November 5, 2020
Von End Of Road
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Graffiti in Italien: »Tod der Demokratie. Anarchie und Freiheit!«

Der Wahltag nĂ€hert sich in einem Kontext der Angst, Angst vor dem Machterhalt Donald Trumps durch Gewalt oder List. Das revolutionĂ€re Potenzial, das Anfang Juni spĂŒrbar war, scheint hinter dem Horizont verschwunden zu sein. Anarchismus, Abolitionismus und Direkte Aktion haben wĂ€hrend der Trump-Ära an Zugkraft gewonnen; dank der Panikmache der Regierung haben Anarchist:innen so viel Sichtbarkeit, wie wir sie seit einem Jahrhundert nicht erlebt haben. Wieder einmal sehen wir zu, wie die Wahlen jedes andere Thema oder jede andere Strategie verdrĂ€ngen. Trotz der jahrzehntelangen Ablehnung der reprĂ€sentativen Demokratie konzentrieren sich viele Anarchist:innen darauf, auf einen Sieg von Biden zu hoffen – oder sie versuchen herauszufinden, wie sie einen Coup durch Trump verhindern können, damit die Demokratie nicht der Autokratie weicht. Andere ĂŒbernehmen die Vorhersage eines BĂŒrgerkrieges von der extremen Rechten.

Dies ist eine alte Geschichte, in der die beiden Bedrohungen Tyrannei und BĂŒrgerkrieg dazu dienen, die Rebell:innen wieder zur UnterstĂŒtzung der reprĂ€sentativen Demokratie zu disziplinieren, wodurch die Möglichkeit eines revolutionĂ€ren Wandels ausgeschlossen wird. Was aber, wenn wir nichts davon wollen – weder Tyrannei noch BĂŒrgerkrieg, noch uns stĂ€ndig damit zufrieden geben, vom kleineren der beiden Übel regiert zu werden?
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Quelle: Endofroad.blackblogs.org