November 15, 2020
Von Anarchist Black Cross SĂŒdwest
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indy:
Am 26.10.2020 kam es um die Mittagszeit im Karlsruher Umland zu einem Anquatschversuch bei den Eltern eines Genossen. Ein kleiner, sichtlich nervöser Mann mit dunklen Haaren und Kinnbart klingelte am Wohnhaus und stellte sich, mit einem Ausweis herum fuchtelnd, als Mitarbeiter des Innenministeriums vor. Das GesprĂ€ch begann er mit einer Frage nach dem Sohn und den Worten „keine Sorge, nix schlimmes“. Er sei hier um ĂŒber angeblich gewalttĂ€tige Auseinandersetzungen in Landau (in der Pfalz) zu sprechen. Und „Rechts-Links
, sie kennen das ja“

Das GesprĂ€ch wurde nach drei SĂ€tzen konsequent unterbrochen und dem SchnĂŒffler die TĂŒr vor der Nase zugeschlagen.                                                                                                                                                                                                              Der Vorfall wurde mit den Eltern besprochen und es besteht Einigkeit darĂŒber, dass es niemals eine Option ist mit dem Verfassungsschutz oder Ă€hnlichen Behörden zu reden.

Dieser Anquatschversuch offenbart wieder einmal mit welcher Unverfrorenheit der Inlandsgeheimdienst versucht, an Informationen ĂŒber linke und antifaschistische Strukturen zu gelangen. Die Masche ist immer die gleiche: Es wird versucht versucht, in diesem Fall die nichtsahnenden Eltern, in ein lockeres GesprĂ€ch zu verwickeln, um dann Informationen zu entlocken.

In den letzten Monaten gab es mehrere Anquatschversuche in Baden-WĂŒrttemberg. Gut möglich also, dass weitere folgen.

Lasst Euch nicht anquatschen!

Ohren auf, Mund zu! Anna und Arthur haltenÂŽs Maul und bleiben solidarisch!

Als Orientierung fĂŒr Betroffene:
Macht Anquatschversuche öffentlich, denn der Verfassungsschutz ist ein Geheimdienst und scheut nichts so sehr wie die Öffentlichkeit. Ihr solltet nach einem Anquatschversuch lokale Antirepressionsstrukturen wie die Ortsgruppe der Roten Hilfe oder den Ermittlungsausschuss (EA) informieren und aufsuchen.

Außerdem gilt wie bei allen anderen Strafverfolgungsbehörden: „Anna und Arthur halten‘ s Maul“ – Macht keine Aussagen! Verweigert jedes GesprĂ€ch!

Und ganz wichtig: Redet mit FreundInnen, Bekannten und GenossInnen ĂŒber den Anquatschversuch. Unsere wirksamste Waffe ist ein offener, vertrauensvoller und solidarischer Umgang miteinander. In einer solidarischen AtmosphĂ€re unter GenossInnen sollte es dabei auch möglich sein einzugestehen, wenn Fehler gemacht wurden – der Verfassungschutz eventuell etwas erfahren hat. Ein solcher Vorfall macht Angst, und auch wenn ihr euch nicht vorbildlich verhalten habt: Es ist nie zu spĂ€t, mit solidarischen Menschen darĂŒber zu reden.




Quelle: Abcsuedwest.blackblogs.org