrontiert, die uns diese 12 Jahre gebracht haben.

Die Beziehungen zwischen den Organisationen in Ankara und Istanbul haben nach dem Prinzip der SolidaritĂ€t untereinander funktioniert und können den BedĂŒrfnissen des wachsenden Kampfes nicht gerecht werden. Wir werden morgen Ă€hnliche Situationen in neuen Regionen erleben. Eine weitere vergleichbare Situation ist die Notwendigkeit, die VerknĂŒpfungen der unabhĂ€ngigen anarchistischen KĂ€mpfe zu stĂ€rken. Wir brauchen föderative Beziehungen, um all diese Anforderungen zu erfĂŒllen und den Kampf noch weiter auszuweiten. Der organisierte Anarchismus ist unsere Tradition und er zeigt uns das mit Hunderten von Föderationen, die er in seiner zweihundertjĂ€hrigen Geschichte an verschiedenen Orten der Welt geschaffen hat. Ja, die RealitĂ€t, mit der wir heute konfrontiert sind, ist die Föderation.

Wir als AnarƟist Gençlik (Anarchistische Jugend), Karala, Devrimci AnarƟist Faaliyet DAF (RevolutionĂ€re Anarchistische Aktion), Lise AnarƟist Faaliyet LAF (Anarchistische Aktion der Oberstufe) und die Meydan Zeitung sagen, dass wir diesen Kampf von heute an mit der RevolutionĂ€ren Anarchistischen Föderation fortsetzen werden, um eine freie Welt voll von Miteinanderteilen und SolidaritĂ€t zu schaffen. Wir rufen alle zu diesem Kampf auf; zum Kampf fĂŒr Gerechtigkeit und Freiheit, um die von unseren Genoss:innen geliehene Tradition in die Zukunft zu tragen; Wir rufen zum Kampf auf, die Samen des Anarchismus in unseren HĂ€nden nach Mesopotamien, Anatolien und Thrakien zu kultivieren. Wir rufen zur Föderation auf.


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Quelle: Abc-wien.net