Juni 19, 2022
Von Indymedia
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Die Tatsache, dass er offensichtlich nicht „nur“ ĂŒber die derzeitig Angeklagten geredet hat, sondern darĂŒber hinausgegangen ist – es wird nĂ€mlich nun zwei weiteren Menschen vorgeworfen, der „kriminellen Vereinigung“ anzugehören bzw. an Tatkomplexen beteiligt gewesen zu sein –, zeigt auf, dass der MĂŒll, der aus Domhövers Maul kommt, gar keine Grenzen mehr kennt. Es wĂ€re schon verabscheuenswĂŒrdig genug, ĂŒber die derzeitig Angeklagten zu reden. Aber weitere Menschen auch noch in das Verfahren reinzuziehen, stellt ein Verhalten dar, von welchem bei einem Vergewaltiger auch ausgegangen werden kann: völlig grenzenlos, völlig widerlich, völlig niedertrĂ€chtig. Wir schließen uns deswegen dem Gedanken des BĂŒndnisses an, dass davon ausgegangen werden kann „dass Domhöver alle Informationen, egal ob wahr, ĂŒbertrieben oder völlig frei erfunden, den Bullen anbietet.“.

Diese Tatsache kann fĂŒr viele gerade beunruhigend sein. Wir können uns vorstellen, dass bei einigen nun die Frage aufkommt, ob er auch ĂŒber sie selbst mit dem LKA/BKA/VS/wem auch immer spricht. Dass er Geschichten ĂŒber Menschen erzĂ€hlt, ob sie wahr sind oder nicht. Realistisch betrachtet denken wir, sollte man ab sofort davon ausgehen, dass er das tut – sonst hĂ€tten die weiteren Hausdurchsuchungen bei Menschen, die bis dato nicht zur Vereinigung oder zu Tatkopmplexen gerechnet wurden, nicht stattgefunden. Wir wollen aber auch, so verwirrend es sich anhören mag und so schwer es fallen wird, dazu aurufen,  Ruhe zu bewahren. Aus der Angst heraus, Domhöver könnte den Bullen irgendwelche MĂ€rchen ĂŒber einen selbst erzĂ€hlen oder vielleicht auch einfach „nur“ ĂŒber das Leben und Treiben der Leute berichten, können Handlungen passieren, die spĂ€ter eventuell bereut werden und niemanden außer den Feind*innen nĂŒtzen. 

Setzt euch deswegen mit euren Freund*innen zusammen, sprecht darĂŒber, was die Tatsache, dass dieses Schwein mit den Bullen arbeitet, mit euch emotional macht, sucht euch UnterstĂŒtzung, wenn euch die aktuelle Situation belastet. Passt aufeinander auf, seit fĂŒr einander da! Spekuliert dabei nicht, was er nun ĂŒber wen sonst noch sagen könnte – das habt ihr eh nicht in der Hand. Spekulationen nĂŒtzen nur den Cops, nicht euch selbst. Aber sprecht mit Freund*innen (im „sicheren Rahmen“, das heißt auch, ohne Handys und nicht in geschlossenen RĂ€umen)  ĂŒber eure Ängste und Sorgen. Fresst beĂ€ngstigende Gedanken nicht in euch hinein, vertraut euch Freund*innen an, findet Strategien, wie ihr die Kontrolle ĂŒber eure Situation behalten könnt, ohne andere zu gefĂ€hrden. Denn auch, wenn es gerade nicht so scheint: Niemand ist der Situation gerade gĂ€nzlich ausgeliefert. Wenn wir uns gegenseitig aufbauen, können wir eine StĂ€rke entwickeln, der kein Schwein etwas entgegensetzen kann. DafĂŒr ist Ehrlichkeit ĂŒber eventuell eintretende Ängste/Verunsicherung unter Menschen, denen ihr vertraut, wichtig. Haltet zusammen! 

Und all diejenigen, die immer noch der Meinung sind, wir bzw. andere Gruppen wĂ€ren „Schuld“ an diesem Verrat: Haltet wirklich bitte endlich die Klappe. Niemanden ist jetzt damit geholfen, dass ihr immer noch den Diskurs verschieben und anderen die Schuld fĂŒr sein Drecks-Verhalten geben wollt. Das ist allein seine Verantwortung, weder die der Betroffenen, UnterstĂŒtzer*innen oder Gruppen, die sich mit ihnen solidarisiert haben. Der Feind in dieser Geschichte ist mehr als offensichtlich, wir sind nicht mehr bereit, darĂŒber zu diskutieren. 

Wir senden den Betroffenen von Domhöver viel Kraft! Wir können uns vorstellen, welch eklige Hasstiraden jetzt auf sie losgehen werden. Eure Outings waren absolut wichtig, ihr habt nichts falsch gemacht – im Gegenteil! Ihr habt noch vor allen anderen vor diesem Schwein gewarnt. Wir danken euch deswegen!

Und natĂŒrlich viel Kraft an diejenigen, welche derzeitig auf der Anklagebank sitzen und diejenigen, welche durch ihn in das Verfahren nun mit rein katapultiert worden sind. Wir bieten an dieser Stelle, in welcher Form auch immer, unsere UnterstĂŒtzung an. Solltet ihr irgendetwas brauchen, könnt ihr euch gerne melden. Lasst euch nicht unterkriegen – das Schwein kann labern, aber wir sollten es nicht zulassen, dass er uns bricht.




Quelle: De.indymedia.org