Oktober 8, 2021
Von EA Berlin
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Seit den ersten von den Arbeiter*innen spontan selbst organisierten Streiks hat sich wenig an den Forderungen geĂ€ndert: Immer noch geht es um willkĂŒrliche KĂŒndigungen, nicht pĂŒnktliche oder nicht vollstĂ€ndige Bezahlung des Lohns, schlechte Schichtplanung, unsichere AusrĂŒstung, zu schwere RucksĂ€cke, BelĂ€stigung und Diskriminierung. Arbeiter*innen in drei Berliner Warehouses hatten genug von stĂ€ndigen Versprechungen und Start-up-Ideologie, und traten Ende letze Woche wieder in den Streik. Das Unternehmen antwortete auf seine Weise: Mit massenweisen fristlosen KĂŒndigungen.

Die Probleme sind bei vielen Lieferdiensten die selben wie unser aktueller Kampf bei Cycle Logistics zeigt – umso wichtiger ist es das Recht der Arbeiter*innen sich kollektiv zu organisieren und zur konkreten Beseitigung eines Missstands notfalls auch zu streiken klar zu verteidigen. Die europĂ€ische Grundrechtscharta garantiert im Prinzip ein individuelles Grundrecht auf Streik – dem mĂŒssen jetzt deutsche Gerichte folgen.

FĂŒr die betroffenen Arbeiter*innen heißt es erstmal konkret solidarische Hilfe zu organisieren und vor allem sich nicht wie im deutschen Arbeitsrecht vorgesehen vereinzeln zu lassen. Wir stehen in engem Austausch mit unseren Mitgliedern vor Ort und rufen weiterhin alle zur UnterstĂŒtzung der kollektiven Aktionen auf!

→ Ăœberblick ĂŒber alle AktivitĂ€ten bei Gorillas seit Jahresanfang sowie EinschĂ€tzungen zum deutschen Streikrecht: https://www.fau.org/artikel/was-geht-ab-bei-gorillas




Quelle: Berlin.fau.org