Juli 29, 2022
Von Indymedia
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Im Januar 2009 erfuhren Aktivist*innen in Austin, Texas, dass einer von ihnen, ein weißer Aktivist namens Brandon Darby, als FBI[1]-Informant Gruppen infiltriert hatte, die gegen die Republican National Convention (RNC)[2] protestierten. Darby gab spĂ€ter zu, bei Planungstreffen und wĂ€hrend des Kongresses AufnahmegerĂ€te getragen zu haben.

Darby sagte im Februar 2009 im Namen der Regierung im Prozess gegen zwei texanische Aktivisten aus, die auf dem RNC wegen der Herstellung und des Besitzes von Molotow-Cocktails verhaftet wurden, nachdem Darby sie dazu aufgefordert hatte. Den beiden jungen MĂ€nnern, David McKay und Bradley Crowder, drohten jeweils bis zu fĂŒnfzehn Jahre GefĂ€ngnis. Crowder akzeptierte einen Vergleich, der ihm eine dreijĂ€hrige Haftstrafe in einem BundesgefĂ€ngnis einbrachte; McKay bekannte sich unter dem Druck der Bundesstaatsanwaltschaft ebenfalls schuldig, im Besitz von “nicht registrierten Molotow-Cocktails” gewesen zu sein, und wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Die von Darby gesammelten Informationen könnten auch zum Verfahren gegen die “RNC 8” beigetragen haben, Aktivist*innen aus dem ganzen Land, die wegen “Verschwörung zum Aufruhr und Verschwörung zur BeschĂ€digung von Eigentum zur Förderung des Terrorismus” angeklagt sind. Die Aktivist*innen in Austin waren besonders fassungslos ĂŒber die EnthĂŒllung, dass Darby als Informant gedient hatte, weil er an verschiedenen linken Projekten beteiligt war und eine fĂŒhrende Rolle bei Common Ground Relief (CGR) spielte, einer in New Orleans ansĂ€ssigen Organisation, die sich fĂŒr die kurzfristigen BedĂŒrfnisse von Gemeindemitgliedern einsetzt, die durch Naturkatastrophen in der GolfkĂŒstenregion vertrieben wurden, und die sich fĂŒr den Wiederaufbau der Region einsetzt und den Katrina [3] -Evakuierten das Recht auf RĂŒckkehr sichert.

Ich war ĂŒberrascht, aber nicht schockiert von dieser Nachricht. Als Studentin an der University of Texas hatte ich erfahren, dass die Campus-Polizei routinemĂ€ĂŸig Polizeibeamt*innen in zivil zu den Treffen radikaler Studierendengruppen schickte – einfach, um sie im Auge zu behalten. Das war im Herbst 2001. Wir erlebten die GrĂŒndung des Ministeriums fĂŒr Innere Sicherheit [4], sahen zu, wie ein Cowboy-PrĂ€sident einen Krieg gegen den Terror fĂŒhrte [5], und versuchten zu ĂŒberlegen, was wir tun könnten, um den faschistischen Staatsumbau, der sich vor unseren Augen abspielte, zu bekĂ€mpfen. Damals kam es uns allerdings albern vor, dass bei unseren Treffen Polizist*innen anwesend waren – wir waren nicht die Panther, die Brown Berets oder  rabiatere Globalisierungsgegner*innen auf dem Campus (obwohl wir sie alle bewunderten); wir waren einfach junge Leute, die nicht glaubten, dass Krieg die beste Antwort auf die AnschlĂ€ge vom 11. September 2001 war. Aber es war nicht albern; das FBI schaut ĂŒber politische Arbeit nicht einfach hinweg. Jede Organisation, sei sie groß oder klein, kann die Aufmerksamkeit des Staates auf sich ziehen. Vielleicht stellt ihre Organisation eine große Bedrohung dar, vielleicht sind sie jetzt noch klein, aber eines Tages werden sie so groß sein, dass sie nicht mehr zu bĂ€ndigen sind. Der Staat entscheidet sich in der Regel dafĂŒr, die Bewegung zu töten, bevor sie wĂ€chst.

Und Informant*innen und Provokateur*innen sind die Auftragskiller des Staates. Die Behörden wĂ€hlen Leute aus, die niemandem auffallen werden. Oft ist es unmöglich zu beweisen, dass es sich um Informant*innen handelt, weil sie sich scheinbar ganz der sozialen Gerechtigkeit verschrieben haben. Sie gehen intime Beziehungen zu Aktivist*innen ein, werden zu Freund*innen und Liebhaber*innen und ĂŒbernehmen oft FĂŒhrungsaufgaben in Organisationen. Bereits eine flĂŒchtige LektĂŒre der Literatur ĂŒber soziale Bewegungen und Organisationen in den 1960er und 1970er Jahren zeigt diese Tatsache. In der FĂŒhrung der amerikanischen Indigenenbewegung wimmelte es von Informant*innen; es wird vermutet, dass Informant*innen auch weitgehend fĂŒr den Niedergang der Black Panther Party verantwortlich waren, und dasselbe lĂ€sst sich ĂŒber die Antikriegsbewegung der 1960er und 1970er Jahre vermuten. Es ĂŒberrascht nicht, dass diese Bewegungen, die von Informant*innen und Provokateur*innen zu Fall gebracht wurden, auch Orte waren, an denen Frauen und Queer-Aktivist*innen oft intensive geschlechtsspezifische Gewalt erlebten, wie die Autobiografien von Aktivistinnen wie Assata Shakur, Elaine Brown und Roxanne Dunbar-Ortiz zeigen.

