April 21, 2020
Von GefangenensolidaritÀt Jena
296 ansichten


Ein Gefangener, der frisch von der QuarantĂ€ne-Station auf seine Station zurĂŒck entlassen wurde, berichtet davon, dass er in den zwei Wochen unter QuarantĂ€ne nicht duschen gehen durfte und auch keinen Hofgang hatte. Stattdessen gaben die Beamten ihnen die Seife in die Zelle. Diese drastischen EinschrĂ€nken kommen zu den bereits bestehenden hinzu wie Besuchsverbot, Verlust der Arbeit, Aussetzen von Lockerungen wie Ausgang usw.

Weiterhin beklagen Gefangene, dass der infizierte Anstaltsarzt schon nach 13 Tagen wieder in der JVA im Einsatz war. Zuvor hatte ihn eine Kollegin ersetzt, die spÀter ebenfalls positiv getestet wurde.

Ein Gefangener, der sich telefonisch zum Justizministerium durchstellen ließ, bekam zu hören, dass es ihm doch ganz gut gehe, wenn er noch telefoniere, und dass er seine Anliegen in Zukunft bitte schriftlich einreichen möge.

Auch die OTZ berichtete gestern von diesen ZustÀnden.

Jena, 21. April 2020




Quelle: Gefangenensolijena.noblogs.org