April 7, 2021
Von GefangenensolidaritÀt Jena
289 ansichten


Younes A., der mittlerweile entlassen ist, hat im MĂ€rz einen weiteren Hungerstreik gegen die Schikanen gegen ihn gemacht. Wie aus seinem Bericht hervorgeht, wurde er auf die Entlassung nach 12 Jahren und 6 Monaten nicht ordentlich vorbereitet, sondern sogar zusĂ€tzlich isoliert. Damit fĂŒhrt die JVA Suhl-Goldlauter den eigenen Resozialisierungsanspruch ad absurdum.

Wir geben im Folgenden den Bericht des Gefangenen vom 9. MĂ€rz 2021 wieder:

„Seit dem 17. Dezember 2020 nur Isolation und Verleumdung gegen mich. Deshalb habe ich heute einen Hungerstreik angefangen und schriftlich der Anstalt gemeldet. Ich habe auch dem Landtag ein bisschen ĂŒber meine aktuellen Probleme berichtet. Grund des Hungerstreiks: Verleumdung durch die Seelsorgerin der JVA Goldlauter und Schikanen bei der Entlassungsvorbereitung. Ich sitze 12 Jahre und 6 Monate und seit 3 Monaten fast nur Isolation ohne Fernseher, Radio und auch keine Zeitung. [
] Ich bin AuslĂ€nder, aber ich bin ein Mensch [
] und verlange eine menschliche Behandlung. Hier bekommen aber manche Gefangene offiziell Alkohol und andere wie ich sind am Arsch!“

Jena, 6. April 2021




Quelle: Gefangenensolijena.noblogs.org