Vielleicht liegt es nicht daran, dass Informant*innen schwer zu erkennen sind, sondern daran, dass wir kollektiv die Zeichen ignoriert haben, die sie verraten. Um unsere Bewegungen zu retten, mĂŒssen wir uns mit den ZusammenhĂ€ngen zwischen geschlechtsspezifischer Gewalt, mĂ€nnlichem Privileg und den Strategien auseinandersetzen, die Informant*innen (und Menschen, die sich einfach wie sie verhalten) einsetzen, um radikale Bewegungen zu destabilisieren. Immer wieder ist es heterosexuellen MĂ€nnern in radikalen Bewegungen gelungen, ihre Privilegien durchzusetzen und andere unterzuordnen. Trotz aller gegenteiligen Behauptungen ist es eine Tatsache, dass radikale soziale Bewegungen und Organisationen in den Vereinigten Staaten sich geweigert haben, geschlechtsspezifische Gewalt [6] als Bedrohung fĂŒr das Überleben unserer KĂ€mpfe ernsthaft anzugehen. Wir haben Frauenfeindlichkeit, Homofeindlichkeit und Heterosexismus als kleinere Übel – als zweitrangige Probleme – behandelt, die sich irgendwann von selbst erledigen oder in den Hintergrund treten werden, sobald die “echten” Probleme – Rassismus, Polizei, Klassenungleichheit, US-Angriffskriege – gelöst sind. Die Entscheidung fĂŒr Ignoranz hat ernste Konsequenzen. Frauen- und Homofeindlichkeit sind von zentraler Bedeutung fĂŒr die Reproduktion von Gewalt in radikalen Aktivist*innengemeinschaften. Kratze an einem Frauenfeind und du wirst einen homofeindlichen Menschen finden. Kratzt man etwas tiefer, findet man vielleicht das Zeug zu einem zukĂŒnftigen Informanten (oder jemandem, der Bewegungen einfach nur destabilisiert, wie es Informanten tun).

Das Zeug zu einem Informanten: Brandon Darby und Common Ground

Bei Democracy Now! sprach Malik Rahim, ehemaliger Black Panther und MitbegrĂŒnder von Common Ground in New Orleans, darĂŒber, wie erschĂŒttert er von Darbys EnthĂŒllung war, ein FBI-Informant gewesen zu sein. Mehrmals erklĂ€rte er, dass es ihm das Herz gebrochen habe. Er beklagte vor allem all die “jungen Damen”, die Common Ground als Folge von Darbys herrschsĂŒchtigem, aggressivem Organisationsstil verlassen hatten. Aber als diese “jungen Damen” sich beschwert hatten? Nun, ihre Bedenken stießen wahrscheinlich auf wohlwollende, aber letztlich unempfĂ€ngliche Ohren – alles mag wahr gewesen sein, und im Nachhinein gibt jeder zu, wie störend Darby war, der schnell gewalttĂ€tige, schlecht durchdachte direkte AktionsplĂ€ne vorschlug, die jeden gefĂ€hrdeten, mit dem er arbeitete. Es gab sogar Behauptungen, dass Darby Organisatorinnen bei Common Ground sexuell angegriffen hatte und sich generell abweisend gegenĂŒber Frauen verhielt, die in der Organisation arbeiteten.[7] Darby schuf Konflikte in allen Organisationen, mit denen er arbeitete, doch die Leute zögerten, ihn wegen seiner Geschichte und seines Rufs als Organisator und seiner “Hingabe” an “die Arbeit” zur Verantwortung zu ziehen. Die Leute verteidigten ihn tatsĂ€chlich so lange, bis er sich als FBI-Informant outete. Sogar Rahim entschied sich trotz all seiner SchuldgefĂŒhle und Ängste dafĂŒr, Darby die Leitung von Common Ground zu ĂŒberlassen, obwohl jedes Mal, wenn es in der Organisation einen Konflikt gab, Darby darin verwickelt zu sein schien.

