Februar 19, 2021
Von Emrawi
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Wir*haben uns entschieden diese Texte zu veröffentlichen, da wir teils die Sichtbarkeit von Care Work in #zero covid Veröffentlichungen und #zero covid Kritiken , oder auch in Texten zu Pandememischen AusnahmezustÀnden vermissen.(soll nicht bedeuten, dass wir* diese Texte allgemein schlecht finden)

Wir*beobachten, wie viele FLINTAQ* Personen, dass sich in Zeiten der Pandemie, patriachale Gesellschaftsstrukturen, die vorher schon da waren, verstÀrken.

Daher möchten wir erstmals Statements inklusive Aufrufe von Frauen*streik Freiburg, transnational.strike.info, teilen, welche unserer*Meinung eine Sichtbarmachung von Care Work und deren MisstÀnde, aber auch feministisch KÀmpfe, die in unserer Gesellschaft zu finden sind, aufzeigen, und veruchen sie zu verbreiten.

Noch wenig Zeit, bis zum 8. MĂ€rz – „In der Pandemie wird von uns erwartet, dass wir uns in allen Bereichen unseres … privaten Lebens zurĂŒcknehmen ….. Viele von uns sind in den letzten Monaten massiv vereinsamt und haben psychische Probleme entwickelt, auch weil es innerhalb dieses Systems ĂŒblich ist, dass wir Probleme fĂŒr uns allein lösen. Viele haben ihren Arbeitsplatz verloren, stehen vor großen existenziellen Unsicherheiten und fragen sich nun, wie es weiter gehen soll. WĂ€hrend Unternehmen in westlichen Gesellschaften weiterhin Milliarden von Euro Profit erwirtschaften …, stehen viele von uns vor existenziellen Krisen. Gleichzeitig wird von uns erwartet, dass wir trotz der Infektionsgefahren weiterhin in unseren Betrieben arbeiten gehen, damit das kapitalistische Wirtschaftssystem nicht den Bach runtergeht. Die Art und Weise wie unsere Gesellschaft organisiert ist, kann immer nur Gewinnende und Verlierende hervorbringen, wobei die Interessen von uns – Frauen*, Arbeiter*innen, MĂŒttern*, Alleinerziehenden*, Migrant*innen und migrantisierten Menschen, Arbeitslosen, Wohnungslosen, Menschen auf der Flucht, Kindern und Jugendlichen, Alten, Kranken, PflegebedĂŒrftigen, Menschen mit Behinderungen, Schwarzen Frauen* und Frauen* of Color, Trans*, Inter* und queeren Personen – immer zweitrangig sein werden, wenn wir nicht beginnen, diese Gesellschaft umzukrempeln!“ (Freiburger F*Streik-Aufruf 2021) #intersectionalfeminism #internationalerfrauenkampftag #8mĂ€rz #8m #frauenstreik #feministischerstreik #feminismus #streik #countdown #westrike

Warum gehst du am 8. MĂ€rz zum Frauen*kampftag raus auf die Straße? Was macht dich wĂŒtend? Warum wĂŒrdest du DEINE Arbeit niederlegen? Zeig uns das gerne mit deinem Bild und schicke es an fstreik-freiburg@riseup.net oder ĂŒber Insta. [Bildunterschrift: Abgebildet ist eine Person, die ein Plakat in den HĂ€nden hĂ€lt und damit ihr Gesicht bis auf die Augen verdeckt.

Darauf steht: Ich streike weil weil der Kapitalismus krank macht und tötet. Darum herum steht: Krieg, Vertreibung, Hunger, Sklaverei, Armut, Spaltung, Depression, Nationalismus, Faschismus, Rassimus, Einsamkeit, Burnout, Feminizide, Überlastung, VerdrĂ€ngung und ungleiche Gesundheitsversorgung,…)

The Fact that much unpaid, unseen, unappreciated work, espacially unpaid, even if we don`t want money for it, is done for love, doesn`t mean that we always love or want doing it.

