Januar 13, 2022
Von FAU Bronheim
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In den letzten Tagen ist ein Callout von Gemeinsam gegen TĂ€ter und TĂ€terschutz gegen Marc Brech aus Bonn erfolgt. Wir dokumentieren die Warnung vor Marc Brech und stellen uns solidarisch auf die Seite der Opfer seiner Gewalt.
Marc ist seit Jahren als Veranstalter Teil der Bonner Nacht- und Partzyszene. Diese Position nutzte er mehrfach aus, um sexelle Gewalt zu verĂŒben.


+++ TRIGGERWARNUNG: Sexualisierte Gewalt +++

Callout – Marc Brech
Sexueller GewalttÀter seit Jahren


Unsere Anklage

Marc Brech (Spitzname: „VeganerMark“, „KackeMark“) ist eine sexuell gewalttĂ€tige Person, die in mehreren FĂ€llen gegenĂŒber verschiedenen Personen tĂ€tig geworden ist. Die FĂ€lle reichen von BelĂ€stigung, ĂŒber Nötigung bis hin zur Vergewaltigung in mehreren FĂ€llen. Uns sind die ersten FĂ€lle aus dem Zeitraum 2002-2004 bekannt, zu dieser Zeit absolvierte er seine HEP-Ausbildung auf dem Robert-Wetzlar-Berufskolleg in Bonn. Der traurige Anlass fĂŒr dieses Callout ist der Suizid einer der Betroffenen vor ein paar Jahren. Wir können ihren Tod nicht unbeantwortet lassen.

Seine TĂ€terstrategie
Marc Brech bedient sich einer Strategie der Vertuschung und Umkehrung. Auf Nachfrage gibt er vor, in den FĂ€llen einvernehmliche BDSM-Praktiken vollzogen zu haben. Er selber versucht offenbar seine sexuelle GewalttĂ€tigkeit unter dem Vorwand von BDSM ausleben zu können. In Bezug auf alle FĂ€lle weißt er seine Schuld gĂ€nzlich von sich.
Personen, die sich, wie Marc Brech, weigern ihre Schuld einzusehen und dementsprechend keine medizinisch-therapeutischen Maßnahmen ergreifen, sehen wir als vorsĂ€tzliche ÜberzeugungstĂ€ter.

Aufenhaltsorte und Berufsleben

Marc Brech ist ausgebildeter Heilerziehungs-Pfleger und war als solcher in den psychiatrischen LVR-Kliniken in Bonn tĂ€tig. Inzwischen gibt sich Marc Brech im Internet als Projektentwickler und ist seit 2020 Ladenbesitzer des Gebrauchtkleider-Ladens „DiesdasAnanas“ in der Franzstraße 37. Das Ladenlokal dient seit kurzem auch als BĂŒro seiner Event-Agentur „Underground Events“ mit der er seit 2013 Parties und Konzerte veranstaltet. Unter dem Namen „BonnGoaBackstage“ veranstaltete er vor Corona wöchentlich Goa- und Technoparties in der „N8-Lounge“ und „Klangstation“ (Bonn), in der „Die Werkstatt“ (Köln) und im „Rasthaus B9“ (Bad Breisig). Soweit wir wissen kĂŒndigte die „Klangstation“ ihm bereits die Zusammenarbeit, nachdem es dort auf einer seiner Parties zu einem Übergriff durch ihn gekommen ist. Marc Brech benutzt seine Stellung als Veranstalter bewusst aus, um vor allem jungen, unsicheren oder berauschten weiblichen Personen nĂ€her zu kommen. Gerne bietet er ihnen hierzu Drogen an. 2017 war er Teil des Orga-Teams des stĂ€dtischen Festivals „Rockaue“ in der Bonner Rheinaue, entsprechende Stellen haben wir diesbezĂŒglich bereits benachrichtigt.

Sexuelle GewalttĂ€ter, wie Marc Brech, sind eine wandelnde Gefahr fĂŒr potenziell Betroffene. Wenn wir zukĂŒnftige Übergriffe verhindern wollen, dann mĂŒssen wir aktiv werden und das Schweigen brechen. Deshalb haben wir die Gruppe „Gemeinsam gegen TĂ€ter und TĂ€terschutz“ ins Leben gerufen. Nach dem wir alle verfĂŒgbaren Informationen und Berichte zu den FĂ€llen zusammengetragen, vor allem mit den Betroffenen gesprochen haben, gehen wir nun in die Offensive mit diesem Callout. Wir nehmen weitere Informationen gerne jederzeit entgegen.
Wir werden es nicht lÀnger hinnehmen, dass ein Vergewaltiger, wie Marc Brech, ungehindert weiter agiert ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Betroffene möchten wir herzlichst ermutigen mit uns oder feministischen Strukturen ihrer Stadt Kontakt aufzunehmen. Ihr seid nicht allein!





Quelle: Bonn.fau.org