Oktober 23, 2021
Von Revista BUNA
250 ansichten


Zwei Jahre seit der Ermordung von Alexandra Măceșanu und Luiza Melencu. Polizei, Mafia, Patriarchat und Staat sind mitverantwortlich fĂŒr ihren Tod

Von A. Schwarz

Ein Hinweis zuvor: Der folgende Beitrag ist alles andere als eine einfache LektĂŒre. Er wĂŒhlt auf und macht wĂŒtend. Er behandelt die nachgewiesene Ermordung von mindestens zwei jungen Frauen durch Gheorghe Dincă und die Mitverantwortung der Polizei dabei. Einmal mehr wird die unertrĂ€gliche patriarchale gesellschaftliche RealitĂ€t in RumĂ€nien deutlich. Und einmal mehr rĂŒckt der Menschenhandel in den Fokus.

Am 24. Juli 2019 wurde die 15-jĂ€hrige Alexandra Măceșanu entfĂŒhrt, geschlagen und vergewaltigt. Einen Tag spĂ€ter wurde sie zerstĂŒckelt und verbrannt. Die aus der kleinen Gemeinde Dobrosloveni im Bezirk Olt stammende SchĂŒlerin war auf dem Weg zu ihrem Freund in die Stadt Caracal. Da es auch in dieser Region keinen funktionierenden Personennahverkehr auf dem Land gibt, war sie fĂŒr den Weg in die Stadt auf das Fortbewegen per Anhalter angewiesen. Sie wurde von ihrem Peiniger und Mörder, dem 65-jĂ€hrigen Gheorghe Dincă mitgenommen, der sie zu seinem kleinen Anwesen verschleppte. Wie sich spĂ€ter herausstellte, hatte Dincă bereits im April die 18-jĂ€hrige Luiza Melencu entfĂŒhrt, geschlagen, vergewaltigt und ermordet.

Alexandra Măceșanu ruft die Polizei um Hilfe – und wird verhöhnt

Nach den ersten Torturen sperrte Dincă Alexandra Măceșanu in ein Zimmer in seinem Haus. Dort fand sie am 25. Juli ein Prepaid-Handy Dincăs und rief den rumĂ€nischen Polizei-Notruf 112. Sie schilderte, was ihr geschehen war und beschrieb in großer Geistesgegenwart den ungefĂ€hren Ort, an dem sie festgehalten wurde, den Weg, den sie im Auto zurĂŒcklegte und ihren Peiniger. Doch am Telefon wurde sie von den Beamten verhöhnt, von oben herab behandelt und nur widerwillig hörten sie ihr zu. Einmal wurde sie sogar in die Warteschleife gelegt und zu einem anderen Beamten durchgestellt, der dann dieselben Fragen stellte, wie der Beamte vor ihm. Immer wieder brach die Verbindung ab. Doch Alexandra Măceșanu gelang es fĂŒnfmal zwischen 11:05 Uhr und 11:13 Uhr mit Beamten zu sprechen. Dass wir heute wissen, was sie sagte und was die Polizei entgegnete, liegt an einem Menschen, der die Sprach-Aufzeichnungen an den Onkel Alexandras und die Boulevard-Zeitung Libertatea weiterleitete. Bei ihrem Onkel handelt es sich um den ehemaligen Talkshow-Moderator Alexandru Cumpănașu. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte er eine Abschrift der Telefonate, um damit „die Verrottetheit eines mörderischen Systems und den Mut dieses außergewöhnlichen MĂ€dchens zu belegen“. Die Audio-Mitschnitte finden sich auf Youtube und es braucht starke Nerven sie anzuhören. Sie enden mit den Schreien Alexandra Măceșanus „Er kommt! Er kommt!“

Eltern stellen Vermisstenanzeige und bekommen Telefonanrufe

Noch am Abend des 24. Juli begeben sich die Eltern von Alexandra Măceșanu nach Caracal zum Polizeirevier. Sie möchten dort eine Vermisstenanzeige stellen. Das VerhĂ€ltnis zu ihrer Tochter ist gut und da sie nicht, wie ĂŒblich, telefonisch Bescheid gegeben hat, dass sie bei ihrem Freund angekommen ist, sind die Eltern in großer Sorge. Nur widerwillig nehmen die diensthabenden Beamten schließlich die Vermisstenanzeige auf. Wie die Mutter spĂ€ter gegenĂŒber den bĂŒrgerlichen Medien berichtet, erhielt sie am 25. Juli mehrere Telefonanrufe von MĂ€nnern. Unter den anonymen Anrufern soll sich auch der EntfĂŒhrer Gheorghe Dincă befunden haben. Er teilte der Mutter mit, dass er wisse, dass ihre Tochter zur Arbeit nach England gereist sei, um dort Geld zu verdienen. Ein anderer mĂ€nnlicher Anrufer berichtete ihr davon, dass Alexandra nach Belgien gereist sei, um dort einen Liebhaber zu treffen und zu heiraten. In beiden FĂ€llen ist von gezielten Falschinformationen auszugehen. Und es stellt sich die Frage, woher die Anrufer von der Vermisstenanzeige wussten, wenn nicht direkt von der Polizei.

