Februar 23, 2021
Von Anarchosyndikalismus
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Ein Mitglied des Wiener Arbeiter*innen-Syndikats schildert ausfĂŒhrlich die unhaltbaren Arbeitsbedingungen in einer KindertagesstĂ€tte, in welche sie unrechtmĂ€ĂŸig vom österreichischen „Arbeitsmarktservice“ (AMS) vermittelt worden war. Dieser lesenswerte Bericht ĂŒber den Kampf gegen die betrieblichen ZustĂ€nde endet mit einer erfolgreichen direkten Aktionen gegen die Vorenthaltung des Lohns bei der Endabrechnung:

„Am 7. Februar 2021 konnte das WAS einen Konflikt in einem Wiener Kindergarten erfolgreich beenden. Der Chef, der ein unglaublich patriarchales und selbstherrliches Verhalten an den Tag legt, konnte mit lediglich einem Brief, einem Telefonat und einem nachfolgenden Mail erfolgreich dazu gebracht werden, den fehlenden Lohnanteil zu ĂŒberweisen. Und das innerhalb der von uns gesetzten Frist.

Das WAS betrachtet den Ausgang dieses Arbeitskonfliktes als positiv und Zeichen unserer – mittlerweile auch von FirmenbesitzerInnen wahrgenommenen – Schlagkraft. Der vorangegangene Organisierungsversuch im Betrieb ist jedoch prototypisch fĂŒr diese Gesellschaft und geprĂ€gt davon, daß sich ArbeiterInnen viel zu viel gefallen lassen.

Wiener-Arbeiter*innen-SyndikatDaß der Chef, der sich in Corona- und Lockdown-Zeiten durch Entlassung oder KĂŒndigung der allermeisten ArbeiterInnen – so auch unseres Genossen – abertausende Euros gespart hat, nun in seine Schranken gewiesen werden konnte, ist ein schöner erster Erfolg in Bezug auf diesen Betrieb. Die komplette und sehr ausfĂŒhrliche Geschichte könnt ihr hier nun nachlesen. Damit die ArbeiterInnen in anderen vollkommen wahnsinnigen ArbeitsverhĂ€ltnissen sehen, daß die Sache System hat und nicht an einem einzelnen und individuell durchgeknallten Chef liegt,
“

Den ganzen Bericht gibt es auf dem WAS-Blog:
https://wiensyndikat.wordpress.com/2021/02/17/lohnraub-im-kindergarten-erfolgreich-abgewendet/




Quelle: Anarchosyndikalismus.blackblogs.org