Mai 4, 2021
Von RESolut
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Die Corona Krise ist eine globale Krise und doch setzen die Regierungen auf nationale, egoistische AlleingÀnge bei deren BewÀltigung.

Gerade bei den Impfkampagnen ist dieses Vorgehen besonders verheerend. WĂ€hrend reiche Staaten sich grosse Kontingente an Impfstoffen sicherten, mĂŒssen Ă€rmere Staaten womöglich noch Jahre warten, bis ein signifikanter Teil der Bevölkerung geimpft werden kann. Dies ist aber nicht nur unfair, sondern auch kurzsichtig, denn es gefĂ€hrdet auch den Erfolg der Impfkampagne hier. WĂ€hrend in anderen LĂ€ndern das Coronavirus grassiert, wird es immer wieder zu Mutationen kommen, welche auch die Wirksamkeit des Impfstoffes hier bedrohen.

Da die Pharmakonzerne nicht in der Lage oder nicht gewillt sind den Impfstoff in ausreichender Menge zur VerfĂŒgung zu stellen, kann die Krise nur mit der Aufhebung der Patente behoben werden. Dass einige Wenige wieder einmal mit der Notsituation aller sich eine goldene Nase verdienen wollen, ist ohnehin widerlich.

Ja wir brauchen den Impfstoff hier dringend, um das Überleben vulnerabler Gruppen sicherzustellen. Aber genauso dringend wird der Impfstoff in den Afrikanischen Townships, den Asiatischen Slums und den SĂŒdamerikanischen Favelas benötigt. An allen Orten, an denen es nicht möglich ist Abstand zu halten oder sich zu isolieren. An allen Orten, an denen es kein fliessendes Wasser gibt, um sich regelmĂ€ssig die HĂ€nde zu waschen und das Geld fĂŒr Masken usw. fehlt.

Doch der Wille fĂŒr eine faire Verteilung des Impfstoffes oder die Produktion einer ausreichenden Menge fehlt. Stattdessen werden die Regierungen von Egoismus geleitet. WĂ€hrend Masken unsere Umwelt verschmutzen und Tiere an den weggeworfenen Masken elendlich verrecken und das Leben vulnerabler Gruppen aufs Spiel gesetzt wird soll der Motor der Wirtschaft emsig weiter brummen. Die Regierungen setzen offensichtlich ihre PrioritĂ€ten falsch.

WĂ€hrend soziale Kontakte und regenerative AktivitĂ€ten eingeschrĂ€nkt werden, mĂŒssen wir uns nach wie vor in vollgestopfte Busse und ZĂŒge quetschen und in zu kleinen BĂŒros mit zu vielen Menschen malochen. An die Homeoffice Empfehlung so wie an die Pflicht hat sich kaum ein Chef gehalten und der bĂŒrgerlich dominierte Bundesrat ist nach wie vor zu feige, um wirksame Massnahmen zu ergreifen. Stattdessen gibt er dem Druck der Wirtschaftslobby und den rechten Coronaschwurblern nach und öffnet zu einem schlechten Zeitpunkt.

Wir mĂŒssen jetzt schon dafĂŒr kĂ€mpfen, dass nicht die Arbeitnehmer*innen, sondern die Firmen, welche in dieser Krise nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, die Pharmafirmen welche mit unserer Not fette Gewinne eingefahren haben und neureiche Masken-SVPler die Zeche fĂŒr dieses Fiasko zahlen.

Wir mĂŒssen jetzt eine echte Gegenmacht gegen die BĂŒrgerlichen Politiker*innen und die Wirtschaftslobby aufbauen. Einmal mehr hat dieses System versagt Kapitalismus ist nicht die Lösung fĂŒr die Krisen in unserer Gesellschaft, er ist der Innovator immer neuer Krisen, von welchen die immer selben Kreise profitieren auf Kosten der Ärmsten in unserer Gesellschaft.

Wir fordern die Organisierung der Arbeitnehmer*innen und den Aufbau einer freien Gesellschaft, welche auf globaler SolidaritÀt und ökologischer Nachhaltigkeit basiert.

​​​​​​​Hoch die grenzenlose SolidaritĂ€t




Quelle: Resolut.noblogs.org