Dezember 27, 2020
Von Anarchist Black Cross Dresden
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Partisanen-Fall

Seit letzter Woche dĂŒrfen die Anarchisten im Partisanenfall ihre AnwĂ€lte nicht mehr in der KGB-Haftanstalt empfangen, unter Berufung auf die kĂŒrzliche QuarantĂ€ne. Die Gefangenen selbst erhalten nur Post von Verwandten und sehr selten von GefĂ€hrt*innen/Freund*innen.

Nach Berichten von Verwandten nehmen die Tschekisten seit der EinfĂŒhrung der QuarantĂ€ne nur noch Essen in der Untersuchungshaftanstalt an und weigern sich, warme Kleidung und Hygieneartikel weiterzugeben.

Es ist unklar, wie lange die QuarantĂ€ne andauern wird. Im UntersuchungsgefĂ€ngnis Okrestina beispielsweise wurde das Coronavirus als Vorwand genutzt, um das UntersuchungsgefĂ€ngnis fĂŒr AnwĂ€lt*innen zu schließen und die Annahme von Paketen zu beschrĂ€nken. Ein solches Regime dauert dort bereits mehr als 3 Monate an.

Wir glauben, dass die QuarantĂ€ne im politischen GefĂ€ngnis, das in Wirklichkeit ein KGB-GefĂ€ngnis ist, ein Versuch ist, zusĂ€tzlichen Druck auf alle Gefangenen auszuĂŒben und sie noch mehr von der Außenwelt zu isolieren.

Igor Banzer

Vor mehr als einer Woche wurde der Anarchist Igor Banzer von Grodno nach Navinki zu einer Untersuchung verlegt. Der offizielle Grund fĂŒr diese Repression war Igors Weigerung, ohne Anwalt mit dem GefĂ€ngnispsychiater zu sprechen.

Mikalai Dziadok

Es wurde bekannt, dass Dziadok weiterhin unter Druck steht. Er befindet sich nun bis zum 27. Dezember unter QuarantÀne. WÀhrend dieser Zeit ist der Kontakt mit einem Anwalt verboten. Vor einigen Tagen wurde berichtet, dass sich Dziadok in Volodarka in Lebensgefahr befindet.




Quelle: Abcdd.org