Mai 29, 2021
Von FAU Flensburg
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Der Handelsverband Baden-WĂŒrttemberg (HBW) ist einer der „Arbeitgeber“-VerbĂ€nde, der auch wĂ€hrend der Pandemie immer weitere Angriffe auf Arbeiter:innen durchgesetzt hat. Das „AktionsbĂŒndnis 8. MĂ€rz“ Stuttgart hat sich dagegen gewehrt – mit mehr als 300 gefĂŒllten Windeln an der Pforte des HBW.

„We strike back! Wer MĂŒtter unter Druck setzt, bekommt es mit uns Frauen* zu tun!“ war auf einem Transparent zu lesen, das am Dienstag die Mauer des Handelsverbands Baden-WĂŒrttemberg schmĂŒckte. Aktuell finden Tarifverhandlungen im Einzelhandel statt. PrĂ€sidiumsmitglied des HBW Philip Merten erklĂ€rte, dass in den Tarifverhandlungen Arbeiter:innen und Unternehmen „in dieser fĂŒr alle schwierigen Zeit“ zusammen halten mĂŒssten.

Das BĂŒndnis bewertet die Tarifverhandlungen hingegen ganz anders: „Bleigewichte am Rettungsring? So bezeichnet der Handelsverband Baden-WĂŒrttemberg (HBW) die Forderungen der Gewerkschaft ver.di in der aktuellen Tarifauseinandersetzung im Einzel- und Versandhandel. Der HBW verweist auf die Coronakrise, doch was er dabei nicht erwĂ€hnt: Trotz Krise hat der Einzelhandel im elften Jahr in Folge seinen Umsatz steigern können.

Anstatt die BeschĂ€ftigten, die wĂ€hrend der Corona-Krise einer besonderen Arbeitsbelastung ausgesetzt sind, zu entlasten, nutzten die Arbeitgeber:innen die Krise fĂŒr weitere Angriffe auf die Arbeitsrechte. Mit einer weiteren Ausdehnung entgrenzter, sogenannter „flexibler Arbeitszeiten“ unter Androhung von Entlassungen wird aktuell beispielsweise bei den Modeketten H&M oder Zara die Belegschaft unter Druck gesetzt und gespalten. Besonders betroffen von diesem Angriff auf die BeschĂ€ftigten sind MĂŒtter mit Sorgeverantwortung.“

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Quelle: Fau-fl.org