Hierzu

https://www.transnational-strike.info/2021/01/25/essential-strike-manifesto-for-the-8th-of-march/

Care Work kollektivieren.:

Eigentlich sollte Care Work von allen Menschen getragen werden, dass heißt eigentlich, sie mĂŒsste kollektiviert werden. Um Vereinzelung und weisser heteronormativer patriachaler Strukturen entgegen zu wirken, können Menschen diverse Strukturen aufbauen, die Menschen ermöglichen sich um ihr soziales Umfeld zu kĂŒmmern. VorschlĂ€ge wie antipatriachale Erziehungsformen, gemeinsame Beziehungspflege, verĂ€ndernde KĂ€mpfe im Care-Sektor selbst, gemeinsames Essen, Krisenprevention… und viel mehr, werden teils schon gelebt und ĂŒberstehen teils auch Krisenzeiten.

Sexwork in Time of Covid 19/ SolidaritÀt mit Sexwork, gegen Marginalisierung, Stigmatisierung von staatlich, patriachalen MachtverhÀltnisse.

Die Coronapandemie aus der Sicht der sexarbeitenden Menschen in Deutschland. Vortrag fĂŒr “Sexarbeit in der Pandemie” kann unter diesem link nach gesehen werden.

https://www.aep-ibus.at/%C3%B6ffentlichkeitsarbeit/ibus-events/

Anstrengende Zeiten, blockierende Gegegebenheiten, lebendige Weiterentwicklungen, WĂŒnsche und Vorstellungen fĂŒr VerĂ€nderungen

Coronapandemie und antifeminisitsche Verschwörungstheorien:

Bei Antifeminismus wird (laut Rebekka Blum) wird von einem erweiterten Begriff ausgegangen, der auch LGBTQIA*-Feindlichkeit mit umfasst. Antifeminismus richtet sich gegen emanzipatorische GeschlechterverhÀltnisse und Erweiterungen von HeterosexualitÀt

Co­ro­na­skep­ti­ke­r*in­nen mobilisieren mit antifeministischer Rhetorik. Antifeminismus ist eine TĂŒröffner­ideologie. Sowohl An­ti­fe­mi­nis­t*in­nen als auch Pan­de­mi­e­leug­ne­r*in­nen inszenieren sich als freundlich mit Herzluftballons und Kinderchören. Zudem haben extreme Rechte, Eso­te­ri­ke­r*in­nen und christliche Rechte auf den Querdenken-Demos ein geteiltes Feindbild: die Coronamaßnahmen. Antifeminismus erklĂ€rt Rebekka Blum (feministische Soziologin): ist bei vielen im Weltbild enthalten. Auch Eso­te­ri­ke­r*in­nen haben hĂ€ufig ein binĂ€res Geschlechterbild und eine Fruchtbarkeitsidealisierung von Frauen. Diese Festschreibung auf Mutterschaft, Heim und Herd ist eine Gemeinsamkeit mit der extremen Rechten.

WĂŒnsche: Die Zeiten sind anstrengend und viele Menschen brauchen untereinander Support . Diese Supportkulutur gilt es zu kultivieren, auch nach den Lockdowns .Ebenso ein Aufstehen gegen Rechts , um Verschwörungsmythen entkrĂ€ften zu können.



Streitigkeiten um Awarenesskonzepte und Transformative Justice, community accountability Konzepte

mögliche Weiterentwicklungperspektiven:

Kritische Betrachtungen von Konzepten und diverse kontroverse Beobachtungen, können teils zu Weiterentwicklungen fĂŒhren, auf einer respektvollen Ebene, können auch auch Menschen aus diversen Kontexten eine GesprĂ€chsbasis finden.