Wenn wir als Organisator*innen die kollektive Rechenschaftspflicht im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt zu einem zentralen Bestandteil unserer Praxis machen wĂŒrden, könnten wir vielleicht Menschen neutralisieren, die im Auftrag des Staates daran arbeiten, unsere KĂ€mpfe zu untergraben. Ich spreche nicht von Hexenjagden; ich spreche davon, uns so zu organisieren, dass wir einen potenziellen Brandon Darby im Keim ersticken, bevor er mehr Menschen verletzen kann. Informant*innen sind schwer auszumachen, aber ich vermute, dass dort wo Rauch ist, auch Feuer ist. Jemand, der ĂŒberall wo er hinkommt Chaos verursacht, ist entweder ein*e Informant*in oder eine unverantwortliche, unberechenbare Zeitbombe, die unbeabsichtigt genauso effektiv sein kann, wenn es darum geht die Organisierung sozialer Gerechtigkeit zu untergraben. Letztlich verrichten beide die Arbeit des Staates und mĂŒssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Ein kurzer historischer RĂŒckblick auf geschlechtsspezifische Gewalt in radikalen Bewegungen

Ein RĂŒckblick auf die radikalen Organisationen und sozialen Bewegungen der 1960er und 1970er Jahre liefert einen wichtigen historischen Kontext fĂŒr diese Diskussion. Die Erinnerungen von Frauen, die aktiv an diesen KĂ€mpfen beteiligt waren, zeigen, wie weit verbreitet die Toleranz (und in einigen FĂ€llen die BefĂŒrwortung) von geschlechtsspezifischer Gewalt war. Angela Davis, Assata Shakur und Elaine Brown, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der Black Panther Party (BPP) organisiert waren, nannten Sexismus und die Ausbeutung von Frauen (und ihrer Organisationsarbeit) in der BPP als einen ihrer HauptgrĂŒnde fĂŒr den Austritt aus der Gruppe (im Fall von Brown und Shakur) oder fĂŒr ihre Weigerung, jemals offiziell beizutreten (im Fall von Davis). Obwohl von Frauen oft erwartet wurde, dass sie erhebliche persönliche Opfer brachten um die Bewegung zu unterstĂŒtzen, gab es fĂŒr Frauen, die von mĂ€nnlichen Genossen schikaniert wurden, keine UnterstĂŒtzung oder Möglichkeiten, Wiedergutmachung zu erhalten. Ob es nun BPP-Organisatoren waren, die die Tatsache ignorierten, dass Eldridge Cleaver seine Frau, die bekannte Aktivistin Kathleen Cleaver, schlug, MĂ€nner, die Frauen zum Sex zwangen, oder einfach MĂ€nner, die Organisatorinnen als untergeordnete sexuelle Spielzeuge behandelten – die BPP und Ă€hnliche Organisationen neigten dazu, die zersetzenden Auswirkungen geschlechtsspezifischer Gewalt auf den Befreiungskampf nicht ernst zu nehmen. In vielerlei Hinsicht hat Elaine Browns Autobiografie, “A Taste of Power: A Black Woman’s Story”, die hĂ€ssliche RealitĂ€t der Frauenfeindlichkeit in der Bewegung und die verschiedenen Wege, auf denen sowohl MĂ€nner als auch Frauen mĂ€nnliche Privilegien und geschlechtsspezifische Gewalt in diesen Organisationen reproduzierten und verstĂ€rkten, am deutlichsten aufgezeigt. Ihre Erfahrung als einzige Frau an der Spitze der BPP hat sie nicht von der brutalen Frauenfeindlichkeit der Organisation befreit. Sie berichtet, dass sie von verschiedenen mĂ€nnlichen Genossen (darunter Huey Newton) angegriffen und von Eldridge Cleaver geschlagen und terrorisiert wurde, der ihr wĂ€hrend einer Delegation nach China drohte, sie “in Algerien zu begraben”. Ihre Biografie zeigt deutlicher als die von Davis oder Shakur, wie das maskulinistische Auftreten der BPP (und im weiteren Sinne vieler radikaler Organisationen jener Zeit) eine Kultur der Gewalt und Frauenfeindlichkeit schuf, die sich letztlich als das VerhĂ€ngnis der Organisation herausstellte.

Diese ErzĂ€hlungen entmystifizieren das Erbe der geschlechtsspezifischen Gewalt in genau den Organisationen, zu denen viele von uns aufschauen. Sie zeigen, wie Frauenfeindlichkeit in diesen RĂ€umen normalisiert wurde, als “persönlich” abgetan oder als nicht so wichtig wie die ernsthafteren KĂ€mpfe gegen Rassismus oder Klassenungleichheit. Geschlechtsspezifische Gewalt war historisch tief in der politischen Praxis der Linken verankert und stellte eine der grĂ¶ĂŸten (wenn auch weitgehend uneingestandenen) Bedrohungen fĂŒr das Überleben dieser Organisationen dar. Wenn wir jedoch der Arbeit von Davis, Shakur, Brown und anderen Beachtung schenken, können wir die Fehler der Vergangenheit vermeiden und andere Arten von politischer Gemeinschaft schaffen.