Die Polizei ermittelt halbherzig und fragt bei einem Verbrecher-Clan nach

Schließlich setzte sich die Polizei in Bewegung und fand anhand der Beschreibung von Alexandra Măceșanu gegen 2 Uhr morgens das Haus von Gheorghe Dincă in Caracal. Anstatt nun sofort aktiv zu werden und im Haus nach der EntfĂŒhrten zu suchen, wartete die versammelte Polizei ĂŒber vier Stunden vor dem Eingang, um auf einen Durchsuchungsbeschluss zu warten. Ein solcher wĂ€re aber bei „Gefahr in Verzug“, die hier vorlag, nicht notwendig gewesen. Zudem kontaktierte der Vizechef der Polizei von Caracal den Chef eines örtlichen Sicherheitsdienstes, der zugleich der Kopf eines Verbrecher-Clans ist, welcher im Verdacht des Menschenhandels steht. Von diesem erhielt er drei Adressen, zu welchen Alexandra Măceșanu möglicherweise verschleppt worden wĂ€re. Alle fĂŒhrten zu Angehörigen eines konkurrierenden Verbrecher-Clans. 19 Stunden nach dem Eingang der Notrufe begann die Polizei dann mit der Durchsuchung des Hauses. Sie kam zu spĂ€t. Die Beamten fanden schließlich Hinweise auf den Aufenthalt von Alexandra Măceșanu im GebĂ€ude und einige BĂŒndel Bargeld. Wenig spĂ€ter gestand Dincă, die 15-jĂ€hrige vergewaltigt und ermordet zu haben. Anschließend habe er sie zerstĂŒckelt und ihre Körperteile verbrannt. Einen Teil davon vergrub er in einem nahen Wald, andere Teile fand die Polizei auf seinem Anwesen.

Keine Ortung des Notrufs – trotz Mahnung der EuropĂ€ischen Union

GrundsĂ€tzlich ist die Sicherheits- und Überwachungstechnik in der Lage, per Satellit den genauen Aufenthaltsort bei einem Notruf innerhalb weniger Minuten zu bestimmen. Die 112 ist seit 1991 europaweit als zentrale Notrufnummer vergeben und Verordnungen der EuropĂ€ischen Union (EU) verpflichten alle Telefonnetzbetreiber (ob Festnetz oder Mobil), den Behörden sofort Standortinformationen zur VerfĂŒgung zu stellen. In der SĂŒddeutschen Zeitung berichtete Florian Hassel dazu: „Weil das in RumĂ€nien nicht der Fall war, verklagte die EU-Kommission Bukarest im September 2008 vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof. Sie zog die Klage indes Anfang 2009 zurĂŒck, als Bukarest erklĂ€rte, es könne nun alle Notrufe auch von Mobiltelefonen orten. Doch das stimmte nicht. Im rumĂ€nischen Parlament sagte Sorin Balan, Vize-Chef des Speziellen Telekommunikationsdienstes (STS), am 29. Juli, die Ortung von Notrufen sei bis heute nicht lĂŒckenlos.“

Telefonanrufe auch nach der EntfĂŒhrung von Luiza Melencu

Die EntfĂŒhrung und Ermordung von Alexandra Măceșanu und das katastrophale Verhalten der Polizei fĂŒhrten in RumĂ€nien zu einer enormen Empörung in der Bevölkerung. Und auch die Medien nahmen sich der Sache an. TV-Teams kommerzieller Sender belagerten das Wohnhaus der Familie von Alexandra. Seriöse Journalisten bohrten tiefer und fanden heraus, dass es auffĂ€llige Ähnlichkeiten bei den EntfĂŒhrungen und Ermordungen der beiden MĂ€dchen gab. Sie stellten fest, dass auch nach der Vermisstenanzeige von Luiza Melencu deren Familie Telefonanrufe von MĂ€nnern erhielten, in denen diesen mitgeteilt wurde, dass sich ihre Tochter auf Arbeitssuche ins Ausland begeben habe bzw. zu einem Freund ins Ausland gereist sei. Auch hier mĂŒssen die Informationen aus den Kreisen der Polizei weitergegeben worden sein.

