MĂ€rz 12, 2021
Von Indymedia
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Wir  bedanken uns fĂŒr das Bildmaterial was uns erreicht hat.

Unser Aufruf:

8. MĂ€rz 2021 Frauen*
 weiter bis wir frei sind.

Heraus zum internationalen Frauen*kampftag 2021
Demo | 8. MĂ€rz | 17:30 Uhr | Schwenningen | Marktplatz

Trotz Krise und Corona, jetzt erst recht: am Internationalen Frauen*tag auf die Straße

Geschenkt wird uns nichts! Das zeigt sich noch deutlicher in der Krise und Pandemie. Vielleicht Blumen, vielleicht auch ein paar leere Worte wie wichtig wir Frauen* fĂŒr die Gesellschaft als MĂŒtter, VerkĂ€uferinnen und PflegekrĂ€fte seien und zur Feier noch ein „take-away-MenĂŒâ€œ. Und dann wieder Alltag. Nicht mal ein gewöhnlicher Alltag, sondern ein noch verschĂ€rfter Corona-Alltag, der durch private KontaktbeschrĂ€nkungen, Lockdown, Unsicherheit und Vereinzelung geprĂ€gt ist. Gerade jetzt brauchen wir die SolidaritĂ€t der Frauen*- und ArbeiterInnenbewegung. Uns reicht‘s.

Mit der verschĂ€rften Wirtschaftskrise werden erkĂ€mpfte Verbesserungen angegriffen: der -drohende- Verlust vor allem von ohnehin schlecht bezahlten Frauen*arbeitsplĂ€tzen im Handel und Dienstleistungsbereich, Kurzarbeit und AusgangsbeschrĂ€nkungen, die fĂŒr manche von uns die eigenen vier WĂ€nde zur Falle von patriarchaler Gewalt machen, Kita-Schließungen, Onlineunterricht und Übertragung der Verantwortung dafĂŒr an uns Frauen*. Einher geht dies mit der Propagierung eines reaktionĂ€ren sexistischen Frauen*bildes, das unsere Bestimmung am Herd und im Aufziehen zahlreicher Kinder im hĂ€uslichen Rahmen vorsieht.

Und wie bisher gehabt: Dass wir Frauen* fĂŒr gleichwertige Arbeit immer noch ĂŒber 20 Prozent weniger verdienen als MĂ€nner*, dass wir den Großteil der gesellschaftlich notwendigen Arbeit im Haushalt, bei der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen (Reproduktionsarbeit) als selbstverstĂ€ndlich und naturgegeben aufgehalst bekommen und dabei beruflich und privat als Individuen auf der Strecke bleiben, dass es zu wenig FrauenhausplĂ€tze gibt, dass vor allem Frauen* im Gesundheitswesen, in der Pflege, im Dienstleistungsbereich oft fĂŒr einen Lohn, der nicht mal fĂŒr ein anstĂ€ndiges Leben reicht, den Laden am Laufen halten, ist nicht Neues. Das nehmen wir nicht mehr hin.

Denn das Geld ist trotz der Pandemie da. Die Zahl der MillionĂ€re und das Vermögen der Reichsten nimmt auch in dieser Krise zu, genauso wie die Zahl der Frauen*, Alleinerziehenden, RentnerInnen, prekĂ€r BeschĂ€ftigten, arbeitslos Gewordenen, die um ihre Existenz kĂ€mpfen mĂŒssen

Und es lohnt sich und macht Mut, wenn wir Frauen* uns wehren. Das hat der Arbeitskampf im öffentlichen Dienst gezeigt, wo es gelang die Boykotthaltung des Arbeitgeberlagers aufzubrechen und vor allem die Kolleginnen aus der Pflege Lohnerhöhungen durchsetzen konnten. Dieser Kampf war Frauen*kampf.

Wie geht es weiter? Die Pandemie wird – irgendwann – wieder verschwinden und nicht mehr unseren Alltag dominieren – aber das gesellschaftliches System, das auf Ausbeutung und Konkurrenz aufgebaut ist, nicht. Und dieses System, in dem der privater Profit an erster Stelle steht, wird nicht freiwillig von der BĂŒhne abtreten.

Dieses System bietet uns Frauen* aus der Arbeiterinnenklasse keine Perspektive. Wenn wir als Frauen* selbstbestimmt, frei von sexistischer Anmache und Gewalt, frei von patriarchalen Strukturen, ohne doppelte Ausbeutung solidarisch leben wollen, werden wir auch die Schranken des Kapitalismus ĂŒberwinden mĂŒssen. Gemeinsam mit Frauen*, Kolleginnen verschiedener Herkunft, mit und ohne Migrationshintergrund fĂŒr ein besseres Leben:

Am 8. MĂ€rz, am internationalen Frauen*kampftag auf die Straße!
FĂŒr Anerkennung, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung.

Demo | 8. MĂ€rz | 17:30 Uhr | Schwenningen | Marktplatz




Quelle: De.indymedia.org