September 24, 2021
Von Anarchistische Gruppe Dortmund
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Workshop: Transformative Gerechtigkeit, am 07.10. ab 18 Uhr im Black Pigeon

Warum reden wir in unseren ZusammenhÀngen eigentlich so viel davon, dass wir die Polizei ablehnen und rufen sie dann doch immer wieder an? Oder sind komplett ratlos, wie wir ohne sie agieren sollen? Und warum haben wir auch nach all den Jahrzehnten feministischer KÀmpfe immer noch keine etablierten Konzepte zum Umgang mit zwischenmenschlicher und sexualisierter Gewalt?
Wir halten es fĂŒr unabdingbar, unsere theoretische Ablehnung von Polizei und Patriarchat nicht nur als Stickermotive zu verwenden, sondern auch eine Praxis zu entwickeln, die Alternativen sucht und erarbeitet. Wir wollen sowohl einen Umgang mit Gewalt in unseren ZusammenhĂ€ngen finden, der nicht auf den Prinzipien von Straflogik und staatlicher Gewalt beruht, als auch Verantwortung ĂŒbernehmen fĂŒr die UmstĂ€nde, die auch in emanzipatorischen Gemeinschaften zwischenmenschliche Gewalt ermöglichen.
Wir sehen zwischenmenschliche Gewalt nicht als Ausdruck von Krankheit oder Bösartigkeit, sondern als sozial, also gesellschaftlich gemacht. Die Gesellschaft, in der wir leben, ist zutiefst durchzogen von Herrschaft, Strafe und Gewalt. Wenn wir (sexualisierte) Gewalt in unseren RĂ€umen, Gruppen und Beziehungen beenden wollen, können wir die Augen vor diesen HerrschaftsverhĂ€ltnissen nicht verschließen.
Daher wollen wir in diesem Workshop mit einigen Überlegungen zu den ZusammenhĂ€ngen von Patriarchat (geschlechterbezogener UnterdrĂŒckung), Staat und Gewalt beginnen, die Logik des Strafens analysieren und schließlich alternative Konzepte zum Umgang mit Gewalt in unseren Gemeinschaften vorstellen.
Dabei wollen wir keinen Masterplan erklĂ€ren, sondern mit Euch zusammen vorhandene Konzepte kennenlernen, Ideen und Erfahrungen austauschen und Euch anregen, Euch selbst Gedanken zum Thema zu machen. Wir wollen gemeinsam beginnen, in unseren eigenen Umfeldern daran zu arbeiten, zwischenmenschlicher Gewalt ohne den strafenden Staat begegnen zu können und auf Dauer nicht nur Feuerwehrpolitik zu machen, wenn es zu Übergriffen kam, sondern den UmstĂ€nden, die diese gewaltvollen VerhĂ€ltnisse erst ermöglichen, ein Ende zu setzen.
Wir versuchen, in dem Workshop möglichst allgemeinverstÀndliche Worte zu benutzen, und Fach- und Szenebegriffe zu erklÀren. Menschen ohne Vorwissen sind herzlich willkommen!
Dauer ca. 18:00 Uhr bis ca 20:00 Uhr mit lockerem GesprÀch danach.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Ingnite Kollektiv am 07.10. ab 18 Uhr im Black Pigeon statt und wird von uns gemeinsam mit dem feminischen Cafe Dortmund (Cafem) organisiert.




Quelle: Agdo.blackblogs.org