Mai 9, 2021
Von ZĂŒndlumpen
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Es ist ja schon eine ganze Weile her, dass das Haupt der Statue von König Ludwig II an der CorneliusbrĂŒcke abgetrennt wurde und sein Leib fĂŒr den Krieg eingeschmolzen wurde. Seitdem thronte das Haupt des Monarchen dort auf einer SĂ€ule. Am Wochenende des 09. bis 11. April jedoch waren die Fans des Königs in Aufruhr. Es war verschwunden, das kostbare Haupt des Königs. Waren es Kunstdiebe? Oder Edelmetallsammler? Als man den Kopf nebenan inmitten der Isar findet, verschiebt sich der Verdacht: Vandalen? „War es gezielte Königs-SchĂ€ndung?“ fragt die Presse.

Vielleicht. Es wĂ€re zumindest erfreulich. Unterdessen hat die Feuerwehr das Haupt des Königs vom Grund der Isar wieder an die OberflĂ€che getaucht und der Polizei ĂŒbergeben, die diese Frage nun ermitteln will. Mit UnterstĂŒtzung eines eher seltsamen Hobbydetektivs, der sogar eine Belohnung von 2000 Euro ausgelobt hat, fĂŒr Hinweise die zur Ergreifung der KönigsschĂ€nder*innen fĂŒhren. Dabei ist es ja eine Sache, eine persönliche Obsession fĂŒr den berĂŒhmten bayerischen „MĂ€rchenkönig“ zu haben und die CorneliusbrĂŒcke zukĂŒnftig zusĂ€tzlich zum königlichen Haupt noch mit einem königlichen Leib verunstalten zu wollen, aber eine ganz andere, eine Belohnung auszusetzen, fĂŒr die Ergreifung von TĂ€tern! Zumindest braucht man sich bei letzterem nicht wundern, wenn man dann den wohlverdienten Hass derer abbekommt, die weder fĂŒr die Statuen irgendwelcher Herrscher*innen etwas ĂŒbrig haben, noch es schĂ€tzen, wenn deren Bonzen-MĂ€zene ihnen die Bullen auf den Hals hetzen.

Ach ja, eines noch: Ob schwul oder nicht, fĂŒr einen König – egal ob lebendig oder als Statue – gibt es nur einen einzigen angemessenen Ort: ErtrĂ€nkt in der Isar.




Quelle: Zuendlumpen.noblogs.org