September 26, 2022
Von Indymedia
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NACHRICHTENZENTRUM – Am 16. September ist die 22 jährige Kurdin Jîna Amini ums Leben gekommen, nachdem sie von der “Moralpolizei” während ihres Besuches in Teheran gefoltert worden war, weil ihr Kopftuch nicht ihr ganzes Haar bedeckte. Die Kurdin aus Seqiz war an dem Tag zu Besuch in Teheran, der iranischen Hauptstadt und bezahlte das mit ihrem Leben.

Die Frauen aus Rojhilat führen die Aufstände an

Die Aufstände die seit dem in Rojhilat, allem voran Seqiz, begannen und sich auf den Iran ausbreiteten werden trotz massiver Gewalt des iranischen Regimes fortgesetzt und radikalisieren sich. Besonders in den Städten Sinê, Seqiz, Urmiyê, Merîvan und Bogan haben die Menschen als erstes auf den Feminzid an Jîna Mahsa Amini reagiert und tragen ihre Wut gegenüber dem frauenfeindlichen und unterdrückerischen iranischen Regime voller Entschlossenheit auf die Straße. Unter der Parole “Jin, Jiyan, Azadî” führen vor allem die Frauen aus Rojhilat die Proteste an und trugen den Ruf nach Freiheit und Leben unter dieser Parole auch auf die Straßen Irans und weltweit. Unter den Rufen wie “Nein zum Diktator” wird die entschlossene Haltung der Menschen deutlich, die nicht bereit sind die Gewalt des iranischen Regimes länger hinzunehmen.

Alle unterdrückten Völker gehen mit Molotows gegen die iranischen Streitkräfte vor

Auch in den Städten Teheran, Isfahan, Buşehr, Zahedan (Beluschistan), Tabriz, Şiraz und Lahijan sind Proteste ausgebrochen, bei den es in mehreren Städten zu Zusammenstößen zwischen den Demonstrierenden und den iranischen Regimekräften gekommen ist. Im Iran protestieren inzwischen alle Bevölkerungsteile und Schichten unter der Führung der Parole “Jin, Jiyan, Azadî”, ausgelöst aus der frauenfeindlichen Ideologie des Regimes, die Frauen, Jugendlichen und Menschen auf den Straßen und haben angefangen sich gegenüber den gewalttätigen und bewaffneten Angriffen der Regimekräfte, ebenfalls zu bewaffnen.

https://ok.ru/video/4305498278447

Mit Holzlatten und Molotows setzten sie ihren Protest gegenüber den bewaffneten Streitkräften fort, in dem vor allem die Jugend ihren Platz in den vordersten Reihen einnimmt. Auch die unterdrückten Minderheiten “Beluschi” haben sich mit ihren kurdischen Brüdern und Schwestern zusammengeschlossen und begonnen ebenfalls bewaffnet gegen dieses Regime vorzugehen und für ihre Freiheit zu kämpfen.

https://ok.ru/video/4305091168815

Streik und Boykott überall

In den Gefängnissen haben politische Gefangene sich ebenfalls mit den Protesten solidarisiert und einen Hungerstreik begonnen, bis die Proteste zum Erfolg geführt worden sind. An Universitäten und Schulen haben sich Lehrkräfte und Professoren mit ihren Studierenden zusammengeschlossen und boykottieren die Schulen und Universitäten des iranischen Regimes.

Werktätige und Arbeiter haben sich an verschiedenen Stellen ebenfalls organisiert und streiken, um die Proteste zu unterstützen.

Junge Menschen haben ihr Leben für die Freiheit der Frau verloren

Nach den neuesten Zahlen, die am 24. Mai von der iranischen Menschenrechtsorganisation veröffentlicht wurden, hat die Zahl der bei den anhaltenden Protesten im Iran getöteten Menschen mindestens 54 Menschen erreicht.

Digitale Angriffe und digitaler Protest

Abgesehen von der Verhaftung, Entführungen, offener Gewalt und Ermordungen auf den Straßen durch den Einsatz von iranischen Streitkräften versucht die Regierung von Teheran, die Demonstrationen zu beenden, indem sie Kommunikationsnetze stört, das Internet aussetzt und verlangsamt. Demgegenüber wurde am Sonntag Mobinet, eines der größten Internetdienstunternehmen im Iran, von anonymen Hackern die die Proteste im ganzen Land unterstützen gehackt und lahmgelegt.

In einer Erklärung sagte Amnesty International heißt es, dass die Islamische Republik Iran erneut versuche, die Verbrechen der blutigen Unterdrückung der Protesten zu vertuschen, indem sie Kommunikationsnetze und Internetverbindungen abschalte. Die Organisation forderte die iranische Bevölkerung auf, alle Dokumente, Fotos und Szenen aufzuzeichnen, um die Weltöffentlichkeit über die Gräueltaten zu informieren.




Quelle: De.indymedia.org