Die rassistische Politik der geschlechtsspezifischen Gewalt

Rassifizerung verkompliziert die Art und Weise, in der sich geschlechtsspezifische Gewalt in unseren Gemeinschaften entfaltet. In “Looking for Common Ground: Relief Work in Post-Katrina New Orleans as an American Parable of Race and Gender Violence” (Auf der Suche nach Common Ground: Hilfsarbeit in New Orleans nach Katrina als amerikanisches Gleichnis fĂŒr Race– und Geschlechtergewalt) untersucht Rachel Luft das beunruhigende Muster sexueller Übergriffe auf weiße weibliche Freiwillige durch weiße mĂ€nnliche Freiwillige, die 2006 im Upper Ninth Ward Wiederaufbauarbeit leisteten. Sie zeigt auf, wie Common Ground es versĂ€umte, die Übergriffe weißer MĂ€nner auf ihre Mitorganisatorinnen zu thematisieren und stattdessen die Schuld auf die umliegende schwarze Gemeinschaft schob und weiße Aktivistinnen warnte, dass sie vorsichtig sein mĂŒssten, weil New Orleans ein gefĂ€hrlicher Ort sei. Letztlich erwies es sich als einfacher, schwarze MĂ€nner aus der Nachbarschaft zu kriminalisieren, als anzuerkennen, dass weiße Frauen und Transgender-Organisator*innen am ehesten von weißen MĂ€nnern angegriffen wurden, mit denen sie zusammenarbeiteten. In einem Fall wurde ein weißer mĂ€nnlicher Freiwilliger erst der Polizei ĂŒbergeben, nachdem er innerhalb einer Woche mindestens drei Frauen sexuell missbraucht hatte. Das Privileg, das weiße MĂ€nner in Common Ground genossen, einer Organisation, die sich angeblich antirassistisch einsetzte, bedeutete, dass sie gegenĂŒber Frauen und Queer-Aktivist*innen gewalttĂ€tig sein konnten, destruktives Verhalten an den Tag legen konnten, das die Arbeit der Organisation untergrub, und dabei wussten, dass die Bewegung sie nicht in der gleichen Weise zur Rechenschaft ziehen wĂŒrde wie die schwarzen MĂ€nner in der Gemeinde, in der sie arbeiteten.

NatĂŒrlich ist das mĂ€nnliche Privileg nicht einheitlich – weiße und BIPOC MĂ€nner sind ungleiche Teilnehmer und Nutznießer des Patriarchats, obwohl sie beide geschlechtsspezifische Gewalt reproduzieren können und dies auch tun. Diese Ungleichheit in der Verteilung der Vorteile des Patriarchats geht auch an Frauen- und Queer-Organisator*innen nicht vorbei, wenn wir versuchen, BIPOC MĂ€nner zu konfrontieren, die in unseren Gemeinschaften geschlechtsspezifische Gewalt ausĂŒben. Wir machen uns oft Sorgen darĂŒber, dass wir bestimmte Arten rassistischer Gewalt reproduzieren, die sich unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig stark gegen BIPOC MĂ€nner richten. Es widerstrebt uns verstĂ€ndlicherweise, die Polizei zu rufen, den Staat in irgendeiner Weise einzuschalten oder BIPOC MĂ€nner der Gnade eines historisch rassistischen Straf(un)rechtssystems auszuliefern; dennoch treten unsere Gemeinschaften (politisch und anderweitig) oft nicht auf, um in unserem Namen Gerechtigkeit zu fordern. Wir fĂŒhlen uns nicht wohl dabei, mit Therapeut*innen zu sprechen, die nur Stereotypen darĂŒber bestĂ€tigen, wie abgefuckt und außergewöhnlich gewalttĂ€tig unsere Gemeinschaften sind. Die Linke bietet oft noch weniger UnterstĂŒtzung. Unsere Viktimisierung ist bedauerlich, problematisch, aber letztlich weniger wichtig fĂŒr “die Arbeit” als die rassifizierten MĂ€nner, die geschlechtsspezifische Gewalt in unseren Gemeinschaften reproduzieren.

Misogynie [8] in der Linken: Eine persönliche Reflexion

In der ersten Community-Gruppe, in der ich aktiv mitarbeitete, begegnete ich einem Ausmaß an Frauenfeindlichkeit, das ich mir in einer Organisation, die eigentlich eine radikale People-of-Color-Organisation sein sollte, nie hĂ€tte vorstellen können. Ich hatte eine sexuelle/romantische Beziehung zu einem Ă€lteren Chicano-Aktivisten in der Gruppe. Ich war neunzehn, eine unerfahrene junge schwarze Aktivistin, er war dreißig. Er bat mich, unsere Beziehung geheim zu halten, und ich willigte widerwillig ein. SpĂ€ter, als er die Beziehung beendete und ich von Depressionen geplagt war, fand ich heraus, dass er mit mindestens zwei anderen Frauen geschlafen hatte, wĂ€hrend wir zusammen waren. Eine davon war eine Freundin von mir, eine andere junge Frau, mit der wir etwas organisierten. Sie wusste nichts von unserer Beziehung, die er ihr verschwiegen hatte, und schlief mit ihm, bis er verschwand und sich weigerte, ihre Anrufe zu beantworten oder das abrupte Ende ihrer Beziehung zu erklĂ€ren. Nachdem sie und ich unsere Erfahrungen ausgetauscht hatten, begannen wir, uns mit anderen Frauen auszutauschen, die diesen Mann kannten und mit ihm etwas organisiert hatten.