Es stinkt nach MĂ€dchen- und Menschenhandel

Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass MĂ€dchen und junge Frauen aus RumĂ€nien nach West-Europa verschleppt werden, teils mit erlogenen Versprechungen auf ein materiell besseres Leben. Oftmals werden sie gezwungen, in Bordellen und Privathaushalten MĂ€nnern sexuell zur VerfĂŒgung zu stehen, die den EntfĂŒhrern dafĂŒr Geld bezahlen, bevor sie nach einer bestimmten Zeitspanne an andere Orte verschleppt werden. Die weit verbreitete Korruption, Verantwortungs- und Gewissenlosigkeit im rumĂ€nischen Staatsapparat erleichtert diesen Menschenhandel. Korrupte Polizisten, Richter und StaatsanwĂ€lte verschleppen Ermittlungen, legen falsche FĂ€hrten, unterschlagen Beweise und geben Informationen an die kriminellen Clans weiter. Immer wieder an die Öffentlichkeit gelangende sexistische und patriarchalische Einstellungen der mĂ€nnlichen Staatsbediensteten tun ein weiteres, um fortwĂ€hrend zu zeigen, dass sich gerade Frauen und MĂ€dchen in einer Notsituation nicht vertrauensvoll an die Polizei wenden können. Hier gibt es keine Hilfe.

„Die Polizei tötet“ – Verhalten von Regierung und Polizei sorgt fĂŒr große Empörung

Das zögerliche Verhalten der Polizei, die Kontakte zu den Verbrecher-Clans und die herablassende Art und Weise, wie mit der verzweifelten Alexandra Măceșanu am Telefon umgegangen wurde, empörte große Teile der rumĂ€nischen Bevölkerung. MĂŒtter, Frauen und Familien gingen auf die Straße. In Bukarest demonstrierten mehr als 2.500 Menschen mit den Rufen „Die Polizei tötet“. Aufgerufen hatte die feministische Bewegung und Frauenorganisationen. Linke und Anarchistinnen und Anarchisten waren ebenso ein Teil davon, als auch zahlreiche Menschen, die keiner der organisierten Gruppen angehörten. Alle versammelten sich, um ihre Wut zum Ausdruck zu bringen und die Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels deutlich zu machen. Am 28. Juli kam es zu einer Demonstration vor dem Sitz des Innenministeriums in Bukarest. An das GebĂ€ude wurde die Parole „Die Polizei tötet“ – „Poliția ucide“ gesprĂŒht und die Verantwortlichen zum RĂŒcktritt aufgefordert. Auf Plakaten hieß es „Sexismus tötet“ und „Die Polizei tötet“. Eltern fĂŒhrten ein Transparent mit sich, auf dem an die Adresse der Polizei gerichtet zu lesen stand: „Ihr Blut klebt an euren HĂ€nden“. Wie abgehoben und weit entfernt von der gesellschaftlichen RealitĂ€t die politische Klasse RumĂ€niens ist, demonstrierte die Bildungsministerin Ecaterina Andronescu. GegenĂŒber der Presse sagte sie: „Junge MĂ€dchen sollten es besser wissen und nicht in fremde Autos einsteigen“. Ganz so, als ob es in den lĂ€ndlichen Gebieten Alternativen zum Trampen geben wĂŒrde. Sie und der fĂŒr die Polizei verantwortliche Innenminister Nicolae Moga, beide Mitglieder und FunktionĂ€re der Sozialdemokratischen Partei, wurden Ende Juli/Anfang August entlassen. Entlassen wurden weiterhin einige Polizisten aus Caracal. Einen Wandel in der Polizei und im Umgang mit Frauen und MĂ€dchen hat es nicht gegeben und wird es dadurch nicht geben.

Alles geschilderte belegt, dass von der Polizei keine Hilfe erwartet werden kann. Sie ist bestimmt von sexistischen und patriarchalen Einstellungen und Verhaltensweisen. Auch wenn es hier und dort sicherlich Angehörige der Polizei gibt, die ihren Beruf gewĂ€hlt haben, um Menschen bzw. der Bevölkerung in Not zu helfen, so sind diese in der absoluten Minderheit und konnten bei den beschriebenen Ereignissen nicht helfend eingreifen. Sexismus und Patriarchat sind zudem strukturelle Probleme innerhalb der Polizei und des Staates wie auch der Gesellschaft. Alle Erfahrungen, nicht nur mit der rumĂ€nischen Polizei, lassen ĂŒberdies keinen anderen Schluss zu, als dass sich hier nichts Ă€ndern wird, welche Lippenbekenntnisse auch immer von Offiziellen vorgebracht werden. Ein Vertrauen in die Polizei kann es daher nicht geben.

Stellungnahmen aus der Frauenbewegung

Im Dezember 2019 erschien im Verlag Pagini Libere die von Veda Popovici herausgegebene BroschĂŒre „Poliția ucide“ (Die Polizei tötet). In ihr sind Analysen und Stellungnahmen zu den Ereignissen von Caracal versammelt. Es werden darin grundsĂ€tzliche Überlegungen angestellt, die ĂŒber das bestehende patriarchale System hinausgehen und daher elementar wichtig sind. Denn das bestehende System ist im Hinblick auf Gleichberechtigung und Gerechtigkeit sicherlich nicht reformierbar.