Awareness und Transformative Justice Konzepte, wurden TINF Personen, Personen TINF (TransInterNichtBinĂ€rFrauen)-Personen , FLINTAQ in den USA erabeitet , und machen sichtbar, warum es so wichtig war, eine Gegenmacht aufzubauen. Nur schon als TINF-Person auf juristischem Weg Anerkennung fĂŒr erlebte Übergriffe zu erreichen ist aufgrund der patriarchal geprĂ€gten Institutionen wie Polizei und Gerichten oftmals ein mĂŒhseliger Spiessrutenlauf. Als BIPOC (Black Indigenous Person Of Color) wird dir dann nicht nur nicht geglaubt, sondern durch das ZurĂŒckgreifen auf diese Institutionen droht den Personen selber und/oder ihren Communities erneute Gefahr von Gewalt, Erniedrigungen, etc. Also musste damals in den USA ein neuer Umgang mit Übergriffen gefunden werden, jenseits von Polizei und Justiz.

Mehr dazu ; Lesevorschlag: “Awareness eine Reflexion”:

https://emrawi.org/?Instrumentalisierung-von-Awareness-Konzepten-fur-eine-personliche-Agenda-1114

WĂŒnsche:

Was es unserer*Meinung dazu brĂ€uchte, wĂ€re eine persönliche Reflexion, Informationen, wenn möglich, GesprĂ€chsbereitschaft zum Thema: Wichtigkeit von Awareness und Weiterentwicklung, kritische Reflexion von Awareness und Transformative Justice Konzepten, um “blockierenden Gegebenheiten und Texten” zu entkommen oder sie nicht stĂ€ndig zu reproduzieren.

Wir*hoffen Euch und eure Mitmenschen mit den kleinen Textausschnitten motivieren, zu können, euch an feministischen Alltag-Streiks zu beteiligen. Wir bedanken uns bei allen Mitmenschen, die uns begleiten.

Go on!

Alerta Feminista

😉

English:

We*have decided to publish these texts, because we partly miss the visibility of care work in #zero covid publications and #zero covid critiques, or in texts about pandemic states of emergency (not to say that we* generally find these texts bad).

We*observe, like many FLINTAQ* people, that in times of pandemic, patriachal social structures that were already there before are reinforced.

Therefore, for the first time we would like to share statements including calls from Frauen*streik Freiburg, transnational.strike.info, which in our*opinion show a visualization of care work and its grievances, but also feminist struggles that can be found in our society, and try to spread them.

Still little time left until March 8 – “In the pandemic, we are expected to take a step back in all areas of our … private lives to take a step back ….. Many of us have become massively isolated and developed psychological problems in recent months, partly because it is common within this system for us to solve problems for ourselves. Many have lost their jobs, face major existential uncertainties, and are now wondering what to do next. While companies in Western societies continue to generate billions of euros in profit … many of us are facing existential crises. At the same time, we are expected to continue to go to work in our companies, despite the dangers of infection, so that the capitalist economic system does not go down the drain. The way our society is organized can only ever produce winners and losers, whereby the interests of us – women*, workers*, mothers*, single parents*, migrants* and migrantized people, the unemployed, the homeless, people on the run, children and young people, the elderly, the sick, those in need of care, people with disabilities, Black women* and women* of color, trans*, inter* and queer people – will always be secondary unless we start to turn this society around!” (Freiburg F*Strike Call 2021) #intersectionalfeminism #internationalwomen’sstrikeday #8march #8m #women’sstrike #feministstrike #feminism #strike #countdown #westrike

Why are you getting out into the streets on March 8 for Women’s* Struggle Day? What makes you angry? Why would you walk off YOUR job? Feel free to show us with your picture and send it to fstreik-freiburg@riseup.net or via Insta. [Caption: Pictured is a person holding a placard in their hands, covering their face except for their eyes.

It says: I’m on strike because capitalism makes sick and kills. Around it is written: war, displacement, hunger, slavery, poverty, division, depression, nationalism, fascism, racism, loneliness, burnout, feminicides, overwork, displacement, and unequal health care,…)

The Fact that much unpaid, unseen, unappreciated work, espacially unpaid, even if we don`t want money for it, is done for love, doesn`t mean that we always love or want doing it.