Wir hörten von den Frauen, die eine Chican@[9]-Studierendengruppe verlassen hatten und nie mehr zurĂŒckkamen, nachdem seine LĂŒgen und Geheimnisse aufflogen, wĂ€hrend die Gruppe an einer zapatistischen Aktion in Mexiko-Stadt teilnahm. Die queere, radikale, weiße Organisatorin, die Austin verließ, um seinem Missbrauch zu entkommen. Eine andere weiße Frau, eine Sozialarbeiterin, die dachte, sie könnten heiraten, nur um eines Abends in seine Wohnung zu kommen und mich dort vorzufinden. Und dann waren da noch die, die nach mir kamen. Ich habe mich immer gefragt, ob sie wussten, wer er wirklich war. Die Frauen, mit denen er ausging, waren erstaunliche, schöne, tolle, radikale Frauen, die er als Schutzschild benutzte, um an Orte zu gelangen, von denen er wusste, dass sie fĂŒr einen solchen Frauenfeind niemals offen sein wĂŒrden. Ich meine, wenn diese coole Frau, die in Chiapas arbeitete, Spanisch sprach und mit Einwanderer*innen ohne Papiere arbeitete, mit ihm zusammen war, dann muss er doch toll sein, oder? Falsch.

Aber seine Frauenfeindlichkeit endete nicht dort; sie spiegelte sich auch in seinem Organisationsstil wider. In Sitzungen sprach er immer am lautesten und am lĂ€ngsten und verwendete einen akademischen Jargon, der jede Diskussion komplexer machte als nötig. Die akademische Sprache schĂŒchterte Menschen ein, die weniger gebildet waren als er, denn er schien mehr ĂŒber radikale Politik zu wissen als alle anderen. Er redete auf andere MĂ€nner in der Gruppe ein, vor allem auf diejenigen, die er fĂŒr weniger intelligent hielt als ihn, was im Grunde alle waren. Dann schaltete er einen Gang zurĂŒck, entschuldigte sich dafĂŒr, dass er den Raum dominierte, und rĂ€umte ein, dass er sein mĂ€nnliches Privileg checken mĂŒsse. Ironischerweise tĂ€uschte er Unwissenheit vor, wenn ihn die Leute auf seinen Scheiß ansprachen – was sollten sie auch meinen, wenn sie sagten, sein Verhalten sei maskulinistisch und sexistisch? Er beklagte sich darĂŒber, dass er infantilisiert wurde, und weigerte sich zu sehen, wie er die Leute die ganze Zeit infantilisierte. Die Tatsache, dass er ein BIPOC Mann war, der gute Reden ĂŒber Rassismus und den antirassistischen Kampf halten konnte, verdeckte sein missbrĂ€uchliches Verhalten sowohl in radikalen Organisationen als auch in seinen persönlichen Beziehungen. Eine seiner ehemaligen Partnerinnen erzĂ€hlte mir: “Seine radikale Analyse erlaubte es den Menschen (meist MĂ€nnern, aber gelegentlich auch Frauen), ihm zu verzeihen, dass er in seinen Beziehungen dominierend und missbrĂ€uchlich war. Frauen mussten ihre Kritik an seinem Verhalten an der TĂŒr abgeben, damit wir nicht einen BIPOC Mann in der Bewegung verlieren.” Einer der GrĂŒnde, warum es so schwierig ist, BIPOC MĂ€nner fĂŒr die Reproduktion geschlechtsspezifischer Gewalt zur Rechenschaft zu ziehen, ist, dass BIPOC Frauen und weiße Aktivistinnen weiterhin in der Vorstellung verhaftet sind, dass BIPOC MĂ€nner es schwerer haben als alle anderen. Wie kann man jemanden zur Rechenschaft ziehen, wenn man glaubt, er sei das Ziel Nummer eins fĂŒr den Staat?

