November 28, 2021
Von InfoRiot
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Die Corona-Pandemie hat auch bei der EinbĂŒrgerung in einigen Regionen Brandenburgs zu lĂ€ngeren Verfahren gefĂŒhrt. Im vergangenen Jahr wurden 845 Menschen eingebĂŒrgert, wie das Innenministerium mit Verweis auf Daten des Statistischen Bundesamtes mitteilte. 2019 waren es 195 mehr. Seit 2017 war die Zahl der EinbĂŒrgerungen im Land stetig angestiegen (2017: 765; 2018: 800; 2019: 1040).

Brandenburg ĂŒber dem Bundesdurchschnitt

Die meisten der 2020 in Brandenburg eingebĂŒrgerten Menschen kamen aus Polen. Der grĂ¶ĂŸte Teil von ihnen lebte weniger als acht Jahre in Deutschland. FĂŒr die EinbĂŒrgerung mĂŒssen die Antragssteller unter anderem grundsĂ€tzlich acht Jahre in Deutschland leben. Sieben Jahre reichen aus, wenn die Antragssteller einen Integrationskurs abgeschlossen haben. Außerdem mĂŒssen sie ĂŒber deutsche Sprachkenntnisse verfĂŒgen, ihren Lebensunterhalt ohne Sozialhilfe finanzieren und sich nichts haben zu Schulden kommen lassen. Stammen die Antragssteller nicht aus anderen Staaten der EU oder der Schweiz, mĂŒssen sie außerdem bereit sein, ihre Staatsangehörigkeit aufzugeben.

Nach den Daten des Amtes hat Brandenburg sein EinbĂŒrgerungspotenzial, also die Zahl der EinbĂŒrgerungen bezogen auf die AuslĂ€nder, die seit mindestens zehn Jahren in Deutschland leben, zu 2,67 Prozent ausgeschöpft. Der Bundesschnitt liegt bei 2,15 Prozent.

Termine bis Anfang 2022 ausgebucht

„Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Karsten Jesse, Leiter des BĂŒros Allgemeine Ordnungsangelegenheiten beim Landkreis MĂ€rkisch-Oderland, zu dem auch die AuslĂ€nderbehörde zĂ€hlt. Zwar könne das erste BeratungsgesprĂ€ch auch telefonisch ablaufen. SpĂ€testens bei der Antragsstellung mĂŒssten die Antragssteller dann aber persönlich erscheinen. Das ging wĂ€hrend des Lockdowns nicht. Im Sommer, als persönliche Termine wieder möglich gewesen seien, habe es dann viele AntrĂ€ge gegeben. Die Termine seien jetzt bis Anfang 2022 ausgebucht, so Jesse. Im Kreis sind im vergangenen Jahr 36 Menschen eingebĂŒrgert worden. Im Jahr 2019 seien es 51 EinbĂŒrgerungen gewesen.

In der Prignitz wurden vergangenes Jahr zwei Menschen eingebĂŒrgert, 2019 waren es zehn. In der Landeshauptstadt Potsdam fanden 87 EinbĂŒrgerungen statt. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden 153 AntrĂ€ge gestellt. Im Schnitt dauert die Bearbeitungszeit – je nach Fall – fĂŒnf Monate bis mehr als ein Jahr. So sei bei Antragstellern, die zuvor aus ihrer alten Staatsangehörigkeit entlassen werden mĂŒssen, von einer deutlich höheren Zeitspanne auszugehen, so Caterina Rönnert, Sprecherin Landkreis Havelland. In diesem Jahr habe es bereits 80 EinbĂŒrgerungen im Kreis gegeben. 2020 waren es 52.

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Von RND/dpa




Quelle: Inforiot.de