Oktober 31, 2020
Von FAU Leipzig
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Neues vom #Frustexpress: Wenn der Lohn plötzlich nicht mehr fĂŒr die Miete ausreicht.

Am Dienstag wurde der laufende Schichtplan der Teilzeit Kommissionierer*innen abgeĂ€ndert. Plötzlich gab es fĂŒr die laufende Woche wieder einige freie Schichten.
Dies geschah unmittelbar nach dem Erscheinen unserer Pressemitteilung vom Montag und nachdem erste Medien das Thema aufgegriffen haben. 
Nachdem unsere Kolleg*innen mit ihren Beschwerden und Hinweisen auf fehlende Schichten vorher nur vertröstet wurden, zeigte der öffentliche Druck sofort erste Erfolge.

Allerdings wurde das eigentliche Problem keineswegs gelöst. Erweitert wurden nur Schichten der bereits laufenden Woche. Diese reichen in ihrem Umfang keineswegs aus. Außerdem unterschreitet Durstexpress damit wieder einmal die im Arbeitsvertrag festgelegte Frist von einer Vereinbarung der Arbeitszeit im Schichtplan von mindestens sieben Tagen vor Schichtbeginn. ZusĂ€tzliche Stunden bekamen Kolleg*innen hĂ€ufig nur, wenn sie bereit waren direkt fĂŒr den nĂ€chsten oder ĂŒbernĂ€chsten Tag einzuspringen. Ein Leben auf Abruf.

Dieses oder nÀchstes Wochenende wird der nÀchste Schichtplan erwartet. Wir sind gespannt, ob er wieder auf das alte Niveau erweitert wird . Alles andere wÀre nicht nachvollziehbar. Wegen des anstehenden Corona-Lockdowns scheint auch derzeit die Nachfrage wieder anzuziehen.

Uns liegen erste Lohnabrechnungen fĂŒr Oktober vor. Dabei zeigen sich zahlreiche UnregelmĂ€ĂŸigkeiten. Nicht nur, dass nun, wie befĂŒrchtet, BeschĂ€ftigten trotz dem Anbieten ihrer Arbeitskraft nicht die vertraglich vereinbarten Stunden gezahlt wurden. In mehreren FĂ€llen wurden selbst abgeleistete Stunden zum wiederholten Mal nicht korrekt bezahlt. Zum Monatsbeginn November bekommen erste Personen nun Mietzahlungsprobleme. Wir sind mit den betroffenen Mitgliedern aber bereits im GesprĂ€ch und im HĂ€rtefall bereit, diese finanziell zu unterstĂŒtzen. 
Wir hatten #Frustexpress vor dieser Situation gewarnt und doch wurde sie wissentlich in Kauf genommen.





Quelle: Leipzig.fau.org