Leider war er nicht der einzige Mann dieser Art, dem ich in radikalen Kreisen begegnet bin – nur einer der klĂŒgeren. Wenn ich mir alte E-Mails ansehe, bin ich schockiert, wie viele E-Mails von MĂ€nnern, mit denen ich mich organisiert habe, in Ton und Inhalt beleidigend waren und wie schnell sie andere wegen kleinerer Fehler schlecht machten. Noch ĂŒberraschter bin ich ĂŒber meine sanftmĂŒtigen, diplomatischen Antworten – wie eine Überlebende von Missbrauch – als ich versuchte, Compañeros zu beschwichtigen, die nichts dabei fanden, ihre Partner*innen, Freund*innen und andere Organisator*innen anzuschreien. Solche MĂ€nner gab es in verschiedenen Organisationen, mit denen ich zusammenarbeitete. Der eine, der seine Freundin vor einer Gruppe BIPOC Jugendlicher wĂ€hrend eines Sommer-Encoentros, das wir veranstalteten, als Schlampe bezeichnete. Derjenige, der ein queeres Chicana-Paar wĂ€hrend einer Reise nach Mexiko sexuell belĂ€stigte und versuchte, sie zu einem Dreier zu drĂ€ngen. Die Jungs, die sagten, sie wĂŒrden eine Aufgabe erledigen, es aber nicht taten; die Forderungen ihrer Compañeras nach Rechenschaft abtaten: Frauen die Aufgabe ĂŒbernehmen ließen und dann, als sie fertig waren, den ganzen Ruhm fĂŒr die harte Arbeit der anderen einheimsten. Der Doktorand, der seine Partnerin schlug – jeder wusste, dass er es getan hatte, aber immer wenn jemand nachfragte, schauten die Leute nur beschĂ€mt und verlegen und murmelten: “Es ist kompliziert.” Diejenigen, die sich stĂ€ndig ĂŒber queere Menschen lustig machten, sogar ĂŒber die, mit denen sie sich organisiert hatten. Vor allem derjenige, der es fĂŒr einen revolutionĂ€ren Akt hielt, “all diese Sch******** zu töten, diese N****, die unsere Kinder, unsere HĂ€user, unsere Welt und unser Leben kaputt machen!” Derjenige, der dich in einer Sitzung niederbrĂŒllt oder dir sagt, dass du keine Feministin sein kannst, weil du zu hĂŒbsch bist. Oder der, der dachte, HomosexualitĂ€t sei eine Krankheit aus Europa.

Ja, dieser Typ.

Die meisten dieser Typen waren wahrscheinlich keine Informanten. Was schade ist, denn das bedeutet, dass sie keinen Cent fĂŒr ihre zerstörerische Arbeit bekommen. Wir könnten diese Frauenfeinde jedoch als ungewollte Agenten des Staates betrachten. UnabhĂ€ngig davon, ob sie tatsĂ€chlich Informanten sind oder nicht, unterstĂŒtzt die Arbeit, die sie leisten, die laufende Terrorkampagne des Staates gegen soziale Bewegungen und die Menschen, die sie schaffen. Wenn queere Organisator*innen gedemĂŒtigt und ihre politischen KĂ€mpfe ins Abseits gedrĂ€ngt werden, ist das Teil eines laufenden staatlichen Gewaltprojekts gegen Radikale. Wenn Frauen wissentlich mit Geschlechtskrankheiten angesteckt, körperlich misshandelt, in Versammlungen abgewiesen, beiseite geschoben und aus radikalen OrganisationsrĂ€umen verdrĂ€ngt werden, wĂ€hrend unsere VerbĂŒndeten bekannte Frauenfeinde verteidigen, machen sich die Organisator*innen an den BemĂŒhungen des Staates mitschuldig, uns zu zerstören.

Der Staat hat bereits eine Tatsache begriffen, die die Linke nur schwer akzeptieren kann: Frauenfeinde sind hervorragende Informanten. Bevor oder unabhĂ€ngig davon, ob sie jemals vom Staat rekrutiert werden, um eine Bewegung zu stören oder eine Organisation zu destabilisieren, haben sie sich schon gut mit den Praktiken des störenden Verhaltens vertraut gemacht. Sie benötigen fast keine Ausbildung und können sofort mit ihrer Arbeit beginnen. Was ist lĂ€hmender fĂŒr unsere Arbeit als wenn Frauen und/oder queere Menschen unsere Bewegungen verlassen, weil sie wiederholt belogen, gedemĂŒtigt, körperlich/verbal/emotional/sexuell missbraucht wurden? Oder wenn man GesprĂ€che ĂŒber die Arbeit verschieben muss, um Gruppensitzungen der Auseinandersetzung mit der jĂŒngsten Beleidigung eines einzelnen Mitglieds zu widmen? Oder wenn diese Person Fehlinformationen verbreitet und damit Verwirrung und Reibung unter radikalen Gruppen stiftet? Nichts verlangsamt den Aufbau einer Bewegung so sehr wie ein Frauenfeind.

Was das FBI versteht, ist, dass unsere Bewegungen ihr Potenzial, diese Welt neu zu gestalten, nie ausschöpfen werden, wenn es in aktivistischen RĂ€umen Menschen gibt, die sich der MachtĂŒbernahme verschrieben haben und die Macht als Herrschaft verstehen. Wenn wir unsere Energien darauf verwenden, uns von dem Schlamassel zu erholen, den Informanten (und Leute, die sich wie sie verhalten) verursachen, werden wir uns nie auf die eigentliche Arbeit konzentrieren können, nĂ€mlich frei zu werden und die Art von lebensbejahenden, menschenzentrierten Gemeinschaften aufzubauen, in denen wir leben wollen. Um es mit den Worten von Bell Hooks zu sagen: Wo es einen Willen zur Herrschaft gibt, kann es keine Gerechtigkeit geben, denn wir werden unweigerlich weiterhin dieselben Arten von Ungerechtigkeit reproduzieren, gegen die wir angeblich kĂ€mpfen. Es ist an der Zeit, dass unsere Bewegungen einen radikalen Wandel von innen heraus vollziehen.

