Oktober 17, 2021
Von InfoRiot
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In den StĂ€dten wurden 2015/16 fĂŒr MillionenbetrĂ€ge GemeinschaftsunterkĂŒnfte fĂŒr Asylbewerber gebaut. In Templin steht der Komplex seit Jahren leer.

Templin ·

Auf dem Höhepunkt der FlĂŒchtlingswelle 2015 hat der Landkreis Uckermark sowohl in Templin als auch in Prenzlau Notquartiere aus Wohncontainern fĂŒr Asylbewerber errichten und einrichten lassen. In Templin wird der Komplex in der Milmersdorfer Chaussee schon seit 2018 nicht mehr als Gemeinschaftsunterkunft genutzt, er steht seither leer. Ein UckermĂ€rker, der namentlich ungenannt bleiben will, fragt sich, was mit den Containern passieren soll?

Mehr zum Thema: Bau von UnterkĂŒnften hat begonnen

FĂŒr beide Standorte verfolgt der Landkreis Uckermark, der fĂŒr die Unterbringung von Asylbewerbern und FlĂŒchtlingen zustĂ€ndig ist, unterschiedliche Konzepte. „Alle drei Containerkomplexe am Standort der Gemeinschaftsunterkunft Prenzlau werden langfristig benötigt. In zwei Containerkomplexen werden aktuell Asylsuchende untergebracht. Ein Containerkomplex mit 90 PlĂ€tzen wird als Reserve beziehungsweise pandemie-bedingte QuarantĂ€necontainer durch den Landkreis Uckermark vorgehalten“, informierte Marko Ulrich, Leiter des Sozialamtes in der Kreisverwaltung.

FĂŒr die leer stehenden Container in Templin, die sich im Eigentum der kommunalen gemeinnĂŒtzigen UckermĂ€rkischen Betreuungs- und Pflegegesellschaft befinden, gibt es noch keine PlĂ€ne. „Aktuell laufen SondierungsgesprĂ€che zur Nutzung der Liegenschaft“, so die Auskunft des Amtsleiters.

Blick zurĂŒck: Templiner Containerdorf ist bald leer

In beide Standorte flossen nicht unerhebliche Summen aus dem uckermĂ€rkischen Haushalt – 5,6 Millionen Euro fĂŒr die Gemeinschaftsunterkunft Prenzlau, noch einmal 1,85 Millionen Euro in Templin. Doch die Summen seien lediglich vorgestreckt worden. Im Rahmen der Kostenerstattung beziehungsweise der Refinanzierung seien die Ausgaben auf der Grundlage des brandenburgischen Landesaufnahmegesetz an den Landkreis inzwischen zurĂŒckgeflossen, versicherte Marko Ulrich.

Ob auf die Uckermark angesichts der politischen VerĂ€nderungen in Afghanistan und der Evakuierung von Teilen der Bevölkerung die Aufnahme weiterer FlĂŒchtlinge zukommt, konnte der Amtsleiter noch nicht prognostizieren. „Dieses Thema befindet sich derzeit in der Abstimmung zwischen den zustĂ€ndigen Stellen“, fĂŒhrte er dazu lediglich aus.




Quelle: Inforiot.de