September 7, 2021
Von Ums Ganze
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Als 
ums Ganze! beteiligen wir uns an blockIAA, weil die IAA das Symbol des deutschen Autokapitalismus ist. Wenn Regierungsmitglieder und Autokonzernchefs zusammen kommen, wird klar: Der Staat hĂ€lt seine schĂŒtzende Hand ĂŒber den Sektor mit den zweitgrĂ¶ĂŸten CO2-Emissionen.
Er sichert ganz selbstverstĂ€ndlich die Profite der Konzerne und genau damit heizt er die Klimakatastrophe an.Politik im Sinne des Autokapitalismus hat im Autoland Deutschland Tradition. Wo der deutsche Staat aufhört und wo die deutsche Autoindustrie anfĂ€ngt, ist kaum auszumachen. Vergangene Woche zB hat die VDA-PrĂ€sidentin vom Staat eine “aktive Außenpolitik” fordert, um jetzt FlĂ€chen in Afrika und Lateinamerika fĂŒr die Versorgung von e-Autos zu sichern. Das gleiche zeigt sich auch in den Subventionen welche die Autokonzerne mitten in einer Pandemie und der Klimakrise erhalten. Gerade hat Tesla erneut Milliarden zugesprochen bekommen.
Die IAA und ihre Autos, egal welchen Antriebs, sind der Showroom dieses deutschen Standortnationalismus: Es geht um die deutsche Wirtschaft statt den globalen BedĂŒrfnisse von Menschen und Natur.

Konkret heißt das folgendes:
Die IAA steht fĂŒr einen neuen Kolonialismus: denn Profite von deutschen Autokonzernen beruhen auf der Ausbeutung von Mensch und Natur im Globalen SĂŒden.
Die IAA bedient sich einer strukturell mĂ€nnliche Weltordnung: denn Autos fahren vor allem Wege, die mĂ€nnliche LebensentwĂŒrfe erleichtern.
Und: die IAA zementiert die Klassengesellschaft. Egal ob Verbrenner oder batteriebetrieben, das Auto  ist eine Umverteilungsmaschine: von unten nach oben und vom globalen SĂŒden in den globalen Norden.
Und nein, eine neue Antriebsart ist keine Lösung. Es geht -so heissen wir ja auch- ums Ganze: Diese Gesellschaft muss anders eingerichtet werden. Wir sollten nicht ĂŒber E-Autos sprechen, denn die sind auf ganz Ă€hnliche Weise Teil des Problems wie ich es gerade ĂŒber die Verbrenner gesagt habe. Wir sollten ĂŒber MobilitĂ€t fĂŒr alle reden, ĂŒber die BedĂŒrfnisse von allen Menschen, von A nach B zu kommen und wie das zu gewĂ€hrleisten ist, ohne das die Welt entgĂŒltig den Bach runtergeht. Und das heisst ganz Bescheiden: Die IAA ist erst der Anfang vom Ende des Autokapitalismus. Wir sind jetzt in MĂŒnchen, aber wir werden auch nach Wolfsburg oder GrĂŒnheide kommen.

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Liv Roth, Pressesprecherin 
ums Ganze!
presse@umsganze.org

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Quelle: Umsganze.org