Blick nach vorn: Geschlechtergerechtigkeit in unseren Bewegungen schaffen

Radikale Bewegungen können sich die Zerstörung, die geschlechtsspezifische Gewalt verursacht, nicht leisten. Wenn wir die politischen Auswirkungen patriarchaler Verhaltensweisen in unseren Gemeinschaften unterschĂ€tzen, wird unsere Arbeit nicht ĂŒberleben.

In letzter Zeit habe ich mich mit der Arbeit von Queer-Feminist*innen of Color beschĂ€ftigt, um zu ĂŒberlegen, wie wir diese Verhaltensweisen in unseren Bewegungen in Frage stellen können. Ich habe die Autobiografien von Frauen gelesen, die das Chaos sozialer Bewegungen durchlebt haben, die durch Machismo geschwĂ€cht wurden. Ich greife auf die Arbeiten von Bell Hooks, Roxanne Dunbar-Ortiz, Toni Cade Bambara, Alice Walker, Audre Lorde, Gioconda Belli, Margaret Randall, Elaine Brown, Pearl Cleage, Ntozake Shange und Gloria AnzaldĂșa zurĂŒck, um zu sehen, wie andere Frauen geschlechtsspezifische Gewalt in diesen RĂ€umen verhandelt haben, und um saubere oder einfache Antworten auf die Frage zu problematisieren, wie Gewalt in unseren Gemeinschaften reproduziert wird. Auch neuere Arbeiten von radikalen Feminist*innen of Color waren unglaublich hilfreich, insbesondere das Zine “Revolution Starts at Home: Confronting Partner Abuse in Activist Communities” (Revolution startet zuhause: Gewalt in Partnerschaften in aktivistischen Gemeinschaften angehen), herausgegeben von Ching-In Chen, Dulani, und Leah Lakshmi Piepzna-Samarasinha.

Aber es gibt nicht nur BĂŒcher, sondern auch viele andere Ressourcen, um sich diesem Dilemma zu stellen. Der einfache Akt des Sprechens und Teilens unserer Wahrheiten ist eines der mĂ€chtigsten Werkzeuge, die wir haben. Ich habe mit Ă€lteren Menschen gesprochen, mit Ă€lteren Women of Color, die das erlebt haben, womit ich kĂ€mpfe, und mich mit anderen Frauen ĂŒber ihre Überlebensgeschichten ausgetauscht. Im Sommer 2008 begann ich, Workshops ĂŒber die Beendigung von Frauenfeindlichkeit und den Aufbau kollektiver Formen der Verantwortlichkeit mit Cristina TzintzĂșn, einer in Austin ansĂ€ssigen Gewerkschaftsorganisatorin und Autorin des Essays “Killing Misogyny: A Personal Story of Love, Violence, and Strategies for Survival” (Frauenfeindlichkeit töten: Eine persönliche Geschichte von Liebe, Gewalt und Überlebensstrategien). Wir haben auch mit der noch befreienderen Praxis begonnen, unsere Erfahrungen öffentlich zu benennen und unsere Gemeinschaften aufzufordern, sich mit dem auseinanderzusetzen, was wir und so viele andere erlebt haben.

Der Abbau von Frauenfeindlichkeit kann nicht nur eine Aufgabe fĂŒr Frauen sein. Wir alle mĂŒssen diese Arbeit leisten, weil das Überleben unserer Bewegungen davon abhĂ€ngt. Solange wir nicht eine radikale feministische und queere politische Ethik, die heteropatriarchale Organisationsformen direkt in Frage stellt, in den Mittelpunkt unserer politischen Praxis stellen, werden radikale Bewegungen weiterhin von den Eskapaden der Brandon Darbys (und Leuten, die keine Informanten sind, sondern sich nur so verhalten) zerstört werden. Eine queere, radikale, feministische Ethik der Verantwortlichkeit wĂŒrde uns herausfordern zu erkennen, wie geschlechtsspezifische Gewalt in unseren Gemeinschaften, Beziehungen und Organisationspraktiken reproduziert wird. Obwohl es viele Wege gibt, dies zu tun, möchte ich vorschlagen, dass es drei SchlĂŒsselschritte gibt, mit denen wir beginnen können.

Erstens mĂŒssen wir Frauen und queere Menschen in unseren Bewegungen, die zwischenmenschliche Gewalt erfahren haben, unterstĂŒtzen und uns an einem kollektiven Heilungsprozess beteiligen. Zweitens mĂŒssen wir einen kollektiven Dialog darĂŒber fĂŒhren, wie unsere Gemeinschaften aussehen sollen und wie wir sie fĂŒr alle sicher machen können. Drittens mĂŒssen wir ein Modell fĂŒr kollektive Rechenschaftspflicht entwickeln, das das Private wirklich als politisch behandelt und uns hilft, in unseren Gemeinschaften Gerechtigkeit zu praktizieren. Wenn wir es zulassen, dass Frauen/Queer-Organisator*innen aktivistische RĂ€ume verlassen und Menschen schĂŒtzen, deren Gewalt ihren Weggang provoziert hat, sagen wir damit, dass wir diese de facto staatlichen Agenten, die die Arbeit stören, mehr schĂ€tzen als Menschen, deren Arbeit Bewegungen aufbaut und erhĂ€lt.