For this

https://www.transnational-strike.info/2021/01/25/essential-strike-manifesto-for-the-8th-of-march/

Collectivize Care Work.:

Actually Care Work should be carried by all people, that means actually, it should be collectivized. To counteract isolation and white heteronormative patriachal structures, people can build diverse structures that enable people to take care of their social environment. Proposals like anti-patriachal education, common relationship care, changing struggles in the care sector itself, common meals, crisis prevention…. and much more, are partly already lived and partly survive times of crisis.

Sexwork in Time of Covid 19/ Solidarity with sexwork, against marginalization, stigmatization of state, patriachal power relations.

The corona pandemic from the perspective of sex workers in Germany. Lecture for “Sexwork in the Pandemic” can be looked up at this link.

https://www.aep-ibus.at/%C3%B6ffentlichkeitsarbeit/ibus-events/

Stressful times, blocking givens, lively advancements, desires and ideas for change

Coronapandemic and antifeminist conspiracy theories:

Antifeminism (according to Rebekka Blum) is assumed to be an expanded term that includes LGBTQIA* hostility. Antifeminism is directed against emancipatory gender relations and extensions of heterosexuality.

Corona skeptics* mobilize with antifeminist rhetoric. Antifeminism is a door-opening ideology. Both antifeminists and pandemic deniers stage themselves as friendly with heart balloons and children’s choirs. In addition, extreme right-wingers, esotericists and Christian right-wingers have a shared enemy image at the Querdenken demos: the corona measures. Anti-feminism explains Rebekka Blum (feminist sociologist): is included in the worldview of many. Esotericists also often have a binary gender image and a fertility idealization of women. This fixation on motherhood, home and hearth is a common feature with the extreme right.

Desires: Times are stressful and many people need support among themselves. This support culture must be cultivated, even after the lockdowns, as well as standing up against the right, in order to be able to debunk conspiracy myths.



Disputes about awareness concepts and transformative justice, community accountability concepts.

possible perspectives for further development:

Critical reflections on concepts and diverse controversial observations, can partly lead to further developments, on a respectful level, people from diverse contexts can also find a basis for discussion.

Awareness and Transformative Justice concepts, were TINF persons, persons TINF (TransInterNonBinaryWomen) persons , FLINTAQ in the USA erabeitet , and make visible why it was so important to build a counter power. Even as a TINF person, gaining legal recognition for experienced assaults is often a difficult gauntlet due to patriarchal institutions such as the police and the courts. As a BIPOC (Black Indigenous Person Of Color) you are then not only not believed, but by resorting to these institutions the persons themselves and/or their communities are threatened with renewed danger of violence, humiliation, etc. So at that time in the USA a new way of dealing with assaults had to be found, beyond police and justice.

Read more ; Suggested reading: “Awareness a reflection”:

https://emrawi.org/?Instrumentalisierung-von-Awareness-Konzepten-fur-eine-personliche-Agenda-1114

Wishes:

What we think is needed is a personal reflection, information, if possible, willingness to talk about the importance of awareness and further development, critical reflection of awareness and transformative justice concepts in order to escape “blocking realities and texts” or not to reproduce them constantly.

We* hope to motivate you and your fellow human beings with the small text excerpts to participate in feminist everyday strikes. We thank all fellow human beings who accompany us.

Go on!

Alerta Feminista

😉

P.S.:

Wir* =sind FLINTAQ*(Frauen, Leseben, Inter, Nonbinary, Trans, Agender, queere Personen,, *various feminist friendly Identities ) aus diffussen und diversen ZusammenhĂ€ngen( BIPOC, Sexworkers, indegenous Kontextes,….)

weitere Quellen: von “Wut zur Gegenmacht” Frauen*streik 2020 ZĂŒrich

Verein Hydra: https://www.hydra-berlin.de/verein/geschichte

https://taz.de/Soziologin-ueber-Antifeminismus/!5747876/

https://care-revolution.org/




Quelle: Emrawi.org