Mai 4, 2022
Von InfoRiot
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Luckenwalde: Ukraine-FlĂŒchtlinge knĂŒpfen Kontakte

Luckenwalde.So voll war es in der Bibliothek am Luckenwalder Bahnhof lange nicht mehr: Weit ĂŒber hundert Deutsche und Ukrainer tummelten sich am Montagnachmittag in der Halle, wo sonst in BĂŒchern geschmökert werden kann. Dieses Mal ging es aber darum, mit anderen Menschen zu reden und sich auszutauschen. FĂŒr die GeflĂŒchteten aus der Ukraine hat die Stadt Luckenwalde zum ersten Mal ein BegegnungscafĂ© organisiert.

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Die Idee dazu war entstanden, nachdem sowohl FlĂŒchtlinge als auch Helfende aus Luckenwalder immer wieder vergeblich nach passenden Ansprechpartnern fĂŒr ihre Probleme gesucht hatten, berichtet Amtsleiterin Christiane Kaiser. Einige Deutsche, die helfen wollten, seien inzwischen selbst mit dem Aufwand ĂŒberfordert.

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Luckenwaldes BĂŒrgermeisterin lobt Mut der Ukrainer

“Wir alle haben großen Respekt vor Ihnen”, begrĂŒĂŸte BĂŒrgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) die GeflĂŒchteten. “Denn die Entscheidung, auf unbestimmte Zeit die Heimat und vertraute Menschen zu verlassen, erfordert Mut. Es ist eine Fahrt ins Ungewisse. Einige von Ihnen sind zu Freunden und Bekannten gekommen, die Ihnen helfen, sich nun in einer fremden Stadt einzurichten. Andere sind ganz auf sich allein gestellt.” Mit dem BegegnungscafĂ© wollte die Stadt fĂŒr einen Austausch unter den GeflĂŒchteten sorgen und hat oft gefragte Ansprechpartner gleich hinzugeladen.

Luckenwaldes BĂŒrgermeisterin begrĂŒĂŸte die GeflĂŒchteten persönlich.

Luckenwaldes BĂŒrgermeisterin begrĂŒĂŸte die GeflĂŒchteten persönlich.

An verschiedenen Stationen konnten sich die Menschen aus der Ukraine ĂŒber ihre neue, zumindest befristete Heimat Luckenwalde informieren. Die Stadt beispielsweise gibt weiterhin kostenlose Handy-SIM-Karten aus und war mit ihrer FlĂŒchtlings- und Integrationskoordinatorin vor Ort. Bei der Volkshochschule gab es Informationen zu Deutschkursen, bei der Wohnungsgesellschaft “Die Luckenwalder” Infos zu UnterkĂŒnften. Der Landkreis war mit Kolleginnen und Kollegen vom Sozialamt und der AuslĂ€nderbehörde vertreten.

Jobs fĂŒr GeflĂŒchtete in Luckenwalde und Umgebung

Einige regionale Unternehmen boten Jobs an, darunter das Hotel mit GaststĂ€tte “Zum Eichenkranz” in Kolzenburg und die JĂŒterboger Konservenfirma JĂŒtro. Auch fĂŒr Studenten aus der Ukraine hatte die Stadt Jobangebote von der HochschulprĂ€senzstelle im Gewerbehof dabei. Mehrere Dolmetscher halfen bei der VerstĂ€ndigung. Die Kinder wurden mit einer Bastelstraße unterhalten.

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Das Treffen gab den GeflĂŒchteten auch die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und RatschlĂ€ge auszutauschen.

Das Treffen gab den GeflĂŒchteten auch die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und RatschlĂ€ge auszutauschen.

Die Luckenwalderin Regina Tschech nutzte das BegegnungscafĂ©, um Kontakte fĂŒr ihre ukrainischen SchĂŒtzlinge zu knĂŒpfen. „Die beiden Frauen und ihre Kinder habe ich zufĂ€llig kennengelernt und ihnen meine Hilfe angeboten“, sagte sie. „Denn wir könnten alle in so einer Lage stecken.“ Sie bewundert, wie gut sich die Frauen in Deutschland zurechtfinden und mit wie viel StĂ€rke sie die schreckliche Situation ertragen. „Sie saugen alle Informationen auf, die sie bekommen können“, sagt Tschech. „Das BegegnungscafĂ© war eine tolle Idee.“

Luckenwalde gibt Spenden fĂŒr Wohnungen weiter

Der große Andrang gibt ihr ĂŒber die Maßen Recht. Schon vor dem offiziellen Beginn war die Halle mehr als gut gefĂŒllt. Im Rathaus denkt man bereits ĂŒber eine Wiederholung nach. ZunĂ€chst wollen Amtsleiterin Christiane Kaiser und ihre Kollegen aber Sachspenden unter die GeflĂŒchteten bringen.

Die Stadt hatte dazu aufgerufen, bei der Einrichtung der Wohnungen zu helfen

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„In der letzten Woche wurden unzĂ€hlige Haushaltswaren als Sachspende fĂŒr die Ukrainer, die sich in Luckenwalde aufhalten, im Gewerbehof abgegeben“, berichtete Kaiser. „Auch FahrrĂ€der, Schulsachen und Kleinstmöbel gehören dazu.“ Die GeflĂŒchteten können die gesammelten Spenden am Mittwoch von 9 bis 15 Uhr abholen. „Wir öffnen noch einmal alle TĂŒren, damit sich die Menschen das holen können, was sie brauchen“, sagte Kaiser.

Von Victoria Barnack




Quelle: Inforiot.de