November 16, 2020
Von ANAM
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GeflĂŒchtete ein höheres Risiko fĂŒr unsichere SchwangerschaftsabbrĂŒche tragen?

Auf ihrer Flucht sind GeflĂŒchtete den rassistischen Grenzregimen ausgesetzt. Sie befinden sich in einer sehr belastenden Situation, die geprĂ€gt sein kann von Gewalterfahrungen und Traumatisierung. Hinzu kommt die schwierige Situation in den Erstaufnahmeeinrichtungen der AnkunftslĂ€nder. Hier ist oft keine durchgehende Gesundheitsversorgung fĂŒr die GeflĂŒchteten vorhanden. Dies erhöht die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft, zum Beispiel durch den fehlenden Zugang zu VerhĂŒtungsmitteln. Auf Grund von Sprachbarrieren und erschwerten ZugĂ€ngen zu den Gesundheitssystemen sind schwangere GeflĂŒchtete einem höheren Risiko von unsicheren und „selbstinduzierten” SchwangerschaftsabbrĂŒchen ausgesetzt. Diese können schwerwiegende Folgen wie Unfruchtbarkeit haben. Unsichere Abtreibungen sind der dritt hĂ€ufigste Grund fĂŒr das Versterben schwangerer Menschen.

Das darf nicht sein! GeflĂŒchteten Menschen darf auf Grund ihres Aufenthaltsstatus der Weg zu sicheren Abtreibungen nicht verwehrt werden. Stattdessen muss der Zugang zu Gesundheitsversorgung, psychologischer und sozialer Betreuung insbesondere fĂŒr schwangere Menschen gewĂ€hrleistet sein.

Patriarchale und rassistische HerrschaftsverhĂ€ltnisse sind verschrĂ€nkt und mĂŒssen gemeinsam ĂŒberwunden werden.

FĂŒr den Anarcha-Feminismus!




Quelle: Anam.noblogs.org