Juli 9, 2021
Von FAU Bronheim
196 ansichten


WANN? Mittwoch, 14.7.2021, 19.00 Uhr

WO? Deutsch-kurdisches Kulturhaus e.V., Bornheimer Str. 88, 53111 Bonn
WIE? Bitte entweder mit aktuellem negativem Corona-Test oder
vollstÀndigem Impfschutz; und bitte mit medizinischer / FFP2-Maske.
Bei der Diskussionsveranstaltung spricht ein Delegierter ĂŒber die tĂŒrkische Besatzung in Kurdistan und die geopolitischen HintergrĂŒnde. Wie ist die aktuelle Situation vor Ort? Warum sind Errungenschaften der Kurd:innen immer wieder Angriffen ausgesetzt? Was fĂŒr eine Strategie verfolgt der tĂŒrkische Staat in Kurdistan? Neben dieser politischen Einordnung wird Erik Hagedorn ĂŒber seine Erfahrungen bei der Delegationsreise sowie die Rolle Deutschlands in diesem Konflikt berichten.
Angesichts einer angeschlagenen Wirtschaft und einbrechender Zustimmungswerte setzt der tĂŒrkische PrĂ€sident Erdogan einmal mehr auf Krieg. Seit knapp sechs Jahren wĂŒtet in Nordkurdistan ein regelrechter tĂŒrkischer Staatsterrorismus gegen die kurdische Gesellschaft und ihre politischen Institutionen, vor allem gegen die Demokratische Partei der Völker (HDP). Erdogan hat sich die Unterwerfung nicht nur der kurdischen, sondern aller demokratischen oppositionellen KrĂ€fte innerhalb der TĂŒrkei auf die Fahnen geschrieben. Die tĂŒrkische Expansions- und Besatzungspolitik hat jedoch lĂ€ngst die tĂŒrkischen Grenzen ĂŒberschritten und wĂŒtet auch in SĂŒdkurdistan (Nordirak) und Rojava (Nordsyrien).
Nach mehreren völkerrechtswidrigen Besatzungsoperationen in Rojava, sei es die Annektierung des nordsyrischen Kantons EfrĂźn 2018 oder die Besetzung von GirĂȘ SpĂź (Tall Abyad) und SerĂȘkanĂźyĂȘ (Ras al-Ain) im Oktober 2019, hat die TĂŒrkei seit Anfang diesen Jahres nun auch ihre aggressive Kriegsstrategie gegen SĂŒdkurdistan intensiviert. Auch dieser aktuelle Völkerrechtsbruch der TĂŒrkei in SĂŒdkurdistan erregt praktisch keine Aufmerksamkeit.
Darum reiste im Juni die internationale „Delegation fĂŒr Frieden und Freiheit in Kurdistan“ nach SĂŒdkurdistan. Ihr Ziel war es, die Auswirkungen dieses Krieges zu dokumentieren und international zu thematisieren, den betroffenen Menschen, deren Dörfer zerstört worden sind, durch SolidaritĂ€t Beistand zu leisten sowie in GesprĂ€chen mit politischen KrĂ€ften zivilgesellschaftliche Friedensinitiative zu stĂ€rken, um Wege zum Frieden zu finden.
Veranstalterinnen:
FAU Bonn & Bonner SolidaritÀtskomitee Kurdistan



Quelle: Bonn.fau.org