Oktober 7, 2021
Von ANAM
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„Wir wollen uns lebendig! Warum wir ĂŒber Feminizide sprechen mĂŒssen – eine EinfĂŒhrung“

Am 22.10.2021 um 19 Uhr, online. Link folgt.

‚Vivas nos queremos‘ – wir wollen uns lebend ist eine Losung der feministischen Bewegung in Lateinamerika. Sie verweist auf unzĂ€hlige Morde an FLINT (Frauen, Lesben, inter, nicht-binĂ€re, trans Personen), die aufgrund von Misogynie, Antifeminismus und purem Hass gegen Frauen und Queers getötet wurden. Auch in Deutschland wird im Schnitt alle drei Tage eine FLINT-Person aufgrund ihres Geschlechts getötet, meist durch Personen aus ihrem nahen Umfeld. Das Konzept des Femi(ni)zids greift diese Form patriarchaler Gewalt auf und benennt die dahinterliegenden gesellschaftlichen Strukturen. Feminizid ist inzwischen als Begriff aus feministischen Debatten, auch ĂŒber den lateinamerikanische Kontext hinaus, nicht mehr wegzudenken. Doch nur langsam wird er auch im medialen Mainstream verwendet, der allzu oft noch von „Eifersuchtsdramen“ oder rassistisch von „Ehrenmorden“ schreibt. Doch was bedeutet das Konzept des Feminizids eigentlich? Warum werden FLINT aufgrund ihres Geschlechts ermordet? Welche gesellschaftlichen VerhĂ€ltnisse fĂŒhren zu einer solchen Gewalt? Und nicht zuletzt: Wie können wir politisch Widerstand leisten gegen Feminizide?

Im Votrag „Wir wollen uns lebendig“ diskutieren Susanne Hentschel und Jana Flörchinger von der Initiative #keinemehr Berlin, wie queerfeministische KĂ€mpfe hier in Deutschland und Europa an Debatten um Feminizide anknĂŒpfen können und welches Potential darin liegt, patriarchale Gewalt zu entlarven.

Weitere Veranstaltungen:

Workshop am 16.11.2021. Weitere Infos folgen!

FilmvorfĂŒhrung „Nur eine Frau“ mit anschließender Diskussion am 27.11.2021. Weitere Infos folgen!




Quelle: Anam.noblogs.org