Mai 25, 2021
Von EA Berlin
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Feminizide sind wohl der extremste Ausdruck komplexer patriarchaler Gewalt, der durch staatliches Handeln und kapitalistische Ausbeutung unterstĂŒtzt wird und das Leben von extra prekĂ€r macht.

Schlechter oder gar kein Lohn fĂŒr Reproduktionsarbeit und die Kriminalisierung von Sexarbeit sind dabei zwei Beispiele, die aufzeigen, dass fĂŒr viele Personen die Arbeits- und LebensumstĂ€nde deutlich schlechter sein können, weil sie ein bestimmtes Geschlecht haben (oder nicht haben). PrekĂ€re Lebenssituationen, finanzielle AbhĂ€ngigkeit, unsichtbare oder kriminalisierte Arbeit – all das ist nicht nur fĂŒr sich genommen schon Teil des Patriarchats – all diese Faktoren erhöhen außerdem das Risiko, von Gewalt und Hassverbrechen gegen die eigene, als weiblich gelesene GeschlechtsidentitĂ€t– also von Feminiziden – betroffen zu sein.

Als Gewerkschaft steht fĂŒr uns fest: Patriarchat und Ausbeutung lassen sich nicht getrennt voneinander betrachten. Klassenkampf muss feministisch sein – und Feminismus klassenkĂ€mpferisch!

Wir mĂŒssen uns gegen Ausbeutung, Repression und Gewalt organisieren – in der FAU Berlin zum Beispiel in der AG 8.MĂ€rz und der AG Sexarbeit – aber auch darĂŒber hinaus. Deshalb unterstĂŒtzen wir das Netzwerk gegen Feminizide und seine Kampagne „Wir wollen uns lebend!“.

Lest den offenen Brief der Kampagne




Quelle: Berlin.fau.org