AuszĂŒge aus dem Text Die Polizei tötet. Ein feministischer Appell fĂŒr anti-repressive SolidaritĂ€t von Veda Popovici (Poliția Ucide. Apel feminist pentru o solidaritate anti-represiune)

Zuerst erschienen in der Gazeta de Artă Politică vom 7. August 2019, hier wiedergegeben nach der Veröffentlichung in der BroschĂŒre von Veda Popovici: Poliția Ucide! Practici și principii pentru o solidaritate feministă anti-represiune des Verlages Pagini Libere.

Der Text gliedert sich in verschiedene thematische Punkte, die von den konkreten Ereignissen in Caracal zu grundsĂ€tzlichen Überlegungen und Positionen reichen. Wir veröffentlichen AuszĂŒge daraus, die aus unserer Sicht zur Analyse und den Diskussionen um zukĂŒnftige konkrete Schritte beitragen sollten. Wir haben die Nummerierung aus dem Original beibehalten.

1. Die Darstellung von Dincă als lokales Monster hilft niemandem. Die Medien portrĂ€tierten einen unmenschlichen Sadisten, der eine Ausnahme von der normalen Herrschaft des Mannes darstellen soll. Aber wenn man das ausschließlich als Abweichung von der Regel betrachtet, fĂŒhrt dies zu einer Vertuschung der strukturellen Natur des Problems, von den Risiken, die MĂ€dchen und Frauen eingehen, wenn sie trampen sowie dem Verschwinden so vieler Frauen und MĂ€dchen in RumĂ€nien.

2. DarĂŒber hinaus lĂ€sst die Tragödie keinen RĂŒckschluss auf RumĂ€nien zu. So wie Dincă nicht so besonders ist, ist RumĂ€nien auch nicht so einzigartig: es genĂŒgt kurz auf die westliche Presse zu schauen und Hunderte von FĂ€llen in den letzten Jahren zu sehen. Rund um den Globus sind FĂ€lle von GrĂ€ueltaten und Gewalt schwer zu verstehen und zu verarbeiten. In dieser globalen Landschaft hat die Vorstellung, dass jede Art von Gewalt in RumĂ€nien ein Beweis fĂŒr den Mangel an Zivilisation ist, keinen Platz.

3. Die Polizei hat es (die Suche nach Alexandra, Anm. BUNĂ) nicht vermasselt. Dieses Vorgehen ist normal. Polizeieinrichtungen und die Gendarmerie sind Strukturen, die eine missbrĂ€uchliche Machokultur pflegen und reproduzieren. Die Formen der MĂ€nnlichkeit (sie sind nicht alle gleich), produzieren konsequent Gewalt und Privilegien, die auf dieser Gewalt beruhen. Dieses bezeichnen wir als toxische MĂ€nnlichkeit. Toxische MĂ€nnlichkeit schwebt nicht leicht und einfach abgehoben durch die Luft. Sie wird gelernt, vertieft und aufrechterhalten. Zuerst lernen sie es als Kinder, dann wird es als Teenager und Jugendliche vertieft und gelangt so in die verschiedenen sozialen Strukturen und Institutionen wie jenen von Polizei und Gendarmerie.

4. Die Polizei tötet. Die Gendarmerie tötet. Dies reicht von Menschen, die auf Polizeistationen getötet wurden, wie Daniel Dumitrache bis zum stÀndigen Missbrauch von

Sexarbeiterinnen durch Polizei und Gendarmen. Die Polizei tötet. Die von den Polizisten an den Tag gelegte anzĂŒgliche Art und Weise und die Ignoranz beim Anruf von Alexandra, zeigt die zutiefst sexistische und rassistische Funktionsweise der Institution. Als Feministinnen funktionieren unsere Praktiken und ideologischen Überzeugungen am besten, wenn sie dies in Überschneidungen mit anderen KĂ€mpfen und in SolidaritĂ€t tun. Wenn wir an einen intersektionellen Feminismus denken, sei er antikapitalistisch, de-kolonial, antirassistisch oder queer, gibt uns dieser Feminismus, der mit anderen radikalen Positionen verflochten ist, die Perspektive einer Kritik an der Dimension der repressiven und staatlichen Überwachung.

5. Die Komplizenschaft der Polizei mit anderen Strukturen des Missbrauchs und der Ausbeutung ist real. Alexandras Verschwinden brachte die Bedeutung des Menschenhandels in RumĂ€nien in aller SchĂ€rfe wieder auf die öffentliche Tagesordnung. Mehr noch hat es gezeigt, wie dafĂŒr die Mitarbeit der Polizei und Behörden erforderlich ist und von statten geht. Sei es die lokale Polizeistation, das Kommissariat oder der Zoll; die EntfĂŒhrung und der Transport von Dutzenden von Frauen ĂŒber die Grenzen hinaus kann ohne die Beteiligung dieser Institutionen nicht möglich sein.