So wĂŒtend mich die geschlechtsspezifische Gewalt in der Linken auch macht, ich bin hoffnungsvoll. Ich glaube, dass wir die FĂ€higkeit haben, uns zu verĂ€ndern und mehr Gerechtigkeit in unseren Bewegungen zu schaffen. Wir mĂŒssen keine Hexenjagd veranstalten, um Frauenfeinde und Informanten zu entlarven. Sie outen sich jedes Mal, wenn sie sich weigern, sich zu entschuldigen, die Verantwortung fĂŒr ihre Handlungen zu ĂŒbernehmen, Konflikte zu schĂŒren und sich weigern, sie im Konsens zu lösen, ihre Compañer@s schlecht zu behandeln. Wir mĂŒssen nicht nach ihnen suchen, aber wenn wir mit ihren destruktiven Verhaltensweisen konfrontiert werden, mĂŒssen wir sie zur Verantwortung ziehen. Unsere Strategien mĂŒssen nicht strafend sein; die Menschen haben ein Recht auf ihre Fehler. Aber wir sollten erwarten, dass die Menschen zu diesen Handlungen stehen und nicht zulassen, dass sie zu einem Muster werden.

Wir haben ein Recht darauf, wĂŒtend zu sein, wenn in den Gemeinschaften, die wir aufbauen und die das Modell fĂŒr eine bessere, gerechtere Welt sein sollen, dieselbe Art von queerfeindlicher, frauenfeindlicher und rassistischer Gewalt herrscht, die die Gesellschaft durchdringt. Als radikale Organisator*innen mĂŒssen wir uns gegenseitig zur Rechenschaft ziehen und dĂŒrfen nicht zulassen, dass Frauenfeinde in diesen RĂ€umen so viel Macht ausĂŒben können. Wir dĂŒrfen nicht zulassen, dass sie die Gesichter, Stimmen und AnfĂŒhrer dieser Bewegungen sind. Wir dĂŒrfen nicht zulassen, dass sie eine Compañera vergewaltigen und dann in den verdammten FĂŒnf-Uhr-Nachrichten erscheinen. In Brandon Darbys Fall, selbst wenn niemand vermutet hĂ€tte, dass er ein Informant ist, hĂ€tte sein dominantes und machohaftes Verhalten ausreichen mĂŒssen, um seine FĂŒhrungsrolle in Frage zu stellen. Wenn wir nicht zulassen, dass Frauenfeindlichkeit in unseren Gemeinschaften und Bewegungen Wurzeln schlĂ€gt, schĂŒtzen wir uns nicht nur vor den BemĂŒhungen des Staates, unsere Arbeit zu zerstören, sondern schaffen auch stĂ€rkere Bewegungen, die nicht von innen heraus zerstört werden können.

1 Das FBI soll fĂŒr das VerstĂ€ndnis ganz grob vergleichbar mit dem deutschen Verfassungsschutz sein.

2 Das sind die Nominierungsparteitage der Republikanischen Partei.

3 Gemeint sind die Betroffenen vom Hurricane “Katrina” 2005, der massivste VerwĂŒstung angerichtet hatte.

4 Englisches Original: Department of Homeland Security.

5 George W. Bush im Irak.

6 Ich verwende den Begriff geschlechtsspezifische Gewalt, um auf die Art und Weise hinzuweisen, in der Homophobie und Frauenfeindlichkeit in heteronormativen Auffassungen von GeschlechtsidentitĂ€t und Geschlechterrollen verwurzelt sind. Heterosexismus unterdrĂŒckt nicht nur nicht-normative SexualitĂ€ten, sondern reproduziert auch normative Geschlechterrollen und -identitĂ€ten, die die Logik des Patriarchats und mĂ€nnliche Privilegien verstĂ€rken.

7 Dies erfuhr ich aus informellen GesprĂ€chen mit Frauen, die sich mit Darby in Austin und New Orleans organisiert hatten, als sie an der Austin Informants Working Group teilnahmen, die von Leuten gebildet wurde, die mit Darby zusammengearbeitet hatten und von seiner EnthĂŒllung, dass er ein FBI-Informant war, fassungslos waren.

8 Mysogenie ist in diesem Text mit Frauenfeindlichkeit ĂŒbersetzt. Geschlechterspezifische Feindbilder dienen der Machterhaltung des Patriarchats. Ebenso zĂ€hlen dazu auch Transfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit und Homophobie.

9 Mexikanische Amerikaner. Chican@ anstelle der mÀnnlichen Form Chicano oder weiblichen Chicana.




Quelle: De.indymedia.org