Dezember 5, 2021
Von Anarchistische Gruppe Dortmund
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In den vergangenen zwei Jahren demonstrierten massenhaft die Bevölkerung in Chile fĂŒr ihre demokratischen Rechte. Am 18. Oktober 2019 fing alles an und mehr als eine Million BĂŒrgerInnen gingen auf die Straße: „¡Chile despertĂł!“, Chile ist aufgewacht riefen die Demonstranten. Die Regierung ignorierte diese Stimmen und die Kritik der internationalen Gemeinschaft und machte weiterhin durch Menschenrechtsverletzungen Negativschlagzeilen. Der massive Widerstand im chilenischen Volk fĂŒhrte zu einer Volksabstimmung ĂŒber die Verfassung des Landes, die noch aus den Zeiten der MilitĂ€rdiktatur unter Pinochet stammt.

Am 25. Oktober 2020 stimmte dann die chilenische Bevölkerung bei einem Referendum mit großer Mehrheit (78,28 %) fĂŒr eine neu auszuarbeitende Verfassung.

Die offensichtlichen sozialen, wirtschaften und politischen Probleme in Chile verschĂ€rfen sich aufgrund der Ankunft der globalen Gesundheitskrise von Corona. Es gab umfangreiche Ausgangssperren und einen Ausnahmezustand, die die bereits bestehende Polizeigewalt im ganzen Land verstĂ€rkt haben. Vor allem in den Regionen BĂ­o BĂ­o und AraucanĂ­a (die Ă€rmsten des Landes), wo die meisten Mapuche leben. Heute ist das VerhĂ€ltnis zwischen dem chilenischen Staat und den Mapuche (Ureinwohner) vor allem von den ungeklĂ€rten Landrechts- und Ressourcenkonflikten geprĂ€gt. Gemeinden der Mapuche protestieren gegen die Abholzung der WĂ€lder, gegen StaudĂ€mme oder Bauprojekte, die die Umwelt und somit ihre Lebensgrundlage gefĂ€hrden. Konsequenterweise erfolgt systematische institutionelle Gewalt und Kriminalisierung gegen ihren Protest. Staatsterrorismus ist in Chile die Regel, wenn es um Politik- und Umweltaktivisten, Mapuche, Migranten oder arme Chilenen geht. Noch immer befinden sich zahlreiche Protestierende der großen Revolte 2019 in Haft und seit Mitte der neunziger Jahre gibt es bereits politische Gefangene der Mapuche.

Chile steht vor einem politischen Umbruch. ÂżChile despertĂł? Ist Chile erwacht? Nach der ersten Runde der PrĂ€sidentenwahl ringen ein „linker“ und ein ultrarechter Kandidat Pinochet-Sympathisant. Die Entscheidung fĂ€llt am 19. Dezember. Chile droht der Faschismus. Doch viele Chilenen kĂ€mpfen mit aller Macht dagegen: Sowohl in Chile als auch in der internationalen Diaspora.

Beispielsweise am Freitag dem 17. 12. um 19 Uhr im Black Pigeon in 44147 Dortmund, Scharnhorststr. 50.

Willst du dabei sein? Du kannst ĂŒber das Thema hier informieren und darĂŒber diskutieren.

Komm einfach zum Vortrag, ÂżChile despertĂł? Ist Chile erwacht? Du bist herzlich willkommen und wir brauchen dich!

Mein Name ist Pamela YdĂ­goras, KĂŒnstlerin und Menschenrechtsaktivistin, ich halte den Vortrag und freue mich sehr darĂŒber, wenn du kommst!




Quelle: Agdo.blackblogs.org