6. Gegen die Zunahme der Anzahl von Polizisten und das Ausweiten repressiver Aktionen. Mehr Polizei hilft nicht. Im Gegenteil. Die Antikorruptionsbewegung und ihre rechte Perspektive, die eine intensivere Überwachung und die Bestrafung von Kriminellen einfordert, verĂ€nderte den Diskurs grundlegend in die Richtung von Gesetzen und Polizeistaat. Auch wenn es zunĂ€chst um korrupte Politiker ging und die Art und Weise, wie diese das System manipulieren um sich zu entziehen, kann sich ihr Ansatz schnell ĂŒber die gesamte rumĂ€nische Gesellschaft erstrecken, von klein bis groß.

8. Bestrafung ist nicht die Lösung. Ein GefĂ€ngnisfeminismus (im Original: Feminismul carceral) hat den Kampf fĂŒr wirksamere Formen der Überwachung, Strafverfolgung und Inhaftierung als Grundlage. Er verlangt hĂ€rtere Bestrafungen und sogar die chemische Kastration. Die Geschichte lehrt uns, dass dieser Feminismus, wenn er umgesetzt wird, an der Erweiterung des GefĂ€ngnissystems mitschuldig ist. In vielen westlichen Staaten, wo dies geschehen ist, fĂŒhrt dieses System nicht zu mehr Sicherheit fĂŒr die Bevölkerung, sondern zur Inhaftierung hunderttausender unschuldiger Menschen, zerstört Gemeinschaften und liefert ultra-billige ArbeitskrĂ€fte an Unternehmen.

9. Keine „bessere“ Professionalisierung repressiver Institutionen wird uns helfen. Der professionelle Polizist ist ein Mythos aus Hollywood. All diese feinen Mittel, Sensible und intelligente Beamte in amerikanischen Filmen und Serien, haben nichts mit der RealitĂ€t zu tun. Die Menschen werden mit AutoritĂ€t und Gewalt erzogen, mit Missbrauch und Macht. Sie werden sich nicht nach einigen Kursen auf wundersame Weise in CSI-Helden verwandeln.

10. Gegen den Ausnahmezustand. Ab dem ersten Tag von Alexandras verschwinden, haben die Behörden versucht, das Ereignis zu ihrem Vorteil zu manipulieren. Besorgniserregend sind die erbĂ€rmlichen Versuche einen Zustand der Überreaktion und des Skandals zu erzeugen, eines emotionalen und ideologischen Chaos, um WĂ€hlerstimmen zu sammeln und die wirklichen Handlungen der Regierung zu maskieren. Wut und Empörung, können richtig adressiert zu sozialem Wandel und radikaler politischer Organisation fĂŒhren – die Agitation von Regierung und Medien hingegen dienen eher der Aufrechterhaltung eines Schockzustands. Doch eine Therapie gegen einen sozialen oder wirtschaftlichen Schock bedeutet oft eine intensivere VerschĂ€rfung von Überwachung und Kontrolle.

11. #ACAB-feminist (Das feministische ACAB). Keine ideologische Vision kann fĂŒr sich alleine stehen, ohne andere Positionen einzubeziehen. Anders ausgedrĂŒckt existiert beispielsweise ein reiner Antikapitalismus nicht. Er ist immer mit anderen ideologischen oder praktischen Positionen verflochten. Das selbe gilt fĂŒr den Feminismus: Wir können nicht nur schlicht und einfach gegen das Patriarchat und eine Geschlechterhierarchie kĂ€mpfen, sondern wir werden Verbindungen eingehen und SolidaritĂ€t. Aus meiner Sicht gehören zu diesen KĂ€mpfen, an denen wir uns in feministischer SolidaritĂ€t beteiligen sollten, die Bereiche Antirassismus, der Kampf fĂŒr Wohnungsgerechtigkeit (Recht auf Wohnen, Anm. BUNĂ), Antikapitalismus.

12. SolidaritĂ€t statt Bestrafung. Als AktivistInnen wissen wir sehr gut, dass wir sehr begrenzte Energien und Ressourcen haben. Taktisch können wir entscheiden, dass es sich lohnt mit dem Innenministerium zu verhandeln, welches Polizisten ausbildet, Strafen fĂŒr sexuelle BelĂ€stigungen verhĂ€ngt und Fußfesseln einfĂŒhrt. Mein Anliegen ist, uns zu fragen: Lohnt sich das, Energie und Zeit in diese Taktik zu investieren? Sollten wir diese nicht vielmehr in den Aufbau von SolidaritĂ€tsnetzwerken, antisexistischen und antirassistischen Bildungsprogrammen und straken Gemeinschaften gegenseitiger Hilfe investieren?

Die rumĂ€nische BroschĂŒre findet sich unter dem folgenden Link als PDF:https://pagini-libere.ro/politia-ucide-veda-popovici/

Wem dient der Staat?

Seit Generationen wird uns erzĂ€hlt, dass der Staat zum Schutz der Bevölkerung da sei, dass vor dem Gesetz alle gleich wĂ€ren und ein geregeltes Leben ohne Staat nicht möglich sei. Doch halten wir fest: Der Staat war nicht zum Schutz von Alexandra Măceșanu da. Anstatt ihr als BĂŒrgerin zu helfen, wurde sie verhöhnt, da die Beamten, die „StaatsbĂŒrger in Uniform“, sich ihr als MĂ€dchen ĂŒberlegen fĂŒhlten. Nichts ist zudem vernĂŒnftig geregelt, wenn hunderttausende Menschen in einem Land zum alltĂ€glichen weiterkommen auf das Trampen angewiesen sind, da in vielen Regionen kein vernĂŒnftiger Personennahverkehr existiert. Dieses Problem ist seit vielen Jahren bekannt. Tatsache ist, dass fast alle Politiker und Bosse dicke und teure Autos fahren. Sie brauchen keine Maxi-Taxis oder nahezu schrottreife NahverkehrszĂŒge. Es interessiert sie daher schlicht und ergreifend nicht, welchen Situationen sich viele Menschen tĂ€glich ausgesetzt sehen. Und wird doch etwas Konkretes angegangen, dann schlagen oft korrupte Firmen zu, zögern Projekte ins unendliche hinaus oder manipulieren an der QualitĂ€t des Vorhabens durch schlechte Baumaterialien oder dem Weglassen von Leistungen, um sich zu bereichern. Der Bau der Autobahnen in RumĂ€nien ist dafĂŒr ein Paradebeispiel. FĂŒr was zahlen wir arbeitenden Menschen also Steuern von den zu geringen Löhnen und den zu teuren Lebensmitteln an den Staat? FĂŒr was gibt es eine – in RumĂ€nien zeitweise durchaus engagierte – KorruptionsbekĂ€mpfung, wenn den ĂŒberfĂŒhrten korrupten Politikern, Klerikern und Unternehmern doch nur wieder neue korrupte Politiker, Kleriker und Unternehmer folgen? Wenn sich also alles im Kreis dreht und es keine ernsthafte VerĂ€nderung zum Besseren gibt?

Think outside the box: Eine andere Geisteshaltung und Gesellschaftsordnung sind nötig

Als Menschen leben wir nur einmal. Unser aller Anspruch sollte sein, dieses Leben in WĂŒrde und Selbstbestimmung, mit einem gesicherten materiellen Auskommen, ohne Existenz- und ZukunftsĂ€ngste, in einer solidarischen Gesellschaft frei gestalten zu können. Diese AnsprĂŒche kann die bestehende kapitalistische und staatlich organisierte Gesellschaft nicht erfĂŒllen. Zentrale Elemente des Kapitalismus sind Ausbeutung, Konkurrenz, Klassengesellschaft und damit Ungleichheit und permanent erneuerte Ungerechtigkeiten. Der Kapitalismus bietet nur wenigen Menschen auf dieser Erde einen Nutzen. Der Staat dient zu grĂ¶ĂŸten Teilen nicht dem Allgemeinwohl der Menschen, sondern einer eigenen Kaste und den großen Unternehmern und Konzernen. Zudem spaltet das patriarchale Denken sowie patriarchalische gesellschaftliche Strukturen MĂ€nner und Frauen, indem es Frauen als nachrangig und minderwertig betrachtet, ausbeutet und benutzt. Wenn wir dies erkennen, dann sollten wir nicht resignieren sondern uns mit Alternativen auseinandersetzen. Kein bestehendes System, erscheint es noch so stark und verwurzelt, ist fĂŒr die Ewigkeit gemacht. Ich kann nur die Auseinandersetzung mit anarchistischen und syndikalistischen GrundsĂ€tzen und Gesellschaftsvorstellungen empfehlen. Diese sind nach meinem DafĂŒrhalten vernĂŒnftig, logisch und praktikabel. Sie erfordern fĂŒr ihre Umsetzung eigene basis-demokratische Mitarbeit und garantieren dadurch die gesellschaftliche Mitbestimmung und Vielfalt.

In einer herrschaftsfreien Gesellschaft, in der alles fĂŒr alle vorhanden ist und gerecht produziert und verteilt wird, hat Korruption und Bereicherung keinen Sinn. Zudem bestimmen alle Menschen, egal welchen Geschlechts, welcher sexuellen Orientierung und jeder Ethnie ĂŒber alle wesentlichen, die gesamte Gesellschaft und die sie betreffenden Entscheidungen mit. Ein föderalistisches System wird an Stelle des zentralistischen Staatswesens treten. Wie diese freien Gesellschaften im Einzelnen aussehen können, ob sie auf Syndikaten (Gewerkschaften), RĂ€ten oder auf Stadt- und Gemeindeebene beruhen, oder einer Mischung aus allem, das wird sich im konkreten Alltag herausstellen. Doch auch in einer freien Gesellschaft wird es zu sexueller Gewalt, zu Vergewaltigungen und Morden kommen. Die Frage ist, was in ihr mit Vergewaltigern, Sadisten und patriarchalischen Mördern geschehen wĂŒrde. Meiner Auffassung nach muss eine anarchistische Gesellschaft auch einen Blick auf den notwendigen Schutz und die Sicherheit gegenĂŒber jeder Form von unterdrĂŒckerischer, diskriminierender und sexistischer Gewalt haben. Wenn Gleichheit und Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern eine elementare Grundlage der freien Gesellschaft sind, dann muss sie auch einen angemessenen Umgang mit Menschen, vornehmlich sicherlich MĂ€nnern, finden, die diese Grundlagen nicht respektieren und ĂŒbergriffig, entwĂŒrdigend und gewalttĂ€tig handeln. Eine freie Gesellschaft wird nur dann zukunftsfĂ€hig sein, wenn sich die Menschen dort auch sicher fĂŒhlen können. Die EllenbogenmentalitĂ€t, dass „alle gegen alle“ und ÜberlegenheitsgefĂŒhle sind Ausdruck tradierter kapitalistischer und patriarchaler PrĂ€gung und Ideologie. Diese zu beenden, bedarf der Selbstreflexion und Einsicht. Wenn diese nicht einsetzt, dann muss eine herrschaftsfreie Gesellschaft auch im Stande sein, GewalttĂ€ter und Vergewaltiger auszuschließen, um sich vor ihnen zu schĂŒtzen.

Was kann heute getan werden?

Doch zurĂŒck zu den konkreten Ereignissen von heute. Was kann heute getan werden? Wie kann Menschen und konkret Frauen und MĂ€dchen in Not beigestanden werden, was kann zu ihrer Rettung getan werden, wenn die staatlichen Behörden desinteressiert und voller Verachtung sind, sie also keine Hilfe erbringen? Welche Dinge sind zu bedenken? Mit was muss gerechnet werden?

Hierbei sind alle aufgefordert, solidarisch mitzudenken und mitzutun, um selbstorganisierte und solidarische Möglichkeiten zu entwickeln. Folgend einige Gedankenfragmente.

! In vielen LĂ€ndern existieren Notruftelefone fĂŒr misshandelte und vergewaltigte Frauen und MĂ€dchen. Im besten Fall könnten Notruftelefone, die mit einer solidarischen Struktur verbunden sind, Menschen aus Notsituationen befreien, anstatt die Notrufe an untĂ€tige staatliche Behörden weiterzuleiten und die Initiative an diese zu delegieren. Im antifaschistischen Bereich in Deutschland existieren solche selbstorganisierten Strukturen schon seit Jahrzehnten. Sie haben sich beim Kampf gegen faschistische AktivitĂ€ten, öffentliche AufmĂ€rsche und Angriffe gegen antifaschistische Objekte und Menschen bewĂ€hrt. Ob eine solche Struktur in RumĂ€nien möglich wĂ€re, ist eine offene Frage. GrundsĂ€tzlich ist dabei zu bedenken, dass in der Telekommunikation kapitalistische oder staatliche Telefongesellschaften die Macht haben, Anrufe zu sabotieren, also die Kommunikation zu unterbinden. Eine entsprechende zentrale Rufnummer mĂŒsste weit verbreitet werden und eine entsprechende solidarische und aktive Struktur bestehen, die handeln kann. Weiterhin wĂŒrde bei erfolgreichen Aktionen durch solch eine solidarische Struktur das sog. „Gewaltmonopol des Staates“ aufgehoben. Dem Staat wĂŒrde dies sicher nicht gefallen und er wĂŒrde in den kapitalistischen Medien gegen diese Struktur agitieren. Die besseren Argumente hĂ€tten allerdings die Menschen, die selbstlos und solidarisch Menschen in Not zur UnterstĂŒtzung kommen. Der Unwillen und die UnfĂ€higkeit des Staates und der Polizei sind schließlich die auslösenden Faktoren dafĂŒr, dass sich eben diese Gedanken gemacht werden.

! MenschenhĂ€ndler und Vergewaltiger sind gewalttĂ€tige skrupellose Verbrecher und verlangen die Unterwerfung unter ihren Willen. Bei solidarischen Aktionen zur UnterstĂŒtzung oder Befreiung entfĂŒhrter oder misshandelter Menschen muss deshalb mit der Anwendung von roher Gewalt durch diese gerechnet werden. Eine solidarische Struktur mĂŒsste sich dieser Tatsache bewusst sein und eine effektive und realistische Lösung dafĂŒr finden. Mit GesprĂ€chen und purer PrĂ€senz solidarischer Menschen EntfĂŒhrern und Mafia-Clans gegenĂŒber wird sich sicherlich nur selten das beabsichtige Ziel erreichen lassen. Eine wehrhafte Grundeinstellung, verbunden mit Kampfsportkenntnissen, ist hier sicherlich angebracht. Dennoch können und wollen nicht alle Menschen sich im Kampfsport ĂŒben. Also sind hier weitere Mittel zu ĂŒberlegen. Generell kann auch hier von der militanten antifaschistischen Bewegung gelernt werden.

! RĂŒckzugs- und ErholungsrĂ€ume fĂŒr traumatisierte Menschen mĂŒssten geschaffen und unterhalten werden. Eine solidarische Begleitung mĂŒsste fĂŒr diese Menschen ebenso vorhanden sein, wie therapeutische GesprĂ€chsangebote bei Bedarf. In vielen FĂ€llen findet sexuelle Gewalt im Bekannten- und Familienkreis statt. Es ist wichtig, dass Familien und Bekanntenkreise, die diese sexuelle Gewalt geduldet haben, keinen Einfluss mehr auf die von dieser Gewalt betroffenen Menschen ausĂŒben können.

! Emanzipatorische Bestrebungen und die Gleichberechtigung aller Geschlechter und sexuellen Orientierungen mĂŒssen vorangebracht werden. In der Öffentlichkeit, in den Betrieben und UniversitĂ€ten muss immer und immer wieder fĂŒr die Gleichberechtigung der Geschlechter und das Selbstbestimmungsrecht der Frauen eingetreten werden. Tradierten und wieder modern gewordenen religiösen, konservativen und faschistischen Vorstellungen mĂŒssen die Vorstellungen von Gleichheit, Gleichberechtigung, Freiheit und Selbstbestimmung entgegengesetzt werden. Wie Menschen und Liebende miteinander zusammenleben möchten, liegt gĂ€nzlich in deren Freiheit und Übereinkunft. Niemand hat sich darin einzumischen und Vorschriften zu machen.

! Über das bestehende System hinausdenken und eine neue freie Gesellschaft aktiv anstreben ist notwendig. Das kapitalistisch-patriarchale-staatliche System zeigt an allen Ecken und Enden, dass es selbst der Verursacher zahlreicher elementarer Probleme ist, die es ohne es gar nicht geben wĂŒrde. Armut, Erwerbslosigkeit, Niedriglöhne, staatliche Überwachung, BĂŒrokratie und Korruption, die Massenmigration von Arbeiter:inne aus Osteuropa in westliche LĂ€nder, StrukturmĂ€ngel in Stadt und Land und vieles mehr zeigen den Unwillen und die UnfĂ€higkeit des Staates, den BedĂŒrfnissen der Menschen gerecht zu werden. Anarchistische und anarcho-syndikalistische Ideen sind konstruktiv und die Geschichte der internationalen anarchistischen und anarcho-syndikalistischen Bewegung ist reich an vielfĂ€ltigen Erfahrungen konkreter AnsĂ€tze und selbstorganisierter Initiativen auf kommunaler, landesweiter und internationaler Ebene. Heute gibt es viele praktische Initiativen und konkrete KĂ€mpfe. Von vergangenem und aktuellem gilt es zu lernen, um Fehler zu vermeiden und positive Erfahrungen fĂŒr heute anwendbar zu machen um schlussendlich erfolgreich zu sein. Neues sollte ausprobiert werden. KĂ€mpfende in den Betrieben, im sozialen Bereich, in der unabhĂ€ngigen Frauenbewegung, in der anarchistischen, syndikalistischen und antifaschistischen Bewegung mĂŒssen zusammenwirken.

All das hier ausgefĂŒhrte kann man nicht herbeischreiben. Doch die benannten VerĂ€nderungen und Anstrengungen sind erforderlich, wenn sich wirklich etwas grundlegendes Ă€ndern soll. Wer soll sich fĂŒr eine wĂŒrdevolle und gerechte Gesellschaft einsetzen, wenn nicht wir selbst? Die Polizei, die Politik und die Orthodoxe Kirche sind ohne jede Empathie, jedes Gewissen und Interesse daran. Die Polizei hat Alexandra Măceșanu sterben lassen. Wenn sich nichts Grundlegendes Ă€ndert, wird es immer wieder zu den schrecklichen Ereignissen wie in Caracal kommen. Dann wird es wieder tote Frauen und Leid geben, „Polizeiversagen“ und die KrokodilstrĂ€nen der Herrschenden in den sensationsgeilen bĂŒrgerlich-kapitalistischen Medien. Es ist so: Um uns selbst mĂŒssen wir uns selbst kĂŒmmern. Immer und jetzt.

https://www.youtube.com/watch?v=26Bn15HXYQo

Dieser Artikel ist mit zusÀtzlichen Informationen erschienen in BUNà #8




Quelle: Revistabuna